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Zur Geschichte und Theorie des Erzählens in der Archäologie: eine Problemskizze

Ulrich Veit

Diese Publikation zitieren

Ulrich Veit, Ulrich Veit(Hg.), Zur Geschichte und Theorie des Erzählens in der Archäologie: eine Problemskizze (2012), Waxmann Verlag, 48159 Münster, ISSN: 0012-7477, 2010 #1, S.10

Beschreibung / Abstract

Ziel dieses Beitrags ist es, eine problemorientierte Einführung in das Tagungsthema »Der Archäologe als Erzähler« zu geben. Dabei wird vorausgesetzt, dass (Prähistorische) Archäologen neben all den anderen Tätigkeiten, die gewöhnlich zu ihrem Metier gerechnet werden – wie dem Ausgraben, dem Sammeln, dem Katalogisieren, dem Kartieren und sogar dem Experimentieren – auch (und ganz wesentlich) erzählerisch tätig sind, wenn auch nicht im engeren Sinne eines literarischen Erzählens. Jedenfalls lassen Archäologen mit ihren Worten (ebenso wie mit Graphiken und Bildern, die sie produzieren) in den Köpfen ihrer Leser bzw. Zuhörer die Vergangenheit ein Stück weit wiedererstehen. Dazu ordnen sie ihre Funde und Beobachtungen in einen bestimmten Kontext ein and konstruieren Plots, die Veränderungen im Fundbild für den Außenstehenden verständlich machen. Aber auf welche Art und Weise erzählen Archäologen? Gibt es neben den etablierten Formen historischen und ethnographischen Erzählens spezifische Formen archäologischen Erzählens? Gibt es vielleicht sogar so etwas wie archäologische Meistererzählungen? Wie hat sich der Stil archäologischen Erzählens über die Zeit des Bestehens des Faches verändert? Und ist es überhaupt angemessen, dass Archäologen erzählen, oder sollten sie dies – wie bisweilen gefordert wird – denen überlassen, die sich damit besser auskennen: den Schriftstellern, Journalisten and Historikern? Diese grundlegenden Fragen werden im Beitrag kurz angerissen und mögliche Antworten skizziert.

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