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Psychotherapie mit komplex traumatisierten Jugendlichen

Ein Integrativer Ansatz für die Praxis

Heidi Zorzi

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Heidi Zorzi, Psychotherapie mit komplex traumatisierten Jugendlichen (2019), Klett-Cotta Verlag, Stuttgart, ISBN: 9783608204049

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Beschreibung

Schwer und komplex traumatisierte Jugendliche zu behandeln, gilt zu Recht als große therapeutische Herausforderung. Das Buch gibt allen, die diese Patientengruppe betreuen, einen vielschichtigen und auf großem Erfahrungswissen basierenden integrativen Therapieansatz an die Hand. Das beginnt beim Beziehungsaufbau, der durch viele negativ geprägte Kontakterfahrungen dieser Patienten besondere Sorgfalt erfordert. Die Autorin zeigt, worauf zu achten ist, um hilfreiche Veränderungsprozesse im sozialen Verhalten, der emotionalen Befindlichkeit und der Persönlichkeitsmuster einleiten zu können. Zu diesem Zweck werden die Wirkmechanismen der typischen Symptomatiken erklärt. An zahlreichen Fallbeispielen macht sie deutlich, wie betroffene Jugendliche wieder fühlen lernen, wie Körpererinnerungen zugänglich werden und emotionaler Stress beherrschbar wird.

Dieses Buch richtet sich an
- Kinder- und JugendlichentherapeutInnen
- TraumatherapeutInnen
- Mitarbeitende in sozialpädagogischen Einrichtungen

Beschreibung

Heidi Zorzi, Diplom-Psychologin, ist seit 1996 psychotherapeutisch tätig; seit 2001 ist sie als Kinder- und Jugendlichentherapeutin mit tiefenpsychologisch fundierter Ausrichtung in eigener Praxis in Regensburg niedergelassen; seit 2005 ist sie auch als Dozentin im Bereich Kinder- und Jugendlichentherapie an verschiedenen Instituten tätig.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Vorwort (Dorothea Weinberg)
  • Prolog
  • 1 »Du mit deiner Laber-Therapie!«
  • Erste Grenz-Begegnungen mit komplex traumatisierten Jugendlichen
  • 2 Was hat man dir, du armes Kind, getan?
  • Am Anfang war Beziehung
  • 2.1 Auf Beziehung angewiesen – auf Gedeih und Verderb
  • 2.2 Die Bedeutung der Bindungsforschung für die PT mit komplex traumatisierten Kindern und Jugendlichen
  • 2.3 Die Macht »innerer Arbeitsmodelle«
  • 2.4 Desorganisation oder Überlebensstrategie?
  • 2.5 Bindungsstörung als Diagnose
  • 2.6 »The good, the bad and the ugly«
  • 2.7 Die Konstruktion von Gefühlen
  • 2.8 »Now Moments«
  • 2.9 Frühe Dissoziation
  • 2.10 Durch den Trauma-Begriffs-Dschungel
  • 2.11 Traumaassoziierte Diagnose-Kategorien im Entwicklungsverlauf
  • 2.12 Wie die »Störung« beim Namen nennen?
  • 2.13 Schlussfolgerungen für die Psychotherapie
  • 3 Der Körper war immer dabei
  • Neurobiologie früher Stressverarbeitung
  • 3.1 Die frühkindliche Entwicklung des Gehirns
  • 3.2 Vulnerabilität der neuroaffektiven Entwicklung
  • 3.3 Die untere Hirnebene und das vegetative Nervensystem
  • 3.4 Das limbische System
  • 3.5 Der Neokortex und sein Zusammenspiel mit den unteren Ebenen
  • 3.6 Anpassungsreaktion auf Stress
  • 3.7 Prozessverlauf bei Beziehungstraumatisierung
  • 3.8 Stresstoleranzfenster
  • 3.9 Bindung und Neurobiologie
  • 3.10 Psychopathologische Folgen früher Stresseinwirkung
  • 4 Vom angepassten Kind zum »gestörten« Jugendlichen?
  • Das Bröckeln der Abwehr
  • 4.1 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
  • 4.2 Bindung und Bindungsstörung im Jugendalter
  • 4.3 Folgen und Symptome früher Traumatisierung im Jugendalter
  • 4.4 Stresskompensatorische Schemata nach früher Traumatisierung
  • 5 Prinzipien der Behandlung komplex traumatisierter Jugendlicher
  • 5.1 Therapeutische Grenz-Begegnungen
  • 5.2 Prinzipien der Behandlung
  • 5.3 Wo soll es hingehen?
  • 6 Von der Sehnsucht nach und der Angst vor Nähe
  • In Kontakt kommen mit beziehungstraumatisierten Jugendlichen: Die ersten Stunden
  • 6.1 Therapeutenvariablen: implizites Rüstzeug für gute Beziehungsarbeit
  • 6.2 Vom Wesen heilsamer Begegnung
  • 6.3 Therapeutische Feinarbeit: »Moving Along through Now Moments«
  • 6.4 Die Magie der ersten Stunde
  • 6.5 Schablonen der Vergangenheit: Übertragung und Gegenübertragung
  • 6.6 Diagnostik: Diagnosen, Selbstdiagnosen, Anamnese
  • 7 Die Begegnung zweier Nervensysteme
  • Bottom-up-Ansätze bei Komplextraumatisierung: Der Körper war immer dabei
  • 7.1 Der Therapeut als »interaktiver psychobiologischer Regulator«
  • 7.2 Blickkontakt und Mimik
  • 7.3 Stimme und Tonfall
  • 7.4 Körperhaltungen und -bewegungen
  • 7.5 Körper und Sinne im Therapieraum
  • 7.6 Mit »Superhirnen« auf Tauchstation
  • 7.7 Körper-Gewahrsein (wieder-)herstellen und nutzen
  • 7.8 Anzeichen von Übererregung erkennen
  • 7.9 In-Kontakt-Kommen mit dem Vegetativum
  • 7.10 Körper-Übungen
  • 8 »Fühlen lernen«
  • Psychotherapie auf der limbischen Ebene
  • 8.1 Gibt es negative Gefühle?
  • 8.2 Emotions-Übungen
  • 9 »Ich erkenne, dass du erkennst, dass ich erkenne«
  • Psychotherapie auf der mentalen Ebene
  • 9.1 Mentalisierungsfähigkeit fördern
  • 9.2 Übungen zur Förderung der Mentalisierungsfähigkeit bei Jugendlichen
  • 10 Dem Schrecken ins Auge schauen
  • Traumatherapie bei Komplextraumatisierung
  • 10.1 Stabilisierung
  • 10.2 Sicherheit vor Aktualisierung
  • 10.3 Psychoedukation
  • 10.4 Umgang mit Dissoziation in der Therapiestunde
  • 10.5 Traumatherapie während laufender strafrechtlicher Verfahren
  • 10.6 Fokussierende Trauma-Verarbeitung
  • 10.7 Wann eignet sich welche Methode?
  • 11 Netz-Werken
  • Von der Arbeit mit dem Umfeld
  • 11.1 Traumaassoziierte Systeme
  • 11.2 Öffentliche Erziehung
  • 11.3 Heimerziehung
  • 11.4 Therapeut-Umfeld-Beziehung
  • 11.5 Hygienestandards für die Therapeutenseele
  • Literatur

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