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Gesammelte Schriften in 19 Bänden

Band 8: Engagement und Distanzierung

Norbert Elias

Cite this publication as

Norbert Elias, Michael Schröter(Hg.), Gesammelte Schriften in 19 Bänden (2003), Suhrkamp Verlag, Berlin, ISBN: 9783518732816

Beschