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Gerichts- und Behördendolmetschen

Prozessrechtliche und translatorische Perspektiven

Mira Kadrić

Diese Publikation zitieren

Mira Kadrić, Gerichts- und Behördendolmetschen (2018), facultas.wuv - Maudrich, 1050 Wien, ISBN: 9783990307014

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Das Gerichts- und Behördendolmetschen nimmt im Rechtsharmonisierungsprozess der EU eine zentrale Stellung ein. Zum
einen steigt damit das Qualitätsbewusstsein bei Behörden und Gerichten, zum anderen wächst angesichts anhaltender Migrationsströme die Nachfrage nach Dolmetschleistungen für immer neue Sprachen.
Ausgehend von supranationalen rechtlichen Garantien und Grundsätzen – Menschenrechtskonvention und EU-Richtlinien – und nationalen gesetzlichen Regelungen werden in diesem Buch die Grundlagen und Strategien des translatorischen Handelns systematisch dargestellt und durch Beispiele aus der behördlichen und gerichtlichen Praxis illustriert. Daran anknüpfend entwickelt die Autorin Vorschläge für eine spezifische Ausbildung im Bereich des gerichtlichen und behördlichen Dolmetschens, die den sich verändernden Sprachenbedarf berücksichtigt.
Ein interdisziplinärer Ansatz erlaubt es, die rechts- und dolmetschwissenschaftlichen Grundlagen anschaulich zu verknüpfen.

Beschreibung

Mira Kadrić-Scheiber ist seit 2011 Professorin für Dolmetschwissenschaft und Translationsdidaktik an der Universität Wien und leitet den postgradualen Universitätslehrgang „Dolmetschen für Gerichte und Behörden“.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Mira Kadric: Gerichts- und Behördendolmetschen
  • Impressum
  • Vorwort
  • Inhalt
  • 1 Konstitutionalisierung des gerichtlichen und behördlichen Dolmetschens
  • 1.1 Zusammenwirken von Translation und Recht
  • 1.2 Transdisziplinarität
  • 2 Kommunikative Garantien in Europa
  • 2.1 Supranationale Garantien
  • 2.2 Recht der Europäischen Union
  • 2.3 Die europäische Grundrechtecharta
  • 2.4 Richtlinien des Europäischen Parlaments und des Rates
  • 2.5 Grenzüberschreitende Fälle
  • 2.6 Nationalstaatliche Bestimmungen am Beispiel Österreichs
  • 2.7 Der institutionelle Schutz der Rechte
  • 3 Gericht und Behörde als translatorisches Handlungsfeld
  • 3.1 Vermittelte Kommunikation in Funktion
  • 3.2 Die Sicht auf Dolmetscherinnen und Dolmetscher von außen
  • 3.3 Funktionsgerechte Kommunikation und Translation
  • 3.4 Haftung der Dolmetscherinnen und Dolmetscher
  • 3.5 Allparteiisches transkulturelles Handeln
  • 2 Kommunikative Garantien in Europa
  • 4 Möglichkeiten und Grenzen der Dolmetschung am Beispiel des Strafverfahrens
  • 4.1 Beteiligte des Strafverfahrens
  • 4.2 Die strafgerichtliche Hauptverhandlung
  • 4.3 Translatorischer Handlungsrahmen im Gerichtssaal
  • 4.4 Dimensionen des Fremden im Gerichtssaal
  • 4.5 Handlungsarten am Beispiel der Hauptverhandlung
  • 4.6 Dynamisches Handlungskonzept im Gerichtssaal
  • 4.7 Handlungswissen und Funktionsgerechtigkeit: Möglichkeiten und Grenzen
  • 5 Funktion der Dolmetscherinnen und Dolmetscher im rechtlichen Gefüge
  • 5.1 Rolle der Dolmetscherinnen und Dolmetscher
  • 5.2 Sind Dolmetscherinnen und Dolmetscher Sachverständige?
  • 5.3 Anforderungen und Kompetenzen in der gerichtlichen und behördlichen Realität
  • 6 Qualifikationsprofil und Curriculum
  • 6.1 Anforderungen an die Ausbildung
  • 6.2 Anforderungen an die Didaktik
  • 6.3 Universitätslehrgang „Dolmetschen für Gerichte und Behörden“ an der Universität Wien
  • 7 Gerichts- und Behördenkommunikation in der Multiminoritätengesellschaft
  • 7.1 Die Realität versus Idealität
  • 7.2 Handlungsspielraum der Dolmetscherinnen und Dolmetscher
  • Bibliografie
  • Anhang
  • Abkürzungsverzeichnis
  • _GoBack

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