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Jenseits der Chronologie? Zeit im Museum

Kerstin Pannhorst

Diese Publikation zitieren

Kerstin Pannhorst, Ulrich Veit(Hg.), Jenseits der Chronologie? Zeit im Museum (2013), Waxmann Verlag, 48159 Münster, ISSN: 0012-7477, 2011 #2, S.239

Beschreibung / Abstract

Museen sind auf das Engste mit der Dimension Zeit verbunden. In der Ausstellungspraxis stellt das Darstellen von Zeit und von Zeitspannen eine Herausforderung dar. Dies gilt insbesondere bei Ausstellungen, die sich mit großen Zeitspannen auseinandersetzen. Bei archäologischen, menschheitsgeschichtlichen oder evolutionären Inhalten liegen die dargestellten Zeitspannen fern der Alltagserfahrung des Besuchers und sind daher nicht leicht zu begreifen, wie eine Besucherbefragung veranschaulicht. Um sich dem Thema der Zeitdarstellung zu nähern, wird von der Frage ausgegangen, wie Menschen Zeit wahrnehmen. Ein Modell aus der Kognitionswissenschaft geht davon aus, dass unser Verständnis abstrakter Begriffe wie der Zeit metaphorisch strukturiert ist. Unser Gehirn überträgt eigene, körperliche Erfahrungen auf das, was wir nicht direkt erfahren können. So sind Zeit und Raum in unserem Gehirn nicht zu trennen. Drei kognitive Metaphern der Zeit werden vorgestellt: Zeit als bestimmte Richtung, Zeit als bewegte Entität und Zeit als unbewegte Landschaft. Der Kulturvergleich veranschaulicht die Funktionsweise dieser Metaphorik. Anschließend zeigen Beispiele aus verschiedenen Ausstellungen, wie diese gedanklichen Metaphern angewandt werden. Die Beschäftigung mit diesem kognitiven Modell kann Ausstellungsmachern eine neue Perspektive auf bestehende Ausstellungen ermöglichen und hoffentlich Impulse für zukünftige Ausstellungen geben.

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