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Verfolgter Unglaube

Atheismus und gesellschaftliche Exklusion in historischer Perspektive

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Susan Richter(Hg.), Verfolgter Unglaube (2018), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593438801

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Beschreibung

Menschen, die die Existenz eines Gottes verneinen, sahen sich in der gesamten Geschichte Europas Verfolgungen ausgesetzt. Atheismus war hier vor allem eine Konfrontation mit der christlichen Lehre. Angesichts zunehmender weltweiter Verfolgung nichtreligiöser Menschen in der Gegenwart wirft dieser interdisziplinär und interepochal ausgerichtete Band den Blick auf den gesellschaftlichen Umgang mit Atheismus zwischen dem Mittelalter und dem 20. Jahrhundert.
Wo liegen die Wurzeln der Diffamierung von "Gottlosen"? Gab es theologische oder juristische Grundlagen, "Gottesleugner " zu verurteilen und zu bestrafen? Welche Formen der sozialen Exklusion übte man aus? Wie reagierten die Betroffenen auf die Prozesse, die Verbrennung ihrer Schriften und den Entzug ihrer Rechtsfähigkeit? Und wie gingen die Gesellschaften außerhalb Europas, etwa in Indien oder Ostasien, mit dem Thema Unglauben um?

Beschreibung

Susan Richter vertritt den Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Heidelberg.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Einführung
  • Religiöse Normierung und Verfolgung von Atheismus, Unglaube und Nichtreligion als blinder Fleck in unserer Sicht auf Religion
  • I. Diffamierung und Verfolgung von Atheisten im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit
  • Verfolgte und geächtete Atheisten. Konzeptionen von Nichtglauben im Mittelalter und die moderne Verfolgungsthese
  • »dy, dy an got nicht gelaubent« – Eine Spurensuche in der Lebenswirklichkeit des hohen und späten Mittelalters
  • Moderne Kirchenkritik oder diabolische »Atheisterey«? – Das Testament des Studenten Joachim Gerhard Ramim Spiegel der theologischen Reaktion Georg Schimmers (1688)
  • Atheismus als Altlast? – Der Lebensbericht eines jungen Konvertiten vor der römischen Inquisition im Jahr 1707
  • Rechtliche Voraussetzungen für gesellschaftliche Exklusion von Ungläubigen in Frankreich im 18. Jahrhundert – Das Beispiel Julien Offray de La Mettrie
  • »Beweis, daß der Atheismus keineswegs eine gefährliche Lehre sei« – Fichte, Forberg und der Atheismusstreit
  • II. Diffamierung und Verfolgung von Atheisten im Kontext von Medien und Kunst
  • Der Konfuzianismus im Japan der Frühen Neuzeit zwischen atheistischer Orthodoxie und verfolgtem Unglauben
  • Feinde der christlichen Monarchie – Atheismus und die Whigs in der englischen Oper Albion and Albanius (1685)
  • Poetische Scheiterhaufen – Der Atheist als Feindbild in Gedichten des 17. Jahrhunderts
  • Der Atheismus ist männlich, nackt und schön – Analyse eines neuen Darstellungs­phänomens in der Französischen Revolution
  • »… und einen Teufel gibt es nicht in unserer Republik!« – Aberglaube, Religion und Atheismus im Weltanschauungsdiskurs der Deutschen Demokratischen Republik
  • Ist Prosadichtung eine Verschwörung gegen den heiligen Koran? – Der Vorwurf der Häresie gegen einen gläubigen Dichter im zeitgenössischen Ägypten
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