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"... und um mich kümmert sich keiner!"

Die Situation der Geschwister behinderter und chronisch kranker Kinder

Ilse Achilles

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Ilse Achilles, "... und um mich kümmert sich keiner!" (2018), Ernst Reinhardt Verlag, 80639 München, ISBN: 9783497606993

Tracked since 05/2018

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Beschreibung

Wenn in einer Familie Kinder mit und ohne Behinderung miteinander aufwachsen, sind nicht nur die Eltern gefordert. Auch die Geschwister sind beteiligt: wenn es darum geht, auf den autistischen Bruder aufzupassen, oder wenn sie zur Therapiestunde der geistig behinderten Schwester mitgenommen werden – vielleicht mehrmals pro Woche. Die Geschwister stellen ihre Wünsche oft zurück, weil das behinderte Kind zuerst versorgt werden soll. Sicherlich nicht immer freiwillig und nicht immer gern. Die Geschwister nehmen Rücksicht, und sie tragen früh einen Teil der Verantwortung für das behinderte Kind. Die Belastungen für die Geschwister können schwer wiegen, sie können aber auch eine Chance sein. Ilse Achilles beschreibt, welche Chancen und Risiken mit der besonderen Familienkonstellation verbunden sind. Sie zeigt an vielen Beispielen, wie Eltern und soziales Umfeld die Entwicklung der Geschwister unterstützen und Gefährdungen vermeiden oder verringern können.

Beschreibung

Wenn in einer Familie Kinder mit und ohne Behinderung miteinander aufwachsen, sind nicht nur die Eltern gefordert. Auch die Geschwister sind beteiligt: wenn es darum geht, auf den autistischen Bruder aufzupassen, oder wenn sie zur Therapiestunde der geistig behinderten Schwester mitgenommen werden – vielleicht mehrmals pro Woche. Die Geschwister stellen ihre Wünsche oft zurück, weil das behinderte Kind zuerst versorgt werden soll. Sicherlich nicht immer freiwillig und nicht immer gern. Die Geschwister nehmen Rücksicht, und sie tragen früh einen Teil der Verantwortung für das behinderte Kind. Die Belastungen für die Geschwister können schwer wiegen, sie können aber auch eine Chance sein. Ilse Achilles beschreibt, welche Chancen und Risiken mit der besonderen Familienkonstellation verbunden sind. Sie zeigt an vielen Beispielen, wie Eltern und soziales Umfeld die Entwicklung der Geschwister unterstützen und Gefährdungen vermeiden oder verringern können.

