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Schriften in 9 Bänden

Band 5: Triebstruktur und Gesellschaft. Ein philosophischer Beitrag zu Sigmund Freud

Herbert Marcuse

Diese Publikation zitieren

Herbert Marcuse, Schriften in 9 Bänden (1979), Suhrkamp Verlag, Berlin, ISBN: 9783518754948

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Unsere Epoche neigt dazu, totalitär zu sein, selbst dort, wo sie keine totalitären Staaten hervorgebracht hat. Die Psychologie konnte als eine spezielle Disziplin ausgebaut und ausgeübt werden, solange die Psyche sich gegen die öffentliche Macht aufrechterhalten konnte, solange das private Dasein etwas Wirkliches darstellte, etwas, was der einzelne sich wirklich wünschte und selbst formte; hat der einzelne aber weder mehr die Fähigkeit noch die Möglichkeit, für sich selbst da zu sein, dann werden die Begriffe der Psychologie zu Begriffen der gesellschaftsformenden Kräfte, die die Psyche bestimmen. Unter diesen Umständen bedeutet die Anwendung der Psychologie auf die Analyse sozialer und politscher Vorgänge die Anwendung einer Methode, die durch eben diese Ereignisse ungültig geworden ist. Die Aufgabe besteht vielmehr in etwas völlig Entgegengesetztem, nämlich darin, die politische und soziologische Substanz der psychologischen Begriffsbildungen zu entwickeln. – Triebstruktur und Gesellschaft ist ein wesentlicher Beitrag zur Lösung eben dieser Aufgabe.

Inhaltsverzeichnis

  • [Cover]
  • [Titel]
  • [Impressum]
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Einleitung
  • Erster Teil: Unter der Herrschaft des Realitätsprinzips
  • I Die verborgene Tendenz in der Psychoanalyse
  • II Der Ursprung des unterdrückten Individuums (Ontogenese)
  • III Der Ursprung der unterdrückenden Kultur (Phylogenese)
  • IV Die Dialektik der Kultur
  • V Philosophisches Zwischenspiel
  • Zweiter Teil: Jenseits des Realitätsprinzips
  • VI Die historischen Grenzen des geltenden Realitätsprinzips
  • VII Phantasie und Utopie
  • VIII Orpheus und Narziß: zwei Urbilder
  • IX Die ästhetische Dimension
  • X Die Verwandlung der Sexualität in den Eros
  • XI Eros und Thanatos
  • Epilog: Kritik des Neo-Freudianischen Revisionismus

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