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Glaube, Vernunft und Charakter

Virtue Epistemology als religionsphilosophische Erkenntnistheorie

Andreas Koritensky

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Andreas Koritensky, Glaube, Vernunft und Charakter (2017), W. Kohlhammer Verlag, 70565 Stuttgart, ISBN: 9783170344747

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Beschreibung

DDr. Andreas Koritensky lehrt Religionsphilosophie und Philosophiegeschichte an der Hochschule für Philosophie München.

Beschreibung

Die Rolle epistemischer Tugenden bei der Überzeugungsbildung wurde in der Erkenntnistheorie lange vernachlässigt. Dies gilt auch für die Analyse des Glaubens. Diese Arbeit greift dazu auf aktuelle Ansätze der Erkenntnistheorie zurück, die als Virtue Epistemology firmieren und eine neue Lösung des Problems anbieten. Epistemische Begriffe müssen demnach nicht allein kognitiv, sondern auch bezogen auf Eigenschaften und Dispositionen des erkennenden Subjekts untersucht werden, nämlich auf Haltungen und Charakterzüge, die zur Bildung von Überzeugungen führen. Dabei werden einerseits die religionsphilosophischen Potenziale der Virtue Epistemology bei der Analyse des Glaubensbegriffs ausgeleuchtet, andererseits die Fokussierung auf die rein intellektualistische Rechtfertigung religiöser Überzeugungen korrigiert, so dass eine Pluralität der Formen der Überzeugungsbildung aufscheint, bei der auch epistemische Tugenden eine unverzichtbare Rolle spielen. Hierdurch wird die Zusammengehörigkeit von Glauben und Lebenshaltung, Epistemologie und Anthropologie deutlich gemacht.

Inhaltsverzeichnis

  • Deckblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung
  • 1. Glaubensfragen
  • 1.1 Glaube und Rechenschaft am Beispiel des Ersten Petrusbriefes
  • 1.2 Eine kleine Typologie der Glaubenskrisen
  • 1.3 Welche Art(en) der Rechenschaftslegung brauchen wir heute?
  • 2. Glaube und Vernunft als Problem der philosophischen Erkenntnistheorie
  • 2.1 Vom intellektuellen Sebstvollzug zur legitimierenden Begründung
  • 2.2 Rationale Rechtfertigung von „religiösen Überzeugungen“
  • 3 Die Notwendigkeit einer erkenntnistheoretischen Neuorientierung
  • 3.1 Die Überwindung der Isolation der Vernunft
  • 3.2 Tugend und Erkenntnis – eine Wiederentdeckung
  • 4. Phänomenologie der Überzeugungsbildung
  • 4.1 Die vielfältigen Dimensionen von Überzeugungen
  • 4.2 Verfahren der Überzeugungsbildung: „Doxastische Praktiken“
  • 4.3 Lokalisierungsfragen: Überzeugung und Konstitution des Subjekts
  • 5. Epistemisch relevante Tugenden
  • 5.1 Identität und die Einheit des Charakters
  • 5.2 Der Begriff der Tugend
  • 5.3 Die Entfaltung in Einzeltugenden
  • 6. Die Bewertung von Überzeugungen
  • 6.1 Die Fragestellung
  • 6.2 Erkenntnis und Wert
  • 6.3 Epistemische Güter
  • 6.4 Die Vielfalt epistemischer Ideale
  • 7. Religiöse Überzeugung und christlicher Glaube
  • 7.1 Die Aufgabenstellung
  • 7.2 Christlicher Glaube und christliches Leben
  • 7.3 Statik und Dynamik im christlichen Überzeugungssystem
  • 7.4 Die Vielfalt religiöser Überzeugung
  • 8. Die Bewertung religiöser Überzeugungsbildung im Christentum
  • 8.1 Wie sind die Wertmaßstäbe christlicher Überzeugungsbildung zu suchen?
  • 8.2 Pluralität der epistemischen Ideale im Christentum
  • 8.3 Das Ideal des Glaubens
  • 8.4 Das Ideal der Theologie
  • 8.5 Das Ideal (christlicher) Weisheit
  • 9. Virtue Epistemology in der Religionsphilosophie
  • 9.1 Typen und Ziele der rationalen Rechenschaftslegung
  • 9.2 Die Bedeutung der Virtue Epistemology
  • 9.3 Religionsphilosophischer Ertrag
  • Literatur
  • Register
  • Personenregister
  • Sachregister

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