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Musik und Migration

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Nils Grosch(Hg.), Wolfgang Gratzer(Hg.), Musik und Migration (16.12.2018), Waxmann Verlag, 48159 Münster, ISBN: 9783830987123

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Beschreibung

Migration wird von der Salzburger Forschungsinitiative Musik und Migration als Sammelbegriff für verschiedene Wanderungshandlungen (u.a. Arbeits-, Bildungs- und Fluchtmigration) verstanden. Diese sind – in unterschiedlicher Ausprägung – für alle Zeiträume menschlicher Existenz dokumentierbar.Migrationsforschung erweist sich als interdisziplinär relevantes Wissenschaftsfeld, zu deren Erschließung die Musikwissenschaften substanziell beitragen können. Die hierfür maßgeblichen methodischen Entscheidungen bieten Herausforderungen, die es anzunehmen gilt.Der vorliegende Band enthält Diskussionsbeiträge in Form theoretischer und methodischer Überlegungen sowie Hinweise auf Fallbeispiele musikwissenschaftlicher Migrationsforschung.

Beschreibung

Programmatisch trägt der eröffnende Band 1 den gleichen Titel wie die Reihe selbst. Er versammelt die Beiträge einer wissenschaftlichen Tagung in Salzburg im Oktober 2016. Die Diskussionsbeiträge zeigen das große Spektrum möglicher Zugänge auf: Enthalten sind theoretische und methodische Überlegungen sowie Fallbeispiele musikwissenschaftlicher Migrationsforschung.

