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Die Grenze

Was uns verbindet, indem es trennt. Nachdenken über ein Paradox der Moderne

Marianne Gronemeyer

Diese Publikation zitieren

Marianne Gronemeyer, Die Grenze (2018), oekom verlag, München, ISBN: 9783962384852

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Seit Menschengedenken arbeiten wir uns an ihnen ab: Kinder loten ihre Grenzen aus, Ländergrenzen werden umkämpft und vor »Eindringlingen« geschützt, und die Medizin zögert die letzte aller Grenzen, den Tod, immer weiter hinaus.

Doch je mehr wir versuchen, Grenzen zu überwinden und aufzulösen, desto stärker kehren sie zurück: sei es in Form von »Grenzwerten«, sei es in Form von »Obergrenzen« des vermeintlich Zumutbaren. An den Grenzen scheiden sich die Geister. Entgrenzung und neue Grenzsetzungen überlagern sich in einem paradoxen Durcheinander. Welche Grenzen sind sinnvoll, welche nicht?

In einem Rundgang durch unsere Kultur lotet Marianne Gronemeyer aus, wie Grenzen zustande kommen, was sie bedeuten – und was sie uns darüber sagen, wer wir sind.

Beschreibung

Marianne Gronemeyer ist Autorin von Bestsellern wie 'Das Leben als letzte Gelegenheit' und 'Die Macht der Bedürfnisse'. Die ehemalige Professorin für Erziehungs- und Sozialwissenschaften beschäftigt sich in ihren Publikationen mit der Versäumnisangst des modernen Menschen und plädiert für ein friedvolles Nebeneinander von Verschiedenheit und Vielfalt. Sie erhielt 2011 den renommierten Salzburger Landespreis für Zukunftsforschung.

Inhaltsverzeichnis

  • Die Grenze
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Einleitung: Das Geheimnis der Grenze
  • 'Grenze' – ein Begriff, viele Bedeutungen
  • "Grenzgulasch" – oder die zweifelhafte Autorität von Grenzwerten
  • Die gemachte und die erkannte Grenze
  • Hüben und Drüben – oder die Verhältnismäßigkeit der Grenze
  • Kapitel 1: Drinnen und Draußen
  • Von drauß’ vom Walde komm ich her …
  • "Wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es …"
  • Herein oder hinaus?
  • Die Konterbande
  • Die Schwelle als Ort der Verzögerung
  • Drinnen und Draußen gibt es nicht
  • Das leere Behältnis – zur Definitionskraft der Dinge
  • Kapitel II: Schwellen – Türen – Wände
  • Über Schwellen kann man stolpern – und das sollte man auch
  • Mit der Tür kann man ins Haus fallen – aber das sollte man nicht
  • Wenn Türen sich öffnen wie von Geisterhand
  • Vom Verschwinden der Gegen-Stände
  • Barrierefreiheit – und die allgemeine Mobilmachung
  • Kapitel III: Wachsen und Lernen – zwei Grenzerfahrungen
  • Kultur bedeutet: Knappheit vermeiden
  • Ingenieursfantasien und Lebenskunst
  • Wollen, was uns zerstört
  • Die Illusion der Innovation
  • Limits to Growth – No limits to learning
  • Antizipatorisches Lernen und die Verachtung des Gewesenen
  • Innere Ressourcen und der Weg der Verödung
  • Vom Nutzen der Brache
  • Allgemeine Mobilmachung in Sachen Lernen
  • Krieg gegen Subsistenz
  • Kapitel IV: Grenzenlose Grenzwerte
  • Vom Schwinden der Wirklichkeit
  • Analytische Neugier und die Liebe zum Toten
  • Grenzwerte als Politikersatz
  • Grenzwerte sind Chefsache und steigern die Umsätze
  • Kryptokatastrophen
  • Um Werte lässt sich trefflich streiten
  • Nackte Zahlen
  • Zahlengeflüster in der Blackbox
  • Öffentliche und heimliche Agenda
  • Entscheidungen angesichts des Unentscheidbaren
  • Die Suche nach dem Anderen
  • Kapitel V: Grenzen wahren
  • Schlechte Mittel korrumpieren gute Zwecke
  • Besser ist nicht besser als gut
  • Verlorene Orte
  • Grenzschwund
  • Grenzgängereien
  • Kapitel VI: Ankunft ohne Zukunft
  • "Wir schaffen das!"
  • Die Revolution der Reichen
  • Willkommenskultur und der Zwang zur Integration
  • Kapitel VII: Wir und die Anderen
  • Wen meine ich, wenn ich 'wir' sage?
  • Wenn wir 'und' sagen – aber 'oder' meinen
  • Die Anderen und das Jenseits der Grenze
  • Grenzen setzen heißt Grenzen verletzen
  • Ich und Du
  • Anmerkungen
  • Literatur
  • Über die Autorin

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