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Richard Voß 1850–1918

Revoluzzer, Männerfreund, Bestsellerautor

Christiane Baumann

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Christiane Baumann, Richard Voß 1850–1918 (2018), mentis, Münster, ISBN: 9783957437747

Beschreibung

Richard Voß gehörte Ende des 19. Jahrhunderts zu den meistgelesenen Autoren im deutschsprachigen Raum. Als junger oppositioneller Schriftsteller im Kaiserreich verboten, gelang diesem genial veranlagten Autor, der mit seinem Frühwerk die Anfänge des deutschen Naturalismus maßgeblich prägte, eine außergewöhnliche Karriere zum Bestsellerautor. In den 1880er Jahren war er ein gefeierter Bühnenautor, der neben Ibsen gezeigt wurde. Auch seine Italienrezeption weist ihn als Ausnahmeerscheinung aus. Sein Roman Zwei Menschen wurde zum Longseller mit weit über einer Million verkauften Exemplaren. Voß war Revoluzzer und Fürstenfreund, Wartburg-Bibliothekar und Italienkenner. Er verkehrte an den Höfen von Weimar und Meiningen, in den Salons von Berlin, Wien und Rom. Doch hinter der Maske seines »phantastischen Lebens« verbirgt sich ein beispielloses Doppelleben, zu dem er als Homosexueller gezwungen war und das sich in seinem Schaffen niederschlug. Voß’ Leben liefert charakteristische Strei?ichter zum Literaturbetrieb zwischen Gründerzeit und Erstem Weltkrieg.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Inhaltsverzeichnis
  • Siglenverzeichnis
  • 1. Der vergessene Revoluzzer und Aristokrat
  • 2. Leben mit Maske als Wunschbiographie
  • 3. Spuren eines Nachlasses
  • 4. Kindheit im pommerschen Weizacker – Heimatverlust
  • 5. Kindheits- und Jugendjahre in Berlin und an der Ilm
  • 6. Sedan – Jena, Haeckel und ein neues Weltbild
  • 7. Sedan: Der literarische Erstling
  • 8. Münchner Zwischenspiel
  • 9. Der literarische Aufbruch
  • 10. Kulturkampf-Zeiten
  • 11. Adolf Wilbrandt: Journalistische Versuche in Wien
  • Unter fremder Flagge
  • Das anonyme »V.«
  • 12. Begegnung mit Paul Heyse und ein Skandal
  • 13. Wetterleuchten: Frühe naturalistische Kreise
  • 14. Scherben: Ein »müder Mann« wird berühmt
  • 15. Ablehnung: Die Akte der Deutschen Schillerstiftung
  • 16. Salonleben in Rom und die Suche nach dem »Falken«
  • 17. Die Wende: Bühnenerfolge und Abrechnung
  • 18. Der Schönheitssucher: Raffael und italienische Novellen
  • 19. Naturalistische Streifzüge: Die Brüder Hart und Wildenbruch
  • 20. Weimar: Wartburg-Bibliothekar beim Großherzog Carl Alexander
  • 21. Villa Falconieri: Italienerlebnis und Italienbild
  • Die Sehnsucht nach Italien
  • Die Suche nach Vorbildern
  • Historische Landschaften – Gregorovius' Methode
  • Naturalistische Skizzen und Dorfgeschichten
  • Das moderne Italien: Die neuen Römer
  • Römische Palaststimmungen
  • 22. Meiningen: Eine Festwoche mit Ibsen
  • 23. Berliner Debakel: Der Schillerpreis
  • 24. Die Krise 1889
  • »Coming-out«
  • Männerfreundschaften
  • 25. Der »Neu-Realist«
  • 26. »Ja – wenn ich der ›Hauptmann‹ wär!«
  • 27. Der neue Gott
  • 28. Zwischen den Welten
  • Maskeraden
  • Miszellen
  • Suche nach Erneuerung
  • 29. Neue Ufer: Der Bestseller-Autor
  • 30. Patriot im Krieg
  • »Über allen Gipfeln«
  • »Deutschland, Deutschland über alles«
  • Sehnsucht nach Frieden
  • Die Erlösung
  • Anhang
  • I Literaturverzeichnis
  • II Werkverzeichnis zu Richard Voß
  • III Tabellarischer Lebenslauf
  • IV Danksagung
  • V Abbildungen
  • Personenregister

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