Inhaltsverzeichnis

  • Buchtitel
  • Impressum
  • Inhalt
  • Vorwort der Herausgeber
  • Musikwissenschaft und transkulturelle Mehrfachzugehörigkeit (Melanie Unseld)
  • Cultural mobility, Alfred Einstein und die Kritik der musikalischen Verortung (Nils Grosch)
  • 1. Cultural Mobility als Herausforderung für die Musikwissenschaft
  • 2. Mobilität als Chance für einen Perspektivwechsel im Exil: Ein Blick auf den Musikhistoriker Alfred Einstein
  • 3. Musikgeschichte und Verortung: Kommt es darauf an, »wo einer herkommt«?
  • Musik und Migration. Vier Thesen / Vier Vorschläge (Wolfgang Gratzer)
  • These 1
  • These 2
  • These 3
  • These 4
  • ›Migration‹ (Begriffsinventar)
  • Das Far Eastern Jewish Central Information Bureau in Harbin und Shanghai. Nachrichtensteuerung und individuelle Beratung für NS-verfolgte Musiker und Musikerinnen mit dem Fluchtziel Shanghai bzw. Ostasien (Sophie Fetthauer)
  • Quellenlage
  • Das Far Eastern Jewish Central Information Bureau
  • Die Entwicklung der Nachrichtenlage bezüglich Ostasien und Shanghai ab 1933
  • Individuelle Sondierungsmaßnahmen für die Hilfesuchenden aus dem NS-Staat
  • Schlussbemerkung
  • Musically Negotiating Difference. Cross-Cultural Sounds of Empathy in Contemporary Germany (Ulrike Präger)
  • Janna
  • Musically Negotiating Difference
  • Why Music?
  • Ahmad Abbas
  • Beethoven’s Ode to Joy
  • Individuality: ›Ethnographies of the Particular‹
  • Conclusion
  • Mehrfachperspektivierung als methodischer Zugang einer kritischen (musikwissenschaftlichen)Migrationsforschung (Magdalena Marschütz)
  • Einleitende Überlegungen
  • Clifford Geertz’ »dichte Beschreibung«: eine kritische Annäherung
  • Musik auf der Flucht (Sean Prieske)
  • Musikwissenschaft und Fluchtforschung
  • Zur Methode
  • Ergebnisse
  • Fazit und Ausblick
  • Zur Migration von Liedern. Übersetzungen lateinamerikanischer Hits im Paris der 1950er- und 1960er-Jahre (Christina Richter-Ibáñez)
  • Édith Piaf veröffentlicht La foule
  • Bearbeitung: Von Que nadie sepa mi sufrir zu La foule
  • Lateinamerika in Paris: Bezüge zwischen Que nadie sepa mi sufrir und El cóndor pasa
  • Erfolgsfaktoren der Übersetzung
  • Afrikanische Musik in transnationalen Netzwerken. Überlegungen zur Erforschung der Musikpraxis von Musikerinnen und Musikern aus Afrika in Europa (Anja Brunner)
  • Über ethnische und nationale Verortung hinaus: Forschung zu Musik und Migration
  • Transnationale Netzwerke: Afrikanische Musikerinnen und Musiker in Österreich
  • Der Musiker Mamadou Diabate
  • Mamadou Diabates Musik: Sambla-Xylophon transnational
  • Transkulturelles Kapital durch Migration
  • Das Feld der World Music: Transkulturelles Kapital und Vermarktung von Ethnizität
  • Methodische Überlegungen: Individuen im Fokus
  • Conclusio
  • Tanz und Migration: mehrsprachige Bewegungstexte und hybride Choreografien. Denken und Tanzen zwischen Choreografien und Differenzdiskursen (Anja K. Arend und Sandra Chatterjee)
  • Migration versus Mobilität im Kontext Tanz
  • Eine tänzerisch-choreografische Umsetzung – Zwei choreografische Residenzen
  • Eine tänzerische Reflexion – »Bewegte Interaktion«
  • »Wie das Leben, der Mensch und die ganze Welt nicht perfekt sind, ist der Zeitgenössische Tanz auch nicht perfekt.« (Esmail Hassani)
  • Von Identitätsproblematik zu Identitätskonstruktion. Exilerfahrungen bei Iannis Xenakis (Marie Louise Herzfeld-Schild)
  • I.
  • II.
  • III.
  • IV.
  • V.
  • Von Umm und umma. Kulturelle Mobilität am Beispiel Arabs Got Talent (Marie-Anne Koh)
  • Castingshows als Exempel kultureller Mobilität
  • Die glokale Mobilität des Formats
  • Die Mobilität der Akteure
  • Die potentielle politische und patriotische Mobilisierung
  • Die erhoffte und versprochene soziale Mobilität
  • Die virtuelle Mobilität
  • Die Mobilität der kulturellen immateriellen Güter
  • Castingshows, Glokalisierung und Musiktheater
  • Migration und Identität. Wanderbewegungen in der Musik des Silk Road Ensembles (Saeedeh Ghazi)
  • 1 Silk Road und seine Vision
  • 2 Umsetzung der Vision des Silk Road Projekts
  • 3 Ergebnisse
  • Internationale Studierendenmobilitätan der Kunstuniversität Graz (Paul Harm)
  • Einleitung
  • Zugang zur Untersuchungspopulation
  • Die Zusammensetzung der Studierenden an Österreichs Universitäten
  • Methodologie
  • Auswertung der Ergebnisse
  • Warum Musik?
  • Kulturelle Differenzen
  • Resümee und Ausblick
  • Soziale und ökonomische Strategien einer privilegierten Migrantengruppe. Italienische Musiker am Habsburgerhof in Wien zur Zeit des Barock (Marko Deisinger)
  • Mobilität und Migration der italienischen Opernschaffenden um 1750 (Daniel Brandenburg)
  • Die Pirkers und der Briefwechsel
  • Mobilität der operisti um 1750: Die Karriere der Sängerin Marianne Pirker (ca. 1717− 1782) (Mirijam Beier)
  • Von Glückstadt nach Kopenhagen. Mobilität und kulturelle Horizonte frühneuzeitlicher Musiker im norddeutschen Raum (Gesa zur Nieden)
  • Glückstadt
  • Schwerin
  • Netzwerke und Organisationssystem der italienischen Oper im östlichen Adriaraum (1861–1918) (Cristina Scuderi)
  • Hugo Riesenfeld: Kulturelle Mobilität und Strategien musikalischer Nobilitierung in der Stummfilmbegleitung (Anna K. Windisch)
  • Riesenfelds kulturelles Erbe
  • Dichotomische Kinomusik – der Filmpalast als Konzertsaal
  • »Wiener Komponist leitet Kinoorchester!« – Zwischen Kunstanspruch und Massenunterhaltung
  • Musikalische Nobilitierung
  • Fazit
  • Migration als Perspektive in der Karriere des Komponisten Franz Waxman (Ingeborg Zechner)
  • Russische Musikerinnen und Musiker im Berlin der 1920er-Jahre. Rezeption – Identität – Integration (Anna Fortunova)
  • Rezeption
  • Kollektive Identität der russischen Migrantinnen und Migranten15
  • Integration der russischen Musikerinnen und Musiker in Berlin
  • »Such occasions form a poignant link with the past«. Die kulturelle Praxis des Konzertbesuchs als Identitätsmarker und Erinnerungsanker im britischen Exil (Carolin Stahrenberg)
  • »Reunions« und »Revivals«: Das Konzert als Erinnerungsanker und emotionales Ereignis
  • Der Konzertbesuch als (inter-)nationale kulturelle Praktik und Identitätsversicherung
  • Fazit
  • Musikemigration in Japan als Kulturtransfer (Kyungboon Lee)
  • Emigrationswellen nach Ostasien
  • Nach Japan emigrierte Musiker
  • Zum Aufbau der Orchester
  • Der Beitrag zur westlichen Musikerziehung in Japan
  • Der Beitrag zur Rezeption der westlichen Musikkultur in Japan
  • Ausblick
  • Kurzbiografien der AutorInnen

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