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»Forschungsgeschichte« einmal anders: Soziale, politische und ökonomische Einfl üsse auf Ausgrabungen in ältereisenzeitlichen Grabhügeln Süddeutschlands

Nils Müller-Scheeßel

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Nils Müller-Scheeßel, Ulrich Veit(Hg.), »Forschungsgeschichte« einmal anders: Soziale, politische und ökonomische Einfl üsse auf Ausgrabungen in ältereisenzeitlichen Grabhügeln Süddeutschlands (2012), Waxmann Verlag, 48159 Münster, ISSN: 0012-7477, 2011 #1, S.59

Beschreibung / Abstract

Über den sozialen und gesellschaftlichen Kontext einer grundlegenden archäologischen Tätigkeit – der Ausgrabung – ist trotz eines in den letzten Jahren verstärkten wissenschaftsgeschichtlichen Interesses noch relativ wenig bekannt. Anhand einer ursprünglich nicht wissenschaftsgeschichtlich orientierten Datensammlung zu ältereisenzeitlichen Bestattungsplätzen in Baden-Württemberg und Bayern diskutiert der vorliegende Beitrag die Ausgrabungsfrequenzen und die soziale Herkunft der Ausgräber zwischen 1800 und 2000. Es lassen sich vier Hauptphasen herausarbeiten, die stark mit großpolitischen Ereignissen und schwerwiegenden konjunkturellen Einschnitten (u.a. 1. und 2. Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise) korrelieren. Während sich die erste Ausgräbergeneration hauptsächlich aus dem adeligen oder geistlichen Milieu rekrutierte, dominieren ab 1880 Ausgräber mit einem bürgerlichen Hintergrund. Ferner wird deutlich, dass die zwischen Baden-Württemberg und Bayern bestehenden strukturellen Unterschiede auch Auswirkungen auf den Kreis der Ausgräber und ihre zeitlichen Tätigkeitsschwerpunkte hatten. Der Beitrag schließt mit methodologischen Bemerkungen zum Stellenwert fachspezifischer wissenschaftsgeschichtlicher Arbeiten von Historikern und Archäologen.

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