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Kunstwerk als Handlung

Transformationen von Ausstellung und Teilnahme

Marita Tatari

Beschreibung

Das Buch zielt auf den Kern des Paradigmas gegenwärtiger Performanzforschung. Marita Tatari entwickelt eine originelle Position, die sich von jeglicher Überwindungslogik abgrenzt. Wenn der Übergang vom Drama zu neuen Kunstformen analysiert wird, so geschieht dies zumeist in Begrifflichkeiten, die epistemologisch in Fortschrittsschemata verhaftet sind. Ein Eingriff ins Urmodell des Fortschrittsverständnisses, nämlich Hegels Ästhetik, bildet den Kern des Unterfangens, das Kunstwerk in einem eigenständigen, weder sozialen noch ethischen Sinn als Handlung zu denken, mit den technologischen Bedingungen der Gegenwart zu konfrontieren und aus der Überwindungslogik herauszulösen. Peter Szondis Dramenverständnis, Friedrich Kittlers Austreibung des Geistes, Paul De Mans Dekonstruktion und andere Theorieansätze werden so relativiert und neue Perspektiven auf die Entwicklung von Kunstformen eröffnet.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Synopsis
  • Kapitel 1: Nach dem Werk?
  • Überwindung und Theaterwissenschaft
  • Die Fragestellung
  • Die bisherige Forschungsproblematik: Widerspruch und Überwindung
  • Hegel
  • Handlung
  • Theaterwissenschaft und dramatisches Werk
  • Selbstständigkeit, Selbstbezug
  • Der Zusammenhang zwischen Werk, Aufführung und ZuschauerInnen
  • Bedingungsformen eines Bezugs ohne Bezugspunkte
  • Tino Sehgals This Progress in der römischen Agora von Athen –Laurent Chétouanes BACH/PASSION/JOHANNES – Mark Lammerts Bühne in Dimiter Gotscheffs Die Perser
  • Kapitel 2: Austreibung des Geistes Emilia Galotti
  • Das Bürgertum als ästhetische Form
  • Die ästhetische Fragestellung
  • Kult und Semiotechnik
  • Mitleid und Wirkungsästhetik
  • Schicksal und Kontingenz: die Handlung
  • Die Bühne im Stück
  • Mitleid
  • Theater
  • Kapitel 3: Handlung und Drama in Hegels Ästhetik
  • Handlung und Ende der Kunst in der Hegel-Forschung
  • Freiheit des Mediums
  • Das Ideal als Begegnung
  • Heiterkeit
  • Die Handlung als Kunstwerk
  • Die Handlung als konkrete Unendlichkeit
  • Die Geschichtlichkeit der Handlung
  • Das Tragische als Prinzip des Kunstwerks
  • Situation-Handlung-Charaktere in dem der Individualität des Ideals gemäßen Weltzustand
  • Subjektivität des Kunstwerks und Selbstdifferenz
  • Gegenwärtigkeit, Lebendigkeit, Aufführung
  • Das Tragische und das Komische als Momente der Handlung
  • Die geschichtliche Entwicklung der Kunstformen
  • Wie die geschichtliche Entwicklung der Handlung betrachten?
  • Zweideutigkeit des telos
  • Handlung als Existenz des Ideals
  • Erweiterung des Dramas mit Hegels Begriff der Handlung
  • Chor, Boden, Szene: die Bühne
  • Wie das neue Drama betrachten?
  • Jenseits von Tragödie und Komödie
  • Das neue Drama: Peter Szondis Skizze
  • Die Unruhe der Form als Handlung
  • Kapitel 4
  • 4.1. Geschichte der Kunst und Technologie
  • 4.2. Die Ideologie des Ästhetischen, ihre Dekonstruktion und ihre Verschiebung
  • Kapitel 5: Ausstellung und Teilnahme
  • Kunstwerk und Ausstellung
  • Schauspiel – Affizierung – Endlichkeit: Jürgen Gosch
  • Werk-Arbeit-Handlung
  • Darstellungskrise und Raum – Laurent Chétouane
  • Verräumlichung
  • Laurent Chétouanes Das Erdbeben in Chili
  • Konfiguration
  • Sacré sacre du printemps
  • Ein Forschungsfeld für den Tanz
  • Kunstwerk und Teilnahme – Hofmann&Lindholm
  • Schlussbetrachtungen
  • Autonomie der Kunst?
  • Transformationen von Ausstellung und Teilnahme
  • Bibliographie

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