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Zwangsverheiratung als soziale Norm?

Ahmet Toprak

Diese Publikation zitieren

Ahmet Toprak, Zwangsverheiratung als soziale Norm? (2017), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1438-5295, 2018 #01, S.12

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Auch unter den meisten Muslimen in Deutschland beruht die Eheschließung auf der romantischen Liebesbeziehung. Aber neben der arrangierten Ehe, in der die beiden Heiratswilligen einer Eheschließung zustimmen, gibt es die Form der Zwangsverheiratung, die in der deutschen Öffentlichkeit kontrovers und emotional diskutiert wird. Genaue Zahlen und Daten zu dem Thema Zwangsverheiratung liegen nicht vor. Aber das Thema Zwangsverheiratung wird nicht nur in den Feuilletons und in Romanen behandelt, sondern auch in wissenschaftlichen Publikationen (Straßburger 2003, Toprak 2010, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2007, Sütcü 2009, Eisenrieder 2009). Jedoch nicht nur in der öffentlichen Wahrnehmung wird die arrangierte Ehe mit der Zwangsverheiratung gleichgesetzt. Auch einige wissenschaftliche Beiträge unterscheiden nicht zwischen den verschiedenen Formen (Kelek 2007, 93), während die Abgrenzung in anderen Beiträgen essenziell ist (Straßburger 2007, 73). Hier zeigt sich, wie schwer diese Grenze zu ziehen ist, denn häufig ist der Übergang zwischen der arrangierten Ehe und der Zwangsverheiratung fließend.

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