Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Die andere Antike

Altertumsfigurationen auf der Bühne des 19. Jahrhunderts

Cite this publication as

Julia Stenzel(Hg.), Friederike Krippner(Hg.), Andrea Polaschegg(Hg.), Die andere Antike (2018), Wilhelm Fink Verlag, 33098 Paderborn, ISBN: 9783846759233

Tracked since 05/2018

2
Downloads

Beschreibung

Anders als Renaissance und Klassizismus gilt das 19. Jahrhundert bisher nicht als Epoche der Wiederkehr der Antike. Dabei hat gerade der Historismus die Imaginationsräume des Altertums engagiert bespielt und sie im Medium der Bühne grundlegend neu entworfen.

In exemplarischen Studien macht der interdisziplinäre Band die vielfach vergessenen Altertumsdiskurse des 19. Jahrhunderts in ihren spezifisch dramatischen Formen und theatralen Medien sichtbar. Umgekehrt weist er die Bühne als zentrales Kommunikations- und Reflexionsmedium der Antike aus. Dabei wird das besondere Spannungsverhältnis zwischen Historisierung und normativem Geltungsanspruch, Pluralisierung und Synthesebildung, Verwissenschaftlichung, Ästhetisierung und Politisierung des Altertums vermessen, das diese Epoche kennzeichnet und in der dominanten Figur der "anderen Antike" kulminiert.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • FRIEDERIKE KRIPPNER, ANDREA POLASCHEGG, JULIA STENZEL: Einleitung: Szenen des Ursprungs – Pluralisierung und Politisierung der ‚Antike‘ im 19. Jahrhundert
  • CLAUDE HAAS: Die Sphinx heim nach Berlin holen: Hegels Antike(n)
  • JULIA STENZEL: Aristophanes stirbt, Aristophanes wird geboren. Hegelianische Blicke auf Heine im Exil.
  • ANDREA POLASCHEGG: Konkurrenz der Altertümer – Synthese der Formen. Felix Dahns dramenpoetische Antikenpolitik
  • TIMM REIMERS: Eine afrikanische Antike? Der Jugurtha-Konflikt in der Römertragödie des 19. Jahrhunderts
  • ANKE DETKEN: Medea und die dunklen Götter: Formen der Antike in Grillparzers Das goldene Vließ
  • FRIEDERIKE KRIPPNER: „Wo indische und griech’sche Art sich mischen.“ Altertumskonkurrenzen in Friedrich Hebbels Gyges und sein Ring
  • CHRISTIAN SCHOLL: Eduard Bendemanns Opfer der Iphigenie: Antike und Klassizismus im Spätwerk eines Hauptvertreters der Düsseldorfer Malerschule
  • MARTIN HOSE: Was wusste die Altertumswissenschaft von der antiken Bühne? Eine fachhistorische Orientierung
  • JOSEFINE KITZBICHLER: Übersetzen für eine imaginäre Bühne: Johann Gustav Droysens deutscher Aischylos
  • CHRISTINE HÜBNER: Inventur eines Inventars. Antiken im Dekorationsbuch Oldenburg
  • MATTHIAS DREYER: Der leere Chorraum. Architektonische Verhandlungen für ein Theater ohneSouverän, 1800–1850
  • Abbildungsverzeichnis
  • Autorinnen und Autoren

Mehr von dieser Serie

    Ähnliche Titel