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Schockästhetik: Von der Ecole du mal über die letteratura pulp bis Michel Houellebecq

Lena Schönwälder

Diese Publikation zitieren

Lena Schönwälder, Schockästhetik: Von der Ecole du mal über die letteratura pulp bis Michel Houellebecq (2018), Narr Francke Attempto, 72070 Tübingen, ISBN: 9783823392293

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Ziel der der vorliegenden Studie ist es, anhand paradigmatischer Texte des 19., 20. und 21. Jahrhunderts (der Autoren G. Flaubert, O. Mirbeau, Sade und P. P. Pasolini, A. Nove und N. Ammaniti sowie Michel Houellebecq) systematisch Schreibweisen zu erforschen, die im Leser einen Schockeffekt produzieren. Der Analyse wird K. H. Bohrers Konzept des Bösen als ästhetische Kategorie zugrunde gelegt, um dieses mit der Theorie des Erhabenen engzuführen und als obszön qualifizierte Texteffekte als wahrnehmungsspezifische Grenzphänomene beschreibbar zu machen. Die Texte werden nicht allein in Hinblick auf ihre formalästhetische Beschaffenheit befragt, sondern auch auf etwaige ethische Implikationen, die fernab eines ästhetischen Konzeptes des Bösen transportiert werden. Unter Berücksichtigung der narrativen Ethik sowie der Skandaltheorie wird nach den literarischen Mitteln gefragt, die eine ethische Erfahrung incentivieren können. Die untersuchten Werke werden in Hinblick auf strukturelle Gemeinsamkeiten und Differenzen untersucht. Gleichzeitig wird unter Berücksichtigung des gesamtgesellschaftlichen Zusammenhangs jedoch herausge¬arbeitet, inwiefern literarische Provokation einem Funktionswandel unterliegt.

Beschreibung / Abstract

Die vorliegende Studie erforscht am Beispiel skandalöser Texte des 19., 20. und 21. Jahrhunderts systematisch literarische Schreibweisen, die beim Rezipienten einen Schockeffekt produzieren. Die untersuchten Werke (der Autoren G. Flaubert, O. Mirbeau, Sade und P. P. Pasolini, A. Nove und N. Ammaniti sowie Michel Houellebecq) werden nicht allein in Hinblick auf ihre formale Beschaffenheit befragt, sondern auch auf etwaige ethische Implikationen. Wirkungsmechanismen literarischer Provokation werden damit aufgezeigt und die Funktion einer Schockästhetik im gesellschaftlichen Diskurs offengelegt.

Beschreibung

Lena Schönwälder hat an der Philipps-Universität Marburg und der Université Nancy II Romanistik und Anglistik studiert. Seit 2011 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Romanische Sprachen und Literaturen der Goethe-Universität Frankfurt. 2016 hat sie sich mit ihrer Dissertation Böses schreiben böses Schreiben: Schockästhetik von der Ecole du mal über die letteratura pulp bis Michel Houellebecq promoviert.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Vorwort
  • Einleitung
  • 1 Theoretische Vorüberlegungen
  • 1.1 Böses schreiben – böses Schreiben
  • 1.2 Das Böse und Wirkungsästhetik
  • 1.3 Das Böse und ethische Implikationen
  • 1.4 Skandal
  • 2 Textanalysen
  • 2.1 Gustave Flaubert: Salammbô (1862)
  • 2.2 Mirbeau: Le Jardin des supplices (1899)
  • 2.3 Pasolinis Salò und der Marquis de Sade
  • 2.4 Gioventù cannibale: Nove und Ammaniti
  • 2.5 Michel Houellebecq
  • Schluss
  • Bibliographie
  • A. Primärliteratur
  • B. Philosophische und ästhetische Schriften, Abhandlungen
  • C. Historische Quellen, Korrespondenz, Interviews und Literaturkritik
  • D. Sekundärliteratur

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