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Der Rechtsmensch Ludwig Frege (1884-1964)

Eine Biografie wissenschaftlich erzählt

Johanna Rakebrand

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Johanna Rakebrand, Der Rechtsmensch Ludwig Frege (1884-1964) (16.09.2019), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839448755

Beschreibung

»Fungible Personen« seien die römischen Juristen gewesen, sagte Friedrich Carl von Savigny und erklärte die Abwesenheit von Individualität zum Ideal der Rechtsarbeiter. Justitia sind die Augen verbunden, Richter sollen »ohne Ansehen der Person« urteilen, auf Distanz gehen - auch zu sich selbst.
Was aber lässt sich biografisch noch berichten, wenn das Ideal internalisiert wird und zum Lebensstil gerinnt? Wenn man Diener der Sache ist und Neutralität die sinnstiftende Selbstbeschreibung? Johanna Rakebrand entfaltet das Leben Ludwig Freges (1884-1964), des ersten Präsidenten des Bundesverwaltungsgerichts, vor dem Panorama des Banalen und Bedeutsamen und fragt dabei nach den Bedingungen, die den Einzelnen als Person in der Justiz verschwinden lassen.

Beschreibung

Johanna Rakebrand, geb. 1989, derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der Universität Oldenburg.
Erstes juristisches Staatsexamen 2014 in Berlin, 2018 rechtshistorische Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin, Studium und Dissertation gefördert durch die Studienstiftung des deutschen Volkes.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Was ist der Rechtsmensch?
  • Fragestellung: Wer war Ludwig Frege?
  • Problemstellung: Juristen und Charakter
  • Material, Methodik, Darstellung
  • Die entscheidenden Seiten sind weiß
  • Von sich selbst sprechen
  • Preußische Kindheit
  • Preußische Schulzeit
  • »Gebahnte Wege« – Studienjahre
  • Corpsstudent in Heidelberg
  • Berlin, Breslau
  • Rush Hour des Lebens
  • Lebenslauf, Stand: 1912
  • Militärdienst
  • Promotion
  • Referendariat
  • »Generation Praktikum«
  • Krieg und Frege
  • Weimarer Republik – Richter in der Peripherie
  • 1918/19
  • Die Traumata der Republik
  • Richter in der Provinz I – Schlesien
  • Ideal, Charakter, Notwendigkeit I – Kampfgeist
  • Ideal, Charakter, Notwendigkeit II – Sparsamkeit
  • Inflation
  • Richter in der Provinz II – Westpreußen
  • Am Ziel, doch nur kurz – Frege am PrOVG
  • Berlin 1932
  • Brüder im Geiste? – Gustav Stresemann
  • Resonanzfreie Räume – Residenzen des Rechts
  • Das OVG im Nationalsozialismus
  • Bierabend, Behördenbootsfahrt
  • Senat, Kollegen, Drews
  • NS-Runderlasse und die Rolle der Fachschaft
  • In Trümmern – Die Suche nach der Bilanz des Richterlebens
  • Das Schicksal der Akten
  • Verwaltungsgerichtsbarkeit im Nationalsozialismus
  • Die Rede von Licht und Schatten
  • Frege, der Richter
  • Logos, Ethos, Pathos
  • Werte
  • Selbstbild
  • Demission
  • Zweiter Weltkrieg – ohne Amt
  • Kriegsalltag
  • Bankenalltag
  • Haltung zum Krieg
  • Vergessen wollen
  • Rechtssprache und Sprachlosigkeit
  • Erinnern müssen
  • 1945 ff. – (Ein)richten in der Vorläufigkeit
  • Die Welt der Eltern
  • Leben mit Leerstellen
  • Interim in der Marinesiedlung
  • Papiernes Leben – Personalchef und Präsident
  • Der »Schein der Person«
  • Kalte Krieger, heiße Herzen – Errichtung des Bundesverwaltungsgerichts
  • Präsident sein und unabhängig
  • Rechtsmenschen – Selbstbilder und Fremdporträts
  • Quellen- und Literaturverzeichnis
  • A. Quellen
  • B. Literatur
  • Danksagung

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