Schriften in 9 Bänden

Band 9: Konterrevolution und Revolte. Zeit-Messungen. Die Permanenz der Kunst

Herbert Marcuse

Diese Publikation zitieren

Herbert Marcuse, Schriften in 9 Bänden (1987), Suhrkamp Verlag, Berlin, ISBN: 9783518754986

575
Accesses
26
Quotes

Beschreibung / Abstract

Konterrevolution und Revolte, die erste der in diesem Band versammelten Schriften, erschien 1972 in einer politischen Situation, in der sich – übrigens nicht nur in den Augen der radikalen Linken, sondern auch besorgter Liberaler – das Mosaik aktueller Repressionsmaßnahmen zum Bild eines weltweit drohenden »neuen Faschismus« zusammenzufügen schien. Die grausame Verfolgung wirklicher und vermeintlicher Kommunisten in den lateinamerikanischen Militärdiktaturen, die Massaker an Oppositionellen in Südostasien, in Afrika und im Nahen Osten, die Erschießung von dreihundert durch die Straßen von Mexico City gejagten Studenten zum Auftakt der Olympischen Spiele, die militärische Niederschlagung der Gefängnisrevolten und die Erschießung der Führer der Black Panthers in den USA deuteten darauf hin, daß die westliche Welt eine neue Entwicklungsstufe erreicht habe, in der sich das kapitalistische System nur noch durch eine präventive Konterrevolution verteidigen lasse.


In dieser politischen Situation also untersucht Marcuse die strategischen Möglichkeiten und die möglichen Strategien der Neuen Linken.

Beschreibung

<p>Herbert Marcuse wurde am 19. Juli 1898 in Berlin geboren. Marcuse studierte zwischen 1918 und 1922 in Berlin und Freiburg. Nach seiner Promotion &uuml;ber den deutschen K&uuml;nstlerroman war er im Berliner Buchhandel und Verlagswesen t&auml;tig, bevor er ab 1928 sein Philosophiestudium bei Edmund Husserl und Martin Heidegger in Freiburg fortsetzte. Aufgrund von Hitlers Macht&uuml;bernahme scheiterte sein Vorhaben, bei Max Horkheimer in Frankfurt zu habilitieren. 1933 emigrierte Marcuse in die Schweiz und ein Jahr sp&auml;ter nach New York, wo er eine Stelle am ebenfalls &uuml;bergesiedelten Institut f&uuml;r Sozialforschung antreten konnte und zu einem Mitbegr&uuml;nder der Kritischen Theorie wurde. Nach dem Krieg kehrte Marcuse vorerst nicht nach Europa zur&uuml;ck und lehrte an verschieden renommierten Universit&auml;ten der USA, wo er viele seiner gro&szlig;en Werke verfasste. Sp&auml;ter lehrte er im Rahmen einer au&szlig;erordentlichen Professur auch an der Freien Universit&auml;t Berlin. Herbert Marcuse starb am 29. Juli 1979 in Starnberg.</p>

Inhaltsverzeichnis

  • [Cover]
  • [Titel]
  • [Impressum]
  • Inhalt
  • Konterrevolution und Revolte
  • Danksagung
  • 1 Die Linke angesichts der Konterrevolution
  • 2 Natur und Revolution
  • 3 Kunst und Revolution
  • 4 Schluß
  • Zeit-Messungen. Drei Vorträge und ein Interview
  • 1 Marxismus und Feminismus
  • 2 Theorie und Praxis
  • 3 Scheitern der Neuen Linken?
  • 4 USA: Organisationsfrage und revolutionäres Subjekt
  • Die Permanenz der Kunst. Wider eine bestimmte marxistische Ästhetik
  • Danksagung
  • Einleitung
  • I
  • II
  • III
  • IV
  • V
  • Schluß
  • Quellen- und Übersetzernachweis

Ähnliche Titel

    Mehr von diesem Autor