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Lebenslanges Lernen: Positionen, Konzepte, Programmatiken, Befunde

Christine Zeuner und Silke Schreiber-Barsch

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Christine Zeuner, Silke Schreiber-Barsch, Lebenslanges Lernen: Positionen, Konzepte, Programmatiken, Befunde (25.08.2019), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 2191-8325, 2018S.1

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Der Beitrag setzt sich aus historischer, theoretischer und forschungsorientierter Perspektive mit der Entwicklung von Konzepten und Diskursen zum Lebenslangen Lernen auseinander. Er zeigt einerseits, dass vor dem Hintergrund weltweiter De-mokratisierungsprozesse seit den 1970er Jahren Konzepte entwickelt wurden, die darauf zielten, Menschen über Lebenslanges Lernen Wege zur gesellschaftlichen und politischen Partizipation zu eröffnen - im Sinne von Aufklärung und Emanzipation. An-dererseits spielten ökonomische Entwicklungen eine erhebliche Rolle. Die westlichen Industriestaaten wurden seit den 1960er Jahren zunächst in Dienstleistungsgesellschaften, später in sog. "Wissensgesellschaften" transformiert. Die Folge waren grundlegende Veränderungen der Arbeitsmärkte und steigende Anforderungen an die Qualifikation der Arbeitskräfte. Lebenslangem Lernen wurde, ökonomischer Zweckrationalität folgend, nun v.a. die Aufgabe zugesprochen, dauerhaft die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitskräften zu sichern. Von den Menschen wurde eine ständige Anpassung an neue Verhältnisse erwartet, was Einfluss nahm und nimmt auf biographische Entwicklungen einerseits und die Veränderung von Bildungssystemen und Lerninfrastrukturen andererseits. Die vielfältigen Konzepte zum Lebenslangen Lernen stehen bis heute in diesem Spannungsverhältnis, das sich theoretisch zwischen bildungstheoretischkritischen und ökonomischfunktionalistischen Positionen bewegt.

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