Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Die Soziologie und der Nationalsozialismus in Österreich

Diese Publikation zitieren

Andreas Kranebitter(Hg.), Christoph Reinprecht(Hg.), Die Soziologie und der Nationalsozialismus in Österreich (2019), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839447338

Getrackt seit 05/2018

66
Downloads

Beschreibung / Abstract

In Bezug auf den Nationalsozialismus ist oft von einer Bankrotterklärung der Soziologie die Rede. Der Band widmet sich daher der Frage, wie die erst spät universitär verankerte Soziologie in Österreich den Nationalsozialismus thematisiert hat: Wie verhielt sie sich im Vergleich zu anderen wissenschaftlichen Disziplinen? Und welche Auswirkungen hatte und hat die Fachgeschichte auf die Entwicklung der Disziplin und das (un)bewusste Tradieren kontaminierter Konzepte nach 1945? Dabei werden verschüttete empirische und theoretische Arbeiten zum Nationalsozialismus vorgestellt und die Weitergabe von Erfahrungen in den Nachkriegs-Narrativen der soziologischen Forschung und gesellschaftlichen Erfahrung thematisiert.

Beschreibung

Andreas Kranebitter, Soziologe und Politologe in Wien, ist Leiter der Forschungsstelle der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Er war Fellow am Institut für Soziologie der Universität Wien. Seine Forschungsinteressen sind KZ- und NS-Forschung, Geschichte der Soziologie und historische Soziologie.
Christoph Reinprecht ist Professor für Soziologie an der Universität Wien, Assoziierter Wissenschaftler am Centre de la Recherche sur L'Habitat in Paris und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung. Seine Forschungsinteressen sind Migration und Stadtforschung, soziale Ungleichheit und politische Soziologie sowie die Geschichte der Soziologie, im Speziellen der Konstitution des sozialen Felds der empirischen Soziologie in Wien.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Soziologie und Nationalsozialismus in Österreich. Eine Einleitung
  • Entgrenzungen und Grenzziehungen
  • Nationalsozialismus und Soziologie
  • Endgültige Zurückweisung der These, dass es während der NS-Zeit eine Soziologie gab
  • Bezugnahmen auf Wissenschaft im Nationalsozialismus: Das Beispiel der Psychologie
  • »Deutsch-arische Gäste willkommen.« Zu Historikern und Historikerinnen und dem Nationalsozialismus in Österreich
  • Junge Politikwissenschaft und alte Nazis
  • Das Beispiel Konstantin Radaković
  • Kontaminationen
  • Gesellschaftslehre zwischen Krucken- und Hakenkreuz
  • Alles auf Schienerl? Adolf Günther, Walter Schienerl und das Erbe der NS-Soziologie in Wien
  • Zeugnisse des Umbruchs und der Kontinuität
  • »Organisieren« als kontaminierte Kategorie von Othmar Spann
  • Der Fall Friedrich von Gottl-Ottlilienfeld
  • Bilder trennen und Bilder verbinden: Wege der Wiener Bildstatistik (1934–1945)
  • Durchdringungen
  • Karl Polanyis Faschismustheorie
  • Engagierte Wissenschaft. Die Sozialwissenschafterin Käthe Leichter
  • Alfred Klahrs Gegen den deutschen Chauvinismus – eine im Konzentrationslager Auschwitz verfasste Analyse
  • Bewertungen der NS-Vergangenheit und Antisemitismus: Einstellungsforschung in Österreich 1945–1948
  • Austria and After. Franz Borkenaus historische Kultursoziologie Österreichs als Vorgeschichte zum 13. März 1938
  • Soziologische Forschung zu Rechtsextremismus in Österreich nach 1945
  • Transmissionen
  • Lange Schatten: Das Erbe der Nachkriegssoziologie
  • Gedächtnisorte des Widerstands
  • »Anti-Rassismus«. Die deutschsprachige Migrationsforschung und das schwierige Erbe des Nationalsozialismus
  • Erinnerungskultur und Geschichtskultur
  • Diskursmodernisierungen durch die Identitäre Bewegung und die Junge Alternative im Verhältnis zu früheren Gruppen der etremen Rechten
  • Sekundärer Antisemitismus – Aktualisierung eines Beitrags der Kritischen Theorie zur Nachkriegssoziologie
  • Frühe empirische Sozialforschung in Österreich nach 1945
  • Anhang
  • AutorInnenverzeichnis
  • Namensverzeichnis

Mehr von dieser Serie

    Ähnliche Titel