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Tunesische Transformationen

Feminismus - Geschlechterverhältnisse - Kultur. Tunesisch-deutsche Perspektiven

Diese Publikation zitieren

Steffi Hobuß(Hg.), Moez Maataoui(Hg.), Ina Khiari-Loch(Hg.), Tunesische Transformationen (2019), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839444368

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Die tunesische Gesellschaft stand vor allem während der Revolution von 2011 im Fokus europäischen Interesses. Doch wie haben sich die Kultur und vor allem die Geschlechterverhältnisse dort überhaupt entwickelt?
Diesen Fragen geht der Band mit zwei Blickrichtungen nach: Zum einen wird die Transformation der Geschlechterverhältnisse in der Geschichte Tunesiens seit der Unabhängigkeit, der Diktatur und der Revolution 2011 bis zur Gegenwart analysiert. Zum anderen werden auf theoretisch-begrifflicher Ebene Transformationen des Feminismus und der Geschlechterbegriffe von einem Denken der Differenz und einer Politik der Repräsentation hin zu neueren dekonstruktiven und postkolonialen Gendertheorien erforscht. Betrachtet werden dabei vor allem die Bereiche der Künste, der Populärkultur sowie der Mode als wesentliche Medien der Transformation.

Beschreibung

Steffi Hobuß (Dr. phil.), geb. 1964, lehrt und forscht an der Leuphana Universität Lüneburg und leitet dort das Leuphana College. Sie studierte Philosophie und Germanistik und promovierte in Philosophie an der Universität Bielefeld mit einer Arbeit über Wittgenstein. Für ihre Lehre wurde sie 2009, 2011 und 2015 mit Preisen ausgezeichnet und war 2010 Gastprofessorin an der Karlstads Universitet, Schweden. Sie habilitiert zur Theorie der visuellen Wahrnehmung bei Platon und Aristoteles.
Ina Khiari-Loch (M.A.) ist Assistentin am Institut Supérieur des Sciences Humaines Medenine, Tunesien, im Fachbereich Angewandtes Deutsch und Deutsche Sprache und Literatur. Sie promoviert an der Georg-August-Universität Göttingen.
Moez Maataoui (Dr. phil.), geb. 1975, lehrt in Tunesien an den Universitäten Tunis, Gafsa und Manouba. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Politolinguistik, Phraseologie und Kontrastive Linguistik (Arabisch/Deutsch).

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Transformation – Kultur – Geschlecht
  • Postkoloniale Ansätze zu Geschlecht aus
  • Soumaya Mestiri im Gespräch über ihr Buch »Décoloniser le féminisme«
  • Die Revolution im Lichte des dekolonialen Feminismus
  • Komplementarität oder Geschlechtergleichheit: Über die Debatte zur neuen tunesischen Verfassung 2014
  • Krise der Männlichkeit
  • Die Transformation von Geschlechterverhältnissen im postrevolutionären Tunesien
  • Feminismus/Staatsfeminismus in Tunesien: Geschichte, Erbe und Folgen
  • Die tunesische Frauenbewegung und der Kampf um die Frauenrechte
  • Der staatliche Frauendiskurs in Tunesien in der Ära Ben Ali: Wandel und Kontinuitäten am Beispiel der Zeitschrift InfoCREDIF
  • Geschlecht in Tunesien in öffentlichen Diskursen und sprachlichen Alltagspraktiken
  • Geschlechterkonstruktionenin Verpackungsaufschriften von Haushaltspflegeprodukten
  • Äußerungen zum Thema ›Frau‹ im tunesischen Pressediskurs nach 2010/2011
  • Performative Initiativen, Öffentlicher Raum, Karneval
  • Deutsche Perspektiven auf Geschlecht in Tunesien
  • Transformation repräsentativer Ordnungen?
  • Genderspezifische Förderung durch deutsche politische Stiftungen in Tunesien: eine Bestandsaufnahme
  • Zeitgenössische Protestmusik und Geschlecht in Tunesien – journalistische und wissenschaftliche Erzählungen
  • Geschlechterverhältnisse in Kunst, Literatur und Film
  • Frauenfiguren und Geschlechterverhältnisse in Shukri Mabkhouts Debütroman Ettalyani
  • Narration und Geschlecht in ausgewählten Erzählwerken der tunesischen Autorinnen Amel Mokhtar und Hayat Rais
  • Erinnerung, Dezentrierung und die Überschreitung von Geschlechtergrenzen in Rochdi Belgasmis Tanzperformance Oueld Jellaba
  • Genderperspektiven im tunesischen Film
  • Kunst in Transformation – das Dream City-Festival als Heterotopie
  • Autor*innen

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