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Mirakelberichte des frühen und hohen Mittelalters

Klaus Herbers, Bernhard Vogel und Lenka Jiroušková

Beschreibung

Mirakelberichte, Wundererzählungen, gehören zu der unermesslich vielfältigen Quellengattung der Hagiographie und wurden bisher – aus Misstrauen eines säkularen Zeitalters – für das Verständnis des Mittelalters viel zu wenig berücksichtigt. Klaus Herbers, einer der besten Kenner mittelalterlicher Hagiographie, hat zusammen mit einem Team von Fachleuten zwölf zum Teil erstmals erschlossene mittelalterliche Mirakelberichte übersetzt und kommentiert. Sie reichen von den ›Virtutes‹ der heiligen Gertrud, einer Tochter Pippins d. Ä., aus dem 7. Jahrhundert bis zum Gründungsbericht des Klosters S. Vicente in Lissabon aus dem ausgehenden 12. Jahrhundert. Jeder dieser zwölf Berichte ist mit einer Einleitung versehen, die einen ersten Zugang zum Text ermöglicht. Der Band bietet ein breites Spektrum früh- und hochmittelalterlicher Religiosität und Heilsvorstellungen und gewährt so Einblick in Mentalität und Vorstellungswelt aus einer ganz neuen Perspektive.

Beschreibung

Für das Verständnis der Religiosität, Mentalität und Vorstellungswelt der mittelalterlichen Menschen sind hagiographische Mirakelberichte eine hervorragende, bisher viel zu wenig genutzte Quellengattung. Die Herausgeber haben in diesem Band zwölf zum Teil bisher nicht zugängliche Mirakelberichte des 7. bis 12. Jh. zusammengestellt und jeden mit einer erläuternden Einleitung versehen.

Beschreibung

Klaus Herbers, geb. 1951, ist Professor für Mittelalterliche Geschichte in Erlangen/Nürnberg und einer der führenden deutschen Mediävisten zu den Themen Papsttum, spanische Geschichte und zum Jacobus-Kult. Bei der WBG erschienen von ihm ›Mirakelberichte des frühen und hohen Mittelalters‹ (2005), ›Pilgerwege im Mittelalter‹ (2005, zus. mit Norbert Ohler, Bernhard Schimmelpfennig u.a.) und ›Geschichte des Papsttums im Mittelalter‹ (2012).

Inhaltsverzeichnis

  • Front Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • Zur Einführung: Mittelalterliche Mirakelberichte
  • 1. Heiligkeit im Mittelalter und ihre Quellen
  • 2. Sichtung und Auswertung des Materials – Streiflichter zur Forschungsgeschichte
  • 3. Miracula – Definition, Entwicklungstendenzen und Forschungsfragen
  • 4. Zu Auswahl und Aussagemöglichkeiten der Dossiers
  • 5. Die einzelnen Dossiers und ihre Bearbeitung
  • Abkürzungs- und Siglenverzeichnis
  • Quellen- und Literaturverzeichnis
  • Mirakelberichte des frühen und hohen Mittelalters
  • 1. Gertrud von Nivelles und die Virtutes sanctae Geretrudis (7./8. Jahrhundert)
  • 2. Der heilige Hubert und die Vita Hugberti Episcopi Traiectensis (um 750)
  • 3. Die heiligen Chrysanthus und Daria und ihre Historia translationis reliquiarum (ca. 845 – 860)
  • 4. Papst Leo IV. und seine Vita im Liber pontificalis (um 850)
  • 5. Der heilige Martin von Tours und der Libellus de miraculo sancti Martini Bischof Radbods von Utrecht (Anfang des 10. Jahrhunderts)
  • 6. Der heilige Agnellus und der Libellus miraculorum sancti Agnelli des Petrus von Neapel (10. Jahrhundert)
  • 7. Der heilige Wenzel und die Passio sancti Vencezlavi martyris des Gumpold von Mantua (um 983)
  • 8. Der heilige Lunarius und die Vita Sancti Leonorii episcopi et confessoris (ca. 11. Jahrhundert)
  • 9. Der heilige Trudo und die Miracula sancti Trudonis et Eucherii (vor 1055)
  • 10. Der heilige Emmerich und die Legenda sancti Emerici ducis (frühes 12. Jahrhundert)
  • 11. Der heilige Nikolaus von Myra und die Historia de translatione sanctorum magni Nicolai, alterius Nicolai Theodorique martyris (nach 1116)
  • 12. Gründungsbericht des Klosters S. Vicente in Lissabon: Indiculum fundationis (1188)
  • Register der Orts- und Personennamen
  • Autoren und Autorinnen
  • Back Cover

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