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Ausstellung Mi és a többiek. Történetek – Wir und die Anderen. Geschichten im Ungarndeutschen Museum, Tata, eröff net am 18. Mai 2016

Konrad Köstlin

Diese Publikation zitieren

Konrad Köstlin, Elisabeth Fendl(Hg.), Michael Prosser-Schell(Hg.), Tilman Kasten(Hg.), Hans-Werner Retterath(Hg.), Werner Mezger(Hg.), Sarah Scholl-Schneider(Hg.), Ausstellung Mi és a többiek. Történetek – Wir und die Anderen. Geschichten im Ungarndeutschen Museum, Tata, eröff net am 18. Mai 2016 (2016), Waxmann Verlag, 48159 Münster, ISSN: 0075-2738, 2016 #1, S.157

Beschreibung / Abstract

Mi és a többiek. Történetek – Wir und die Anderen. Geschichten ist der Titel der am 18. Mai 2016 eröffneten Ausstellung im Ungarndeutschen Museum in Tata. Die Kuratorin Klára Kuti hat im Museum, das auf zwei Stockwerken in der Nepomuks-Mühle untergebracht ist, eigentlich zwei Ausstellungen eingerichtet. In einem ersten Teil erklären Texte und Bilder die Prinzipien des Sammelns und zeigen die Begründungen der Existenz von Museen für moderne Gesellschaften und deren Praxis der Erinnerungskultur. Der zweisprachig abgefasste Text erklärt im Erdgeschoss Geschichte sehr klar als Erzählung für die Gegenwart, genauer noch als eine Vielzahl von Erzählungen für die jeweilige Gegenwart. Damit wird dann auch einsichtig, dass ein Museum über die Geschichte der Deutschen in Ungarn als Institution der Moderne eine Vergangenheit nur von der Gegenwart her erzählen kann und dies gerade auch in ihren Verstrickungen manifest wird. Es geht um Objekte, deren Bedeutung und deren Zustandekommen als „typisch“ erläutert werden: wie und warum sie von wem ins Museum getragen worden sind. Und es geht um Erinnerungen und Geschichten, um Überliefertes und darum, was Interpreten als Deutungseliten für wichtig erklären. Doch es gibt immer auch die Erinnerungen der Anderen, eben derer von Daneben. Mehreren nationalen Minderheiten sind in Ungarn Museen eingerichtet worden. Die slowakische Minderheit etwa hat das ihre in Békéscsaba, dort also, wo viele Slowaken angesiedelt wurden und bis heute leben.

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