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Stefan George

Dichter und Prophet

Jürgen Egyptien

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Jürgen Egyptien, Stefan George (2018), WBG, Darmstadt, ISBN: 9783806236545

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Beschreibung

Der Name Stefan George (1868-1933) steht für den Beginn der modernen Dichtung ebenso wie für den ambitionierten Versuch, die deutsche Kultur aus dem Geist der Antike zu erneuern. Ästhetizismus, Kulturkritik und Charisma sind zentrale Aspekte, die diese Biographie entfaltet. Dabei wird auch Georges Lebensweg detailliert nachgezeichnet. Die Begegnung mit den französischen Symbolisten, die Beziehung zu Hofmannstahl, die Zusammenarbeit mit dem Jugendstilkünstler Melchior Lechter und die Etablierung des George-Kreises markieren wesentliche Stationen. Die Auswertung bisher nicht bekannter Quellen schärft den Blick für Georges Persönlichkeit. Der Dichterprophet zeigt sich als europäisch denkender, gut vernetzter Intellektueller. Seine Haltung zu Judentum und Nationalsozialismus wird klar profiliert. Um die Kommentierung ausgewählter Gedichte ergänzt, lässt die Biographie ein vorzügliches Gesamtbild des Menschen in seiner Zeit entstehen.

Beschreibung

Stefan Georges immense Wirkung auf die deutsche Geistesgeschichte ist unbestritten. Jürgen Egyptien hat dem ›Meister‹ jetzt eine umsichtige Biographie gewidmet, die mit aktuellen Ergebnissen zu Persönlichkeit, Leben und Werk aufwartet. Freundschaften und Feindschaften, Selbstinszenierung und Dichtungsverständnis erscheinen in neuem Licht.

Beschreibung

Prof. Dr. Jürgen Egyptien lehrt Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der RWTH Aachen. 1987 Promotion an der TU Berlin, 1995 Habilitation an der RWTH Aachen. Jürgen Egyptien war von 2000-2006 stellvertretender Vorsitzender der Stefan-George-Gesellschaft. Er ist Mitherausgeber des 13-bändigen ›Killy Literaturlexikons‹ und Herausgeber des ›Stefan George-Werkkommentars‹.
Forschungsschwerpunkte sind die Literatur der Jahrhundertwende, insbesondere Stefan George und George-Kreis, die Literatur des 20. Jh., Prosa der Nachkriegszeit, Essayistik, moderne Lyrik.

Inhaltsverzeichnis

  • Front Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Prolog
  • I Die schöne Kunst
  • Kindheit und Jugend: Die Erfindung von Kunstsprachen
  • Erste Werke: Die Fibel und Rosen und Disteln
  • Reisen durch Europa I: London und der ‚mappe‘-Plan
  • Reisen durch Europa II: Paris und die Begegnung mit dem Symbolismus
  • Reisen durch Europa III: Spanien – das seelenverwandte Land
  • Die Hymnen und der erste ‚Paladin‘ Carl August Klein
  • Im Bann des Ästhetizismus
  • Freundschaft mit Waclaw Rolicz-Lieder und Werbung um den ‚zwillingsbruder‘ Hofmannsthal
  • Kunst versus Leben
  • Ida Coblenz, die erste Georgeanerin
  • Die Blätter für die Kunst und ihr ‚schwieriger‘ Beiträger Hofmannsthal
  • Freundschaft mit Karl Wolfskehl und neuer Streit mit Hofmannsthal
  • München: Treffpunkt Café Luitpold
  • Der erste tote Dichterfreund: Richard Perls
  • ‚Rundschau‘-Plan und Freundschaft mit Albert Verwey
  • Werkgemeinschaft mit Melchior Lechter
  • Lesungen im Berliner Salon Lepsius
  • Öffentliche Stimmen über ‚private‘ Dichtung
  • Berlin-Impressionen
  • II Das schöne Leben
  • München und das Schwabinger Milieu
  • Der Teppich des Lebens: Botschaft des schönen Lebens in monumentalem Gewand
  • Friedrich Gundolf, der erste ‚Jünger‘
  • Franziska zu Reventlow als Cicerone durch Wahnmoching
  • Kosmische Runde und ‚Schwabinger Krach‘
  • Hofmannsthal – das deprimierende Ende endloser Missverständnisse
  • Maximilian Kronbergers Leben und Sterben
  • Das Maximin-Gedenkbuch und seine Beiträger
  • Die Verwandlung Maximilian Kronbergers in Maximin, den Gott der Jugend
  • Neue Freunde: Robert Boehringer und Ernst Morwitz
  • Kugelzimmer und ,Pankower Kreis‘: Neue Räume und neue Töne
  • III Der schöne Staat
  • Kulturkritik und Utopie im Jahrbuch für die geistige Bewegung
  • Leitsterne: Platon, Hölderlin, Dante
  • Heidelberg: Kontroverse mit Max Weber und Entdeckung von Percy Gothein
  • Stift Neuburg und Der Stern des Bundes: Okkultismus und Esoterik am Vorabend des Ersten Weltkriegs
  • Die Gewalt der Liebe: Ernst Glöckner und Edith Landmann
  • Der George-Kreis im Kriegseinsatz
  • „nur viele untergänge ohne würde“ – Georges Der Krieg
  • Lauter Suizide
  • Neustart 1919: Das ‚Seelenfest‘ und seine Teilnehmer
  • Die Verstoßung von Friedrich Gundolf
  • Die ‚Gestaltbücher‘ und ihre Verfasser
  • Neue Begleiter in leidvoller Zeit: Max Kommerell und Johann Anton
  • Prophetie des Neuen Reichs und innere Konflikte
  • Der überforderte ‚Meister‘: Politik, Nationalsozialismus und Juden
  • Opportunismus und Haltung: Kurt Hildebrandt und Ernst Kantorowicz
  • Minusio: Mit der ‚Zuckernen‘ unter einem Dach
  • Epilog
  • Nachbemerkung
  • Endnoten
  • Siglenverzeichnis
  • Ausgewählte Literatur
  • Index
  • Über den Inhalt
  • Über den Autor
  • Back Cover

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