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Konfliktdynamiken - Kriegsdynamiken

Zur Konstitution und Eskalation innergesellschaftlicher Konflikte

Lotta Mayer

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Lotta Mayer, Konfliktdynamiken - Kriegsdynamiken (24.09.2019), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839446461

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Beschreibung

Soziale Konflikte sind dynamische Prozesse: Was als friedlicher Protest beginnt, kann zu einem Krieg eskalieren. Lotta Mayer analysiert diese Dynamiken auf der Basis einer konflikttheoretischen Reformulierung des Symbolischen Interaktionismus. So werden Kontingenz und Eigendynamik von Konfliktverläufen rekonstruiert und Kriege als genuin soziale Phänomene erfasst. Im Zentrum stehen der Interaktionsprozess zwischen den Konfliktparteien, die ihm zugrunde liegenden Sinnkonstruktionen und seine unintendierten Folgen. Eine eventuelle Eskalation vollzieht sich im Wechselspiel mit der Veränderung der Konfliktparteien. Am Ende kann ein kriegerischer Vielparteienkonflikt stehen, in dem Befriedungsversuche kontraproduktive Konsequenzen zeitigen.

Beschreibung

Lotta Mayer (Dr. phil.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Soziologie der Politik an der Bergischen Universität Wuppertal. Nach dem Studium der Soziologie, Politikwissenschaft und Philosophie in Heidelberg sowie Madrid promovierte sie am Zentrum für Konfliktforschung der Universität Marburg und war am Max-Weber-Institut für Soziologie der Universität Heidelberg tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung sowie der soziologischen Theorie.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Danksagung
  • Einleitung
  • 1 Theoretische Grundlegung: Konflikttheoretisch relevante Grundannahmen des Symbolischen Interaktionismus
  • 1.1 »Human beings act toward things on the basis of the meanings that the things have for them«: Grundlagen der Handlungstheorie
  • 1.2 Situation und Situationsdefinition
  • 1.3 Handlungskonzeption und -typologie: Der schwierige Primat kooperativer Interaktion
  • 1.4 Jenseits des Mikrologischen I: Gemeinsames Handeln
  • 1.5 Die Prozeßhaftigkeit des Handelns: Dynamik, Kontingenz, Historizität und Selbstverstärkung
  • 1.6 Jenseits des Mikrologischen II: Gruppen, Organisationen und Gesellschaft
  • 1.7 Zwischenfazit: Eine Reformulierung des symbolischen Interaktionismus in konflikttheoretischer Absicht
  • 2 Dynamiken (kriegerischer) Konflikte: Grundzüge einer symbolisch- interaktionistischen Analyse
  • 2.1 Ansätze zur Entwicklung eines symbolisch-interaktionistischen Konfliktverständnisses
  • 2.2 Konfliktakteure und ihre Objektwelt
  • 2.3 Konflikte als zweifache Interaktionsprozesse: Interaktionen in und zwischen den Konfliktparteien
  • 2.4 Verhandlungen als Form des kooperativen Konfliktaustrags
  • 2.5 Konfrontative Formen des Konfliktaustrags
  • 2.6 Kriegerische Konflikte in symbolisch-interaktionistischer Perspektive
  • 2.7 Wege der Konfliktbeendigung
  • 2.8 Zwischenfazit: Konflikte als dynamische Prozesse
  • 3 Phasen der Eskalation: Von sozialer Unruhe zu einem polyadischen kriegerischen Konflikt
  • 3.1 Von sozialer Unruhe zu einem polarisierten Konflikt zwischen organisierten Konfliktparteien
  • 3.2 Vom Protest zum dyadischen Bürgerkrieg: Militarisierung der Konfliktparteien und des Konfliktaustrags
  • 3.3 Vom dyadischen zum polyadischen Bürgerkrieg: Fragmentierung der Gewaltorganisationen
  • 3.4 Zwischenfazit: Idealtypische Phasen und ›Sprünge‹ des Eskalationsprozesses
  • Fazit
  • Literaturverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis

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