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Smart Democracy

Politikum 3/2018

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Peter Massing(Hg.), Sabine Achour(Hg.), Smart Democracy (27.06.2019), Wochenschau Verlag, Schwalbach am Taunus, ISBN: 9783734407611ISSN: 2364-4737, 2018 #3,

Beschreibung

Eine vertrauenswürdige Berichterstattung, die sich darauf besinnt, was die Aufgabe von Medien in einem freiheitlichen demokratischen System ist, wird immer wichtiger.
Information und Meinungsbildung sind in demokratischen Gesellschaften seit jeher die Aufgabe von Medien. Und eine funktionierende Demokratie ist auf informierte und
mündige Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Wurde zu Beginn des neuen Jahrtausends noch die Macht der Medien kritisiert, steht heute ihr zunehmender Bedeutungs- und
Vertrauensverlust im Mittelpunkt der Diskussion. Immer mehr Menschen haben nur noch sporadischen Kontakt mit journalistischen Medien oder lehnen diese gar kategorisch
ab. Dies begann mit einer schier unendlichen Fülle nicht-journalistischer Angebote im Internet. Soziale Medien wie Facebook, YouTube oder Twitter, Suchmaschinen und
alternative Medien sind heute nicht nur populäre Informationsquellen, sondern auch vielgenutzte Plattformen des Meinungsaustausches. Einerseits standen Bürgerinnen und
Bürgern nie so umfassende Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung wie heute im Internet. Viele machen davon rege Gebrauch. Andererseits
kursieren im „Social Web“ etliche gefühlte Wahrheiten, Hassbotschaften, Fälschungen und Gerüchte, sodass auch für den deutschen Sprachraum schon vom „postfaktischen
Zeitalter“ (Eduard Kaeser) gesprochen wird. Welche Bedeutung haben Google, Facebook, YouTube usw. als Quellen der Information und der öffentlichen Meinungsbildung für
unsere Demokratie mittlerweile wirklich? Ist die „Smart Democracy“ schon auf dem Weg zur „smarten Diktatur“, wie Harald Welzer meint?
Diese Ausgabe von POLITIKUM beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Funktionen sozialer Medien, mit der Veränderung der politischen Kommunikation durch das Internet
und den Auswirkungen von Google, Facebook und Co. auf die politische Meinungs- und Willensbildung. Wir gehen der Frage nach, welche Gefahren von Fake News und Social
Bots für die Demokratie ausgehen und welche Eckpunkte einer Ethik der Digitalisierung unabdingbar sind. Schließlich nehmen die Beiträge die Bedeutung der Digitalisierung für Geschlechterverhältnisse, die Rolle des Social Web für Jugendliche und Möglichkeiten in den Blick, wie über Social-Media-Kanäle Jugendlichen Politik nähergebracht werden kann. Neuere Veröffentlichungen zum Social Web tendieren gelegentlich zu eindeutigen und starken Aussagen, doch die Autorinnen und Autoren hier illustrieren die Zusammenhänge in ihrer Vielschichtigkeit und Komplexität.

Beschreibung

Beschreibung

Prof. Dr. Christoph Bieber
hat die Welker-Stiftungsprofessur für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft an der NRW School of Governance der Universität Duisburg-Essen inne.

Svenja Boberg
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMBF-Projekt „Erkennung, Nachweis und Bekämpfung verdeckter Propaganda-Angriffe über Online-Medien“ am Institut für
Kommunikationswissenschaft der Universität Münster.

Dr. Tanja Carstensen
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Prof. Dr. Kathrin Demmler
ist Direktorin des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in München.

Aline Franzke
promoviert am Graduiertenkolleg NRS „Digitale Gesellschaft“ der Universität Duisburg-Essen.

Dr. Lena Frischlich
ist Nachwuchsforschungsgruppenleiterin „DemoRESILdigital – Demokratische Resilienz in Zeiten von Online-Propaganda, Fake news, Fear- und Hate speech“ am Institut für
Kommunikationswissenschaft der Universität Münster.

Prof. Dr. Uwe Hasebrink
ist Direktor des Hans-Bredow-Instituts und Professor für Empirische Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg.

Dr. Sascha Hölig
arbeitet als Senior Researcher am Hans-Bredow-Institut. Seine Schwerpunkte sind Mediennutzung in neuen Medienumgebungen und empirische Forschungsmethoden.

Prof. Dr. Klaus Kamps
lehrt im Studiengang Crossmedia Redaktion/Public Relations als Professor für Kommunikationswissenschaft an der Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart.

Thomas Kappeller
ist Medienwissenschaftler und Project Manager bei der Bertelsmann Stiftung für das Projekt „jungbewegt“.

Sigrid Meinhold-Henschel
ist Senior Project Manager bei der Bertelsmann Stiftung, Leitung des Projekts „jungbewegt“.

Lisa Merten
arbeitet als Junior Researcher am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Hamburg.

Prof. Dr. Thorsten Quandt
ist Sprecher des Zentrums zur Erforschung digitalisierter Öffentlichkeiten am Institut für Kommunikationswissenschaft der Westfälischen-Wilhelms Universität Münster.


Tim Schatto-Eckrodt
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im BMBF-Projekt „Erkennung, Nachweis und Bekämpfung verdeckter Propaganda-Angriffe über Online-Medien“ am Institut für
Kommunikationswissenschaft der Universität Münster.

Dr. Jan-Hinrik Schmidt
ist Senior Researcher für digitale interaktive Medien und politische Kommunikation am Hans-Bredow-Institut.

Dr. Thorsten Thiel
ist Leiter der Forschungsgruppe „Digitalisierung und Demokratie“ am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhaltsverzeichnis
  • SOZIALE MEDIEN –AUSDRUCK UND TREIBER GESELLSCHAFTLICHER ENTWICKLUNGEN
  • DAS DIGITALE SELBSTGESPRÄCH DER GESELLSCHAFT
  • DER EINFLUSS VON GOOGLE,FACEBOOK UND CO.
  • BEHARRUNG UND WANDEL
  • INTERVIEW mit SIGRID MEINHOLD-HENSCHEL UND THOMAS KAPPELLER
  • GEFÄLSCHTE NACHRICHTEN, GEFÄLSCHTE NUTZER
  • DIGITALISIERUNG:GEFAHR FÜR DIE DEMOKRATIE?
  • ETHIK UND DIGITALISIERUNG –EIN ÜBERBLICK
  • Kinder und Jugendliche im Social Web
  • Bücher zum Thema
  • Das besondere Buch
  • Bücher zu Politik und Politikunterricht
  • Literaturtipps

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