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Deutschsprachige Migranten in Buenos Aires

Geteilte Erinnerungen und umkämpfte Geschichtsbilder 1910–1932

Franka Bindernagel

Diese Publikation zitieren

Franka Bindernagel, Deutschsprachige Migranten in Buenos Aires (2018), Verlag Ferdinand Schöningh, 33098 Paderborn, ISBN: 9783657787821

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Deutsche Migrantinnen und Migranten in Argentinien: Ein historischer Beitrag zur Migrationsdebatte.Deutsche, österreichische sowie schweizer Einwanderinnen und Einwanderer bildeten eine heterogene Gemeinde im Herzen der Metropole Buenos Aires. Sie entwickelten eine gemeinsame Erinnerungskultur, die ihnen Orientierung und Identität gab. Doch sie stritten auch aufgrund unterschiedlicher politischer Überzeugungen über verschiedene Deutungen der Geschichte. Die Autorin lässt die Prozesse der Aneignung von Geschichtsbildern innerhalb der Migrantengemeinde, die Entwicklung einer Meistererzählung und das Scheitern von geschichtspolitischen Projekten deutlich werden. Trotz vieler Bezüge zu den Herkunftsländern der Einwanderinnen und Einwanderer war ihre Erinnerungskultur stark von den Gegebenheiten in Argentinien und der Heterogenität ihrer Gemeinde abhängig.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Impressum
  • INHALT
  • VORWORT
  • EINLEITUNG
  • 1. SOZIALE STRUKTUREN UND HERSTELLUNG VON ÖFFENTLICHKEIT
  • 1.1. Zusammensetzung und Entwicklung der Migrantengruppe
  • 1.2. Strukturen der Gemeinde: Vereine und Schulen
  • 1.3. Strukturen der Öffentlichkeit: Presse und Publikum
  • 2. ERINNERUNGSKULTUR IM KONTEXT VON ARGENTINISCHEM UNABHÄNGIGKEITSJUBILÄUM UND DEUTSCHEM KAISERKULT 1910−1914
  • 2.1. Inszenierung der Nation zur Jahrhundertfeier 1910 und das Fiasko beim Bau des Deutschen Brunnens
  • 2.2. Kaisertreue, Heimatliebe und sozialistische Demonstration: Feiertage mit transnationalen Bezügen
  • 2.3. Die Jahrhundertfeier der ›Völkerschlacht‹ 1913 und die erste Großveranstaltung der Gemeinde
  • 2.4. Rezeption und Aneignung argentinischer Nationalgeschichte und Erinnerungskultur
  • 3. KRISENERFAHRUNG, FEINDBILDER UND RASSISMUS: ZUM WANDEL DER ERINNERUNGSKULTUR IM ERSTEN WELTKRIEG
  • 3.1. Die politisierte Deutung der argentinischen Geschichte unter dem Eindruck des Wirtschaftskriegs
  • 3.2. »Deutsche Volksgenossen! Teure Waffenbrüder!« – Kaiserfeiern in Zeiten der Krise und die Rolle Robert Lehmann-Nitsches
  • 4. DIE HISTORISCHE POSITIONIERUNG DER GEMEINDE: ENTWICKLUNG EINER EIGENSTÄNDIGEN GESCHICHTSSCHREIBUNG
  • 4.1. Erste Phase: Frühe Geschichtsschreibung und Herausbildung einer Meistererzählung 1884–1914
  • 4.2. Zweite Phase: Intensivierung der Geschichtsschreibung seit 1914
  • 5. UMKÄMPFTE GESCHICHTSBILDER UND POLITISCHE POLARISIERUNG NACH DEM ERSTEN WELTKRIEG
  • 5.1. Inszenierung des Totengedenkens und Errichtung des Kriegerdenkmals in einem multiethnischen Umfeld
  • 5.2. Nationalistische Agitation und demonstrative Abgrenzung: Der Deutsche Tag und die neuen Feiern des antirepublikanisch-rechten Lagers
  • 5.3. »Die Sozialdemokratie triumphierte«: Der Weimarer Verfassungstag und die Feiern des republikanisch-sozialistischen Lagers
  • 6. DIFFERENZIERUNG DER ERINNERUNGSKULTUR IN DEN 1920ER JAHREN
  • 6.1. Neue Perspektiven: Globales Bewusstsein und verstärkter Heimatdiskurs
  • 6.2. Neue Medien: Emotionale Reaktionen im Kino und deutsche Lieder im Radio
  • 7. ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT
  • 8. ANHANG
  • 8.1. Abkürzungsverzeichnis
  • 8.2. Verzeichnis der Abbildungen
  • 8.3. Quellenverzeichnis
  • 8.4. Literaturverzeichnis
  • 8.5. Personenregister

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