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Camerarius Polyhistor

Wissensvermittlung im deutschen Humanismus

Diese Publikation zitieren

Thomas Baier(Hg.), Camerarius Polyhistor (2017), Narr Francke Attempto, 72070 Tübingen, ISBN: 9783823391098

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Die bisherige Camerarius-Forschung hat einerseits einen deutlich philologischen Schwerpunkt und hat es andererseits bisher nicht vermocht, unterschiedliche Wissenschaftsgebiete, auf denen der Humanist tätig war, fruchtbar miteinander zu verknüpfen. In diese Lücke stößt der vorliegende Sammelband. Nicodemus Frischlin charakterisiert Camerarius in seiner Komödie Julius Redivivus (entstanden 1585) als zweiten Varro, zweiten Theokrit, zweiten Polybius, als großen, erhabenen und gedankenreichen Redner sowie als gefälligen Dichter (VV. 12651267). In diesem Elogium werden nicht nur einige Disziplinen des Universalgelehrten mit je einem herausragenden antiken Vertreter benannt, sondern es kommt auch die deutliche Prägung des Humanisten durch die Rhetorik zum Ausdruck. Er selbst hatte die Auffassung vertreten, das Sprachstudium helfe beim Verstehen aller Künste, Begriffe seien nicht zur Erklärung von Dingen da, sondern aus den Dingen deduktiv hergeleitet. Seine rhetorische Methode steht im Zentrum des Bandes.

Beschreibung / Abstract

Die bisherige Camerarius-Forschung hat einerseits einen deutlich philologischen Schwerpunkt und hat es andererseits nicht vermocht, unterschiedliche Wissenschaftsgebiete, auf denen der Humanist tätig war, fruchtbar miteinander zu verknüpfen. In diese Lücke stößt der vorliegende Sammelband. Nicodemus Frischlin charakterisiert Camerarius in seiner Komödie Julius Redivivus (entstanden 1585) als zweiten Varro, zweiten Theokrit, zweiten Polybius, als großen, erhabenen und gedankenreichen Redner sowie als gefälligen Dichter (VV. 12651267). In diesem Elogium werden nicht nur einige Disziplinen des Universalgelehrten mit je einem herausragenden antiken Vertreter benannt, sondern es kommt auch die deutliche Prägung des Humanisten durch die Rhetorik zum Ausdruck. Er selbst hatte die Auffassung vertreten, das Sprachstudium helfe beim Verstehen aller Künste, Begriffe seien nicht zur Erklärung von Dingen da, sondern aus den Dingen deduktiv hergeleitet. Seine rhetorische Methode steht im Zentrum des Bandes.

Beschreibung

Prof. Dr. Thomas Baier ist Inhaber des Lehrstuhls für Klassische Philologie (Latinistik) an der Universität Würzburg.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Vorwort
  • Thomas Baier, Marion Gindhart, Joachim Hamm, Sabine Schlegelmilch, Ulrich Schlegelmilch (Würzburg)
  • Opera Camerarii. Eine semantische Datenbank zu den gedruckten Werken von Joachim Camerarius d.Ä. (1500 – 1574)
  • Camerarius als Pädagoge
  • Jochen Walter (Mainz)
  • Nicholas A. E. Kalospyros (Athen)
  • Thomas Baier (Würzburg)
  • Marc Steinmann (Gießen)
  • Camerarius als Gräzist und Übersetzer
  • Joachim Camerarius als Defensor Herodoti: Die Widerlegung Plutarchs und der Zweck der Geschichte*
  • Camerarius and Sophocles
  • Joachim Camerarius and Xenophon’s Cyropaedia
  • Lisa Sannicandro (München)
  • Camerarius und Divination
  • Marion Gindhart (Würzburg / Mainz)
  • Dominik Berrens (Mainz)
  • Manuel Huth (Würzburg)
  • Briefe
  • Ulrich Schlegelmilch (Würzburg)
  • Matthias Dall’Asta (Heidelberg)
  • Camerarius und das Fremde
  • Peter Kasza (Szeged)
  • Michael Fontaine (Ithaca)
  • Register

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