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Rita Schober - Vita. Eine Nachlese

Ediert, kommentiert und mit Texten aus Archiven und dem Nachlass erweitert von Dorothee Röseberg

Diese Publikation zitieren

Dorothee Röseberg(Hg.), Rita Schober - Vita. Eine Nachlese (2018), Narr Francke Attempto, 72070 Tübingen, ISBN: 9783823392279

Beschreibung / Abstract

Sie stehen noch in vielen Bücherschränken: die deutschen Ausgaben der Rougon-Macquart von Emile Zola mit den Nachworten von Rita Schober. Aus Anlass des 100. Geburtstages der international bekannten Romanistin und Zolaforscherin erscheint erstmals ihre Vita. Wer war diese Frau, die noch in der Habsburger Monarchie geboren und kurz danach tschechische Staatsbürgerin wurde, um sodann an der deutschen Universität in Prag ihre Ausbildung und wissenschaftliche Qualifikation zu erwerben? Sie promovierte im Luftschutzkeller bei einem Bombenangriff im Februar 1945. Wie vollzog sich die Aussiedlung der Sudetendeutschen in die sowjetische Besatzungszone und wie gelang ihr an der Seite von Victor Klemperer der Karrierestart unter gänzlich anderen politischen Bedingungen in Halle und Berlin? Als eine der ersten Frauen ernannte man sie zur Professorin und bald schon avancierte sie zu einer in der Öffentlichkeit bekannten und hochdekorierten Vertreterin der DDR-Intelligenz. Wie erinnert sie selbst nach 1989 ihr Leben, die gesellschaftspolitischen Übergänge und die Wege, die sie auf ihre Weise gegangen ist? Welche innere Logik gibt sie ihrem Werdegang, was vermag sie zu sagen und was nicht? Dieses Selbstzeugnis wird mit bislang unveröffentlichten Dokumenten aus ihrem Nachlass und aus Archiven konfrontiert und kulturwissenschaftlich kommentiert. Dabei geht es auch um die Frage: wie schreibt man sein Leben nach tiefgreifenden gesellschaftlichen Brüchen?

Beschreibung / Abstract

Sie stehen noch in vielen Bücherschränken: die deutschen Ausgaben der Rougon-Macquart von Émile Zola mit den Nachworten von Rita Schober. Aus Anlass des 100. Geburtstages der international bekannten Romanistin und Zolaforscherin erscheint erstmals ihre Vita. Wer war diese Frau, die fünf Staatsbürgerschaften hatte, die großen politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts erleben musste und in der DDR als eine der ersten Frauen Professorin wurde? Wie erinnert sie selbst nach 1989 ihr Leben? Dieses Selbstzeugnis wird mit bislang unveröffentlichten Dokumenten aus ihrem Nachlass und aus Archiven konfrontiert und kommentiert. Dabei geht es um die Frage: Wie schreibt man sein Leben nach tiefgreifenden gesellschaftlichen Brüchen?

Beschreibung

Prof. Dr. Dorothee Röseberg war von 1994-1997 Professorin für Kultur- und Landeskunde der romanischen Länder an der TU Chemnitz und von 1997 bis 2017 Inhaberin des Lehrstuhls für romanistische Landes- und Kulturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Frankreich an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Heute ist sie Vizepräsidentin der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Vorwort
  • TEIL I VITA – EINE NACHLESE
  • Editorischer Kommentar
  • 1. Les origines oder der schwierige Anfang
  • 2. Die Grundlagen meines wissenschaftlichen Werdegangs und meine Arbeit als Hochschullehrerin
  • 3. Begegnungen und Erlebnisse einer allein reisenden Professorin
  • 4. Le tournant
  • 5. Interviews
  • TEIL II NACHLESE AUS BIOGRAPHIEWISSENSCHAFTLICHER SICHT
  • 1. Die Textsorte Autobiographie und Rita Schobers Vita
  • 2. Erfahrungen mit Systemumbrüchen des 20. Jh. und das Schreiben der Vita
  • 3. Religiöser Glaube und politisch-weltanschauliche Bildung
  • 4. Wissenschaftliche Selbstreflexionen
  • 5. Rita Schober und Victor Klemperer
  • 6. Rita Schobers politische Netzwerke in der DDR
  • 7. Frau-Sein
  • 8. Mühe und Glück, Glück und Mühe – Selbstgespräche
  • 9. Anstelle eines Nachwortes
  • TEIL III DOKUMENTE
  • Abbildungsverzeichnis

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