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Verhandelte Erinnerungen

Der Umgang mit Ehrungen, Denkmälern und Gedenkorten nach 1945

Diese Publikation zitieren

Matthias Frese(Hg.), Marcus Weidner(Hg.), Verhandelte Erinnerungen (2017), Verlag Ferdinand Schöningh, 33098 Paderborn, ISBN: 9783657787982

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Erinnerung, Ehrung und Politik beschreiben einen Spannungsbogen, der viele Auseinandersetzungen um Gedenkstätten, Denkmäler, Erinnerungsplätze und Namensgeber von Preisen, Gebäuden oder Straßen kennzeichnet.Diese "Erinnerungsmedien" verweisen auf die Zeit ihrer Einrichtung und auf die Erinnerungsziele der Gruppen und Institutionen, die eine solche Gedenkstätte oder Benennung durchgesetzt haben. Zugleich markieren sie das offizielle Gedächtnis einer Stadt oder einer Organisation. Hingegen greifen Änderungen und Zusätze, die durch Umwidmungen oder Neuausrichtungen hervorgerufen werden, in dieses offizielle Gedächtnis ein und spiegeln damit aktuelle Vergangenheitspolitik – begleitet von zum Teil vehementen Konflikten innerhalb der Stadtgesellschaft oder zwischen den beteiligten Gruppen. Solche Konflikte untersuchen die Beiträge des Bandes anhand von lokalen und regionalen Vorgängen in Westfalen im Vergleich mit anderen Regionen und Ländern seit 1945.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Matthias Frese/Marcus Weidner: Verhandelte Erinnerungen: Einleitung
  • 1. Denkmäler und Gedenkorte
  • Kirsten John-Stucke: Auseinandersetzungen um Denkmäler und Gedenkorte in Westfalen
  • Christoph Laue: Vom Täter- zum Gedenk- und Lernort: Der Zellentrakt im Herforder Rathaus
  • Jens Hahnwald: Das „Massaker im Arnsberger Wald“ und die Last der Erinnerung
  • Jörg Militzer: Denkmallandschaft Porta Westfalica – zwischen Kaiser, Kriegsrüstung und KZ
  • Stephan Scholz: Gesten der Anerkennung oder Instrumente der Geschichtspolitik? Gesellschaf
  • 2. Personen in der öffentlichen Ehrung
  • Petra Spona: Ehrungen von Personen und kommunale Repräsentation
  • Marcel Oeben: Was tun mit unliebsamen Ehrungen? Das Beispiel Bürgermeister Wilhelm Gräfer in Lemgo
  • Christoph Spieker: Paul Wulf und die späte Resonanz eines Außenseiters
  • Franz-Werner Kersting: Der Psychiater Hermann Simon im erinnerungskulturellen Kontext
  • Terry Swartzberg: Individuals commemorate individuals: Gunter Demnig, Stolpersteine and the advent of a democracy of remembrance in Germany
  • Ulrike Schrader: Die „Stolpersteine“ oder: Von der Leichtigkeit des Gedenkens – Einige kritische Anmerkungen
  • 3. Revision von Straßennamen
  • Saskia Handro: Historische Orientierung gesucht! Straßennamendebatten als Forschungsgegenstand und geschichtskulturelle Praxis
  • Alfons Kenkmann: „Anstößige Krieger“ unter dem „Diktat des Zeitgeistes“? Widmungsgetümmel in Münster
  • Dietmar von Reeken: Heyl, Hindenburg, Hinrichs. Oldenburger Konflikten um Sraßennamen zwischen Vergangenheitsdeutung, Wissenschaft und Politik
  • Florian Wenninger: Kommunalpolitische Handlungsspielräume im Umgang mit belasteten Straßennamen. Das Beispiel Österreich
  • 4. Künstlerische Interventionen
  • Wolfram P. Kastner: (Un)sichtbare Geschichte − oder: damit kein Gras über die Geschichte wächst
  • Autorinnen und Autoren

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