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Das deutsche Europa

Neue Machtlandschaften im Zeichen der Krise

Ulrich Beck

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Ulrich Beck, Das deutsche Europa (2012), Suhrkamp Verlag, Berlin, ISBN: 9783518737965

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Beschreibung / Abstract

1953 warnte Thomas Mann die Deutschen in seiner berühmten Hamburger Rede davor, jemals wieder nach einem »deutschen Europa« zu streben. Im Zuge der Euro-Krise ist nun jedoch genau das Realität geworden: Die stärkste Wirtschaftsmacht des Kontinents kann notleidenden Euro-Staaten die Bedingungen für weitere Kredite diktieren – bis hin zur Aushöhlung der demokratischen Mitbestimmungsrechte des griechischen, italienischen, spanischen – letztlich auch des deutschen Parlaments.
Welche Folgen die umstrittene deutsche Sparpolitik für die europäische Machtlandschaft hat, welche Lösungen im Konflikt zwischen Europaarchitekten und Nationalstaatsorthodoxen möglich sind und wie sich die Imperative der Krisenbewältigung und der Demokratie angesichts des Europa-Risikos versöhnen lassen – diesen Fragen geht Ulrich Beck in diesem leidenschaftlichen Essay nach. Er kommt zu dem Ergebnis, daß wir endlich einen Europäischen Gesellschaftsvertrag brauchen, einen Vertrag für mehr Freiheit, mehr soziale Sicherheit und mehr Demokratie – durch Europa.

Beschreibung

<p>Ulrich Beck ist einer der weltweit anerkannten Soziologen. Sein 1986 erstmals ver&ouml;ffentlichtes Buch <i>Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne </i><span>brachte ein neues Zeitalter auf den Begriff. Dieses Konzept machte ihn international und weit &uuml;ber akademische Kreise hinaus bekannt. Zwanzig Jahre sp&auml;ter erneuerte und erweiterte er seine Zeitdiagnostik in <i>Weltrisikogesellschaft. Auf der Suche nach der verlorenen Sicherheit</i> im Zeichen von Terrorismus, Klimakatastrophen und Finanzkrisen. Er war zwischen 1997 und 2002 Herausgeber der Reihe <em>Edition Zweite Moderne</em> im Suhrkamp Verlag. Zwischen 1992 und 2009 war Beck Professor f&uuml;r Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t M&uuml;nchen. </span>Von 1999 bis 2009 fungierte Ulrich Beck als Sprecher des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft&nbsp;finanzierten Sonderforschungsbereichs&nbsp;Reflexive Modernisierung. Vom Europ&auml;ischen Forschungsrat wurde Ulrich Beck 2012 ein Projekt zum Thema <em>Methodologischer Kosmopolitismus am Beispiel des </em><em>Klimawandels</em> mit f&uuml;nfj&auml;hriger Laufzeit bewilligt. Beim Weltkongress f&uuml;r Soziologie 2014 in Yokohama erhielt Ulrich Beck den Lifetime Achievement Award &ndash; For Most Distinguished Contribution to Futures Research der International Sociological Association.</p>
<p>Ulrich Beck wurde am 15. Mai 1944 in Stolp in Hinterpommern geboren. Nach seinem Studium der Soziologie, Philosophie, Psychologie und Politikwissenschaft in M&uuml;nchen promovierte er dort im Jahr 1972. Sieben Jahre sp&auml;ter wurde er im Fach Soziologie habilitiert. Sein wissenschaftliches Hauptinteresse galt dem Grundlagenwandel moderner Gesellschaften. Diese grundlegenden Ver&auml;nderungen fa&szlig;te er, neben dem Begriff des Risikos, unter anderem mit Konzepten wie Reflexiver Modernisierung, Zweite Moderne, unbeabsichtigte Nebenfolgen und Kosmopolitismus.</p>
<p>Ihm wurden mehrere Ehrendoktorw&uuml;rden europ&auml;ischer Universit&auml;ten und zahlreiche Preise verliehen.</p>
<p>Er starb am 1. Januar 2015.</p>

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Informationen Buch/Autor
  • Impressum
  • Inhalt
  • Widmung
  • Vorwort
  • Einleitung: Deutschland vor der Entscheidung über Sein oder Nichtsein Europas
  • I. Wie die Euro-Krise Europa zerreißt – und verbindet
  • 1. Die deutsche Sparpolitik spaltet Europa: Die Regierungen stimmen zu, die Bevölkerungen dagegen
  • 2. Von den Erfolgen der Europäischen Union
  • 3. Die Blindheit der Ökonomie
  • 4. Europäische Innenpolitik: Der nationalstaatlich geprägte Begriff des Politischen ist anachronistisch
  • 5. Die Krise der Europäischen Union ist keine Schuldenkrise
  • II. Europas neue Koordinaten der Macht: Wie es zum deutschen Europa kommt
  • 1. Das bedrohte Europa und die Krise des Politischen
  • 2. Die neue Machtlandschaft Europas
  • 3. »Merkiavelli«: Zögern als Zähmungstaktik
  • III. Ein Gesellschaftsvertrag für Europa
  • 1. Mehr Freiheit durch mehr Europa
  • 2. Mehr soziale Sicherheit durch mehr Europa
  • 3. Mehr Demokratie durch mehr Europa
  • 4. Die Machtfrage: Wer setzt den Gesellschaftsvertrag durch?
  • 5. Ein Europäischer Frühling?
  • Anmerkungen

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