Beschreibung

Ilse Achilles ist Journalistin in München und arbeitete mehrere Jahre als Redakteurin bei einer Frauenzeitschrift. Sie hat drei Kinder: einen Sohn mit geistiger Behinderung und zwei Töchter. Sie ist Co-Autorin bei mehreren Fachpublikationen zu Themen von Menschen mit Behinderung und Vorsitzende des Angehörigenbeirats der Lebenshilfe München.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Impressum
  • Inhalt
  • Zum Geleit
  • Vorwort
  • 1. Teil So funktionieren Geschwisterbeziehungen
  • „Für ihn tun sie alles, für mich nichts.“ Wie Rivalität entsteht
  • „Sie jammert, dass ich mehr darf als sie. Aber sie selbst kämpft um nichts.“ Die Geschwisterfolge
  • „Noch heute frage ich meinen Bruder um Rat, wenn ich Probleme mit meinem Mann habe.“ Wie das Geschlecht die Geschwisterbeziehung beeinflusst
  • 2. Teil Was bei den Geschwistern behinderter Kinder anders ist
  • „Für meinen Bruder hatte der liebe Gott nicht mehr genug Intelligenz übrig.“ Die Chancen und Risiken für Geschwister behinderter Kinder
  • „Wenn ich zaubern könnte, würde ich ihn normal zaubern.“ Geschwister erzählen
  • „Anmeckern darf ich sie nicht.“ Was den Geschwistern behinderter Kinder das Leben schwer machen kann
  • „Ich will nicht das zweite Sorgenkind meiner Eltern sein.“ Was Studien zur Entwicklung der Geschwister behinderter Kinder aussagen
  • „Bei uns dreht sich immer alles um Kristof.“ Sabine spricht über ihre Familie
  • „Die wirklich wichtigen Dinge weiß ich von meinem Bruder gar nicht.“ Werner denkt über sich und seinen Bruder nach
  • „Wenn ich merke, dass jemand in Schwierigkeiten ist, gehe ich sofort hin und helfe.“ Andrea spricht von ihren beiden behinderten Geschwistern
  • „Stundenlohn bekommen wir immer beide. Ich fürs Babysitten, er fürs Bravsein.“ Monika erzählt von ihrem Bruder, der im Rollstuhl sitzt
  • „Meine Eltern versuchten, mir die Behinderung meiner Schwester zu verschweigen.“ Karin erinnert sich an ihre Kindheit mit ihrer Schwester
  • „Ich wurde meistens übersehen.“ Manchmal hat Katja ihre Zwillingsschwester sogar um den Herzfehler beneidet
  • 3. Teil Wovon es abhängt, wie sich die Geschwister behinderter Kinder entwickeln
  • „Die Eltern müssen nicht perfekt sein, es reicht, wenn sie gut sind.“ Die Einstellung der Eltern und ihre Beziehung zueinander
  • „An mir hängt doch alles.“ Auf die Zufriedenheit der Mutter mit ihrem Leben kommt es an
  • „Jutta nahm mir die Unbefangenheit im Umgang mit meinen Töchtern.“ Wie Väter die Behinderung bewältigen
  • „Der ist doch gar nicht richtig behindert.“ Welche Rolle Art und Schwere der Behinderung spielen
  • „Ihr Kind wird mit dem Taxi in die Schule gebracht? Haben Sie es aber gut!“ Der Einfluss der sozio-ökonomischen Situation und des familiären Umfelds auf die Geschwister
  • 4. Teil Wo und wie Familien mit einem behinderten Kind Hilfe finden
  • „Mein Bruder ist kein Trampel. Er hat eine feinmotorische Störung!“ Die „Kraftquellen“ für die Geschwister
  • „Ich möchte, dass ihr öfter mal Zeit für mich habt.“ Was Geschwister selbst tun können, um ihre Situation zu verbessern
  • „Meine Söhne hörten immer nur von mir: Nicht jetzt! Nicht so laut!“ Was „Familienunterstützende Dienste“ tun können
  • „Anfangs habe ich ihn gern besucht. Aber jetzt kennt er mich kaum noch.“ Wie es auf die Geschwister wirkt, wenn das behinderte Kind ins Heim zieht
  • „Keiner, der als Einzelgänger kam, ist als Einzelgänger wieder abgereist. “Was Geschwister-Seminare vermitteln
  • „Im Spiel drücken Kinder aus, was sie bewegt.“ Wie Psychotherapeuten Familien mit behinderten oderchronisch kranken Kindern helfen
  • „Sie hätten Hilfe bekommen können.“ Eine neue Stiftung setzt sich deutschlandweit für Geschwister von Kindern mit Behinderung ein
  • „Meine Eltern können nur noch trauern.“ Wie Kinder und Jugendliche den Tod eines Geschwisters verarbeiten
  • 5. Teil Was Eltern und Geschwister behinderter Kinder sonst noch wissen sollten
  • „Wir hatten damals einfach nicht den Mut zu einem zweiten Kind.“ Warum ein behindertes Kind kein Einzelkind bleiben sollte
  • „Muss ich wirklich immer für ihn sorgen?“ Die finanziellen Verpflichtungen der erwachsenen Geschwister
  • „Jemand, der über einen Behinderten spottet – der käme für mich überhaupt nicht in Frage.“ Die Geschwister behinderter Kinder im Beruf und in der Partnerschaft
  • Was ich mir wünsche …Nachwort
  • Literatur
  • Literaturempfehlungen Bücher für Eltern und erwachsene Geschwister
  • Bücher für Kinder und Jugendliche
  • Adressen

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