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Sprachliche Formen bei der Bewältigung der europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise: Wege zur Integration oder Desintegration?

Peter Schiffauer und Izabela Jedrzejowska-Schiffauer

Diese Publikation zitieren

Peter Schiffauer, Izabela Jedrzejowska-Schiffauer, Sprachliche Formen bei der Bewältigung der europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise: Wege zur Integration oder Desintegration? (2018), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 2195-867X, 2018 #02, S.235

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Zusammenfassung: Europa ist im Werden. Doch es tut sich schwer, zu einer ihm angemessenen Sprache zu finden. Ausgangspunkt der in diesem Beitrag entwickelten Überlegungen zum Umgang der Europäischen Institutionen mit der Sprache sind einige Neologismen auf dem Gebiet der Europäischen Wirtschaftsregierung. Die analysierten sprachlichen Neuerungen stehen nicht für bekannte Formen hoheitlichen Handelns. Sie verschleiern vielmehr echte Innovationen, die zur Bewältigung der Krise möglich und als notwendig erachtet wurden. Wenn jedoch das Neue nicht treffend zur Sprache gebracht wird, misslingt die Kommunikation, korrektes Verständnis ebenso wie sachliche Kritik. Bei vielen Menschen führte dies zu einer pauschalen Ablehnung des Integrationsprozess. Mit anderen Worten, fur ein besseres Verständnis des Neuen, das sich im Prozess der Europäischen Integration ereignet, und eine sachliche kritische Auseinandersetzung mit ihm erscheint es sinnvoll, hinter die Fassaden der Worthülsen (bzw. "Begriffsmonster") zu blicken. Verdient die Leistung der Europäischen Politik nicht eine Sprache, die direkter auf die Sachen zugreift? Warum verbirgt die amtliche Sprache Europas mehr als sie offenlegt? Dieser Beitrag ist ein Versuch, auf diese Fragen einzugehen.

Schlagwörter: europäische Wirtschaftssprache, "Wortungetüme", Ünverstandlichkeit



Summary: Europe is in the making, and so is the language that is to render its peculiarities. Based on selected neologisms in the field of European economic governance, the present contribution offers some considerations on the manner the EU institutions handle communication through language. The analysed linguistic innovations are not referring to well-known forms of sovereign action, but to innovations which were possible and considered as necessary to overcome the crisis. The actual importance and the character of such innovations remain semantically obfuscated. However, if "the new" is not aptly rendered through language, communication fails, be it proper understanding or well-founded criticism. Such failure resulted in a global rejection of the European integration process by parts of the citizenry. In other words, the new which occurs in the process of European integration stays decrypted behind the facades of empty words (here "term Monsters"). Is the EU performance not worthy a language that represents its fruits in a straight and clear manner and allows for a sound critical debate? Why does the official language of Europe conceal more than it reveals? This contribution attempts to at least partly address these questions.

Keywords: EU economic governance discourse, "terminological Monsters", incomprehensibility

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