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Folgsamkeit herstellen

Eine Ethnographie der Arbeitsvermittlung im Jobcenter

Bettina Grimmer

Diese Publikation zitieren

Bettina Grimmer, Folgsamkeit herstellen (2018), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839446102

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Die 'Aktivierung' von Arbeitslosen ist das vorrangige Ziel des deutschen Jobcenter-Systems. In einer ethnographischen Studie geht Bettina Grimmer dem Prozess der Arbeitsvermittlung auf den Grund und zeigt, dass die Gespräche zwischen den Vermittlern und ihren Klienten eine erstaunliche Eigenlogik besitzen, die sich weder mit der Logik der Gesetze noch mit den subjektiven Deutungen der Teilnehmenden vollständig deckt. Das Ziel ist nämlich weniger die Aktivierung der Klienten als vielmehr die interaktive Herstellung von Folgsamkeit: Durch symbolische Gewalt werden die Klienten der symbolischen Ordnung des Jobcenters unterworfen. Das Jobcenter erscheint in diesem Licht als - wenn auch unvollendetes - neoliberales Projekt.

Beschreibung

Bettina Grimmer (Dr. phil.), geb. 1982, ist Soziologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Siegen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Politische Soziologie und Verwaltungsforschung, Wissenssoziologie sowie Qualitative Sozialforschung.

Kritik

»Die vorliegende Studie ist eine im besten Sinne soziologische Auseinandersetzung, deren Ergebnisse anschlussfähiges Wissen für Auseinandersetzungen mit dem Problem der staatlichen Herstellung sozialer Ungleichheit zur Verfügung stellt.« Klemens Ketelhut, www.socialnet.de, 27.07.2019

O-Ton: »Folgsamkeit der Klienten als Ressource« - Bettina Grimmer im Interview bei L.I.S.A. Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung am 04.12.2018.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • 1. Jobcenter-Gespräche beobachten
  • 2. Vor dem Gespräch
  • 3. Im Gespräch
  • 4. Nach dem Gespräch
  • 5. Folgsamkeit herstellen
  • Literatur

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