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Postdramatisches Theater als transkulturelles Theater

Eine transdisziplinäre Annäherung

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Teresa Kovacs(Hg.), Koku G. Nonoa(Hg.), Postdramatisches Theater als transkulturelles Theater (2018), Narr Francke Attempto, 72070 Tübingen, ISBN: 9783823391913

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Beschreibung / Abstract

Der vorliegende Band greift das Paradigma des Postdramatischen auf, um neue Beschreibungsansätze für eine transkulturelle Theaterwissenschaft zu entwickeln. Hans-Thies Lehmann konstatiert in seinem 1999 erschienen Buch Postdramatisches Theater, dass jene Theaterformen und Inszenierungspraktiken Kunst nicht als Repräsentation, sondern als Erfahrung des Realen konzeptualisieren. Diese Fokussierung auf szenische und performative Praktiken erlaubt es, Auf-/Ausführungen unterschiedlicher Kulturräume in den Blick zu nehmen, ohne einem Text und damit wiederum einem Theater der nationalen Sprachen, das immer erst in andere Kulturräume übersetzt werden muss, zu großes Gewicht zu verleihen. Die Beiträge des Bandes greifen die Engführung von Postdramatischem und Transkulturellem auf und entwickeln davon ausgehend aus transdisziplinärer Sicht innovative Methoden und Analyseverfahren gegenwärtiger Theaterformen, Theatertexte und Inszenierungen. Plädiert wird für einen analytischen Zugang zu Theater, der bewusst nationale, kulturelle sowie fachliche Grenzen überschreitet.

Beschreibung / Abstract

Mit der Fokussierung postdramatischer Ästhetik auf mehr Präsenz als auf Repräsentation geraten Aufführungen unterschiedlicher Kulturräume in den Blick, ohne einem Text und damit einem Theater der nationalen Sprachen zu großes Gewicht zu verleihen. Die Beiträge des Bandes entwickeln ausgehend von der Engführung von Postdramatischem und Transkulturellem innovative Methoden und Analyseverfahren gegenwärtiger Theaterformen, Theatertexte und Inszenierungen. Sie plädieren für einen analytischen Zugang zu Theater, der bewusst nationale, kulturelle sowie fachliche Grenzen überschreitet.

Beschreibung

Teresa Kovacs studierte Germanistik sowie Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien. Sie promovierte mit einer Arbeit über Jelineks Sekundärdrama (erschienen 2016 bei transcript). Zuletzt war sie Post-Doc an der Forschungsplattform Elfriede Jelinek der Universität Wien. Derzeit arbeitet sie als Erwin-Schrödinger-Fellow (FWF) an der University of Michigan in Ann Arbor an ihrem aktuellen Forschungsprojekt Ruinöse Texturen. Verhandlungen urbaner Verfallslandschaften bei Heiner Müller, Elfriede Jelinek, René Pollesch.

Koku G. Nonoa erwarb nach dem Studium der interkulturellen Germanistik das Diplôme d´Etudes Approfondies Pluridisziplinaires an der Univrsité de Lomé/Togo. Danach war er Stipendiat der Universität Innsbruck und des Marietta-Blau-Stipendiums des OeAD, finanziert aus Mitteln des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft zwecks seiner Forschungsaufenthalte an der Université du Luxembourg und der Tshwane University of Technology in Pretoria im Rahmen seines Dissertationsprojekts Gegenkulturelle Tendenzen im postdramatischen Theater: grenzüberschreitendes Theater?. Aktuell Universitätsassistent am Institut für Sprachen und Literaturen/Universität Innsbruck.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Preface
  • Konzepte, Paradigmen, Theorien
  • Überschreitung des (postdramatischen) Theaters
  • Was ist das transkulturelle Theater?
  • Post-Hegel, postdramatisch, transkulturell?
  • Travelling Concepts, Travelling Theatre?
  • The Concept of World Theatre in Postdramatic Context
  • Performative Praktiken und Postkoloniale Lektüren
  • Warping: (re)conceptualising contemporary wedding rituals
  • Nô als transkulturelles Theater
  • The Performance of Counter-Sorcery in Lemi Ponifasio’s Tempest: Without a Body 
  • Wiederholt und Durchgespielt
  • Entgrenzung und Überschreitung
  • Transkulturalität in Schlingensiefs postdramatischen Inszenierungen
  • Jenseits der Freizeitgattungen: Schlingensiefs Aktion 18, „tötet Politik!“
  • Excess, Failure, Over-identification
  • Das Nuevo Teatro Español als postdramatisches Theater transkultureller Prägung
  • „Doch nichts ist ungeheurer als die Natur“
  • Kollektivität und (Post-)Migration
  • Blöße-Geben. Postdramatische Spielformen der Exophonie
  • Mengen, Netze, Schwärme
  • Transkulturalität und das Theater der Vorahmung
  • Ästhetische Erziehung zum Kiezdeutsch?
  • Anger as Theatrical Form in Sasha Marianna Salzmann’s Zucken 
  • Autor_innenverzeichnis

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