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Kritik der Polizei

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Daniel Loick(Hg.), Kritik der Polizei (2018), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593440019

Tracked since 05/2018

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Beschreibung

Die meisten Menschen machen im Alltag selten Bekanntschaft mit der Polizei: Höchstens ein gestohlenes Fahrrad, ein Strafzettel oder eine Ruhestörung führen einmal auf die Wache. Das kann unbequem sein, verbreitet ist jedoch die Überzeugung, dass die Polizei die allgemeine Sicherheit garantiert und geltendes Recht durchsetzt. Eine andere Perspektive haben Menschen, die regelmäßig mit der Polizei konfrontiert sind, sei es wegen Kontrollen, Razzien oder Verhaftungen. Spätestens seit den Occupy- Protesten und der Black-Lives-Matter-Bewegung und vor allem auch seit dem G-20-Gipfel in Hamburg scheint die Institution der Polizei in eine Krise geraten zu sein. Im Zuge wachsender gesellschaftlicher Spannungen kommt es häufiger zu Konfrontationen mit der Staatsgewalt. Dieser Band versammelt erstmals wichtige Texte zum Thema Polizeikritik von deutschen und internationalen Intellektuellen und wird in Zukunft unverzichtbar sein, wenn über die Rolle der Polizei diskutiert wird.
Mit Beiträgen unter anderem von Giorgio Agamben, Rafael Behr, Kendra Briken, Didier Fassin, Sally Hadden und Vanessa Thompson

Beschreibung

Daniel Loick ist Philosoph und Sozialtheoretiker an der Universität Frankfurt am Main. Zuletzt erschienen von ihm unter anderem "Juridismus. Konturen einer kritischen Theorie des Rechts" (2017), "Anarchismus zur Einführung" (2016) und "Kritik der Souveränität" (2012).

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Was ist Polizeikritik?
  • Teil I: Geschichte der Polizei
  • Leben und etwas mehr als nur leben: Zur (Vor-)Geschichte der Polizei
  • Die Polizei in der Nadelfabrik: Adam Smith, die Polizei und der Wohlstand
  • Sklavenpatrouillen und die Polizei: Eine verwobene Geschichte der Rassenkontrolle
  • Souveräne Polizei
  • Teil II: Die Polizei gegen die Demokratie
  • Polizei und Rechtsstaat: Über das Unvermögen, exekutive Gewalt einzuhegen
  • Wie Polizei Raum und Gesellschaft gestaltet
  • Die Politik des Ermessensspielraums: Der »graue Scheck« und der Polizeistaat
  • »Die Polizei muss … an Robustheit deutlich zulegen«: Zur Renaissance aggressiver Maskulinität in der Polizei
  • Teil III: Polizei und Rassismus
  • Ban! Racial Profiling oder Die Lüge von der »anlass- und verdachtsunabhängigen Kontrolle«
  • »There is no justice, there is just us!«: Ansätze zu einer postkolonial-feministischen Kritik der Polizei am Beispiel von Racial Profiling
  • Teil IV: Die Polizei im Neoliberalismus
  • Die Polizei im Neoliberalismus
  • Policing by numbers: New Police Management und Gewaltmonopol
  • Lokale Aushandlungen des polizeilichen Auftrags – am Beispiel der Debatten um Gewalt durch »Flüchtlinge« auf dem Berliner Alexanderplatz
  • Teil V: Jenseits der Polizei
  • Statement zu vergeschlechtlichter Gewalt und dem Prison-Industrial-Complex
  • Sicherheit von Links: Der Transformative-Justice-Ansatz
  • Die Polizei überflüssig machen
  • Nachweise
  • Autor*innen

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