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Soldat ohne Befehl

Ernst von Salomon und der Soldatische Nationalismus

Gregor Fröhlich

Diese Publikation zitieren

Gregor Fröhlich, Soldat ohne Befehl (2017), Verlag Ferdinand Schöningh, 33098 Paderborn, ISBN: 9783657787388

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Diese Biographie Ernst von Salomons (1902–1972) zeichnet den Lebensweg eines der umstrittensten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts nach. Salomon verkörpert wie nur wenige die wilhelminische Jugend, welche nach 1918 eine Welt im Umbruch erfuhr.Die soziale Desintegration des preußischen Kadettenschülers steigerte sich nach Kriegserfahrung in den Freikorps zu einer erbitterten Feindschaft gegen die Weimarer Republik. Auch nach Haftstrafen aufgrund der Ermordung Walther Rathenauss blieb die antiliberale Geisteshaltung als weltanschaulicher Kompass für Ernst von Salomon bestehen. Das Psychogramm Salomons gibt Einblicke in die abgeschottete Welt der militanten Verschwörer der 1920er Jahre und die sozialen Mechanismen, welche nötig waren paramilitärische Kriegerbünde aufrechtzuerhalten. Terror und Gewalt waren hierfür ebenso Kennzeichen wie das Sehnen nach einem Leben in Funktion. So bleiben Salomons Romane Zeugen eines literarischen Projekts der antimodernen Moderne.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • 1. Die Krise als Signum
  • 2. Martis et Minervae alumnis
  • 2.1. Die Bildung einer soldatischen Männergemeinschaft
  • 2.2. Fazit: Ein prämoderner Kosmos
  • 3. Untergang einer Ordnung
  • 3.1. Das Trauma der Niederlage
  • 3.2. Die Begegnung mit der Front
  • 3.3. Die Wanderer ins Nichts
  • 4. Vom Soldaten zum Landsknecht
  • 4.1. Der Kampf um das Reich
  • 4.2. Ein Fremder im Traumland: Zur Verschränkung von Gewalt nach 1918
  • 4.3. Die Reiter gen Osten
  • 5. Die Transformation des Soldatischen
  • 5.1. Der Typus des Landsknechts
  • 5.2. »Front« marschiert gegen »Heimat«: Die geistige Sezession
  • 5.3. Massen
  • 5.4. Frontsozialismus
  • 5.5. Fazit: Die Entgrenzung des Soldaten
  • 6. Der Weg in den Untergrund
  • 6.1. Stillstand
  • 6.2. Antiwestliches und antiliberales Denken als Grundlage von Salomons politischem Verständnis
  • 6.3. Der Kapp-Putsch: Griff nach der Souveränität
  • 6.4. Die Übernahme des Revolutionsgedankens
  • 7. Terror
  • 7.1. Terror nach außen: Die Ermordung Walther Rathenaus
  • 7.2. Terror nach innen: Die Fememorde
  • 8. Die Krise des soldatischen Selbstverständnisses
  • 8.1. Der Humor der Gescheiterten: Salomons Zwischenspiel in der Landvolkbewegung
  • 8.2. Die Kapitulation: Ernst von Salomon im Dritten Reich
  • 9. Zwischen Krieg und Frieden
  • 9.1. Anklage und Selbstanklage
  • 9.2. Das Unzeitgemäße des Soldatischen
  • 9.3. Nationaler Pazifismus als antiwestliche Strategie
  • 10. Ein Leben ohne Funktion?
  • 11. Bibliographie
  • 12. Personenregister

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