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Zur Rolle der Allgemeinen Didaktik in der Waldorfpädagogik

Wilfried Sommer

Diese Publikation zitieren

Wilfried Sommer, Zur Rolle der Allgemeinen Didaktik in der Waldorfpädagogik (2017), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 2191-8325, 2017S.1

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

In der Waldorfpädagogik bildet das didaktische Modell des Epochenunterrichtes einen fächerübergreifenden allgemeindidaktischen Rahmen. Als Epoche wird ein Blockunterricht von drei bis vier Wochen mit täglich mindestens zwei Schulstunden im selben Unterrichtsfach bezeichnet. Dort herrscht ein phänomenologischer Un-terrichtsansatz vor. Er geht von konkreten Einzelbeispielen hoher Wirklichkeitsdichte aus, die zugleich auf ein Allgemeines und Gesetzmäßiges weisen. Er steht damit dem exemplarischen Vorgehen Klafkis und Wagenscheins nahe.

Der Ansatz wird für je ein Beispiel aus den Fächern Geschichte und Physik mit seiner dreiteiligen Phasenstruktur vorgestellt. Zugleich werden die mit ihm verbundenen an-thropologischen Argumentationslinien Steiners diskutiert, durch Konzepte der phäno-menologischen Anthropologie kontrastiert und auf die kategoriale Bildung Klafkis be-zogen, um so die bildungstheoretische Position der Waldorfpädagogik auszudifferen-zieren.

Hinzu tritt die Ereignishaftigkeit von Lehr-Lern-Prozessen, die einen programmati-schen Anspruch im Epochenunterricht darstellt. Sie wird unter der Perspektive eines performativen Blicks ausgelotet und dabei insbesondere zu der von Fischer-Lichte entwickelten Ästhetik des Performativen bzw. zur Performativität in Beziehung ge-setzt. Vor diesem Hintergrund werden Fragen der Partizipation und Authentizität in den Bildungsvorgängen des Epochenunterrichtes diskutiert, d. h. insbesondere, wie dort in spezifischer Weise Welt eröffnet und Subjektsein konstituiert werden.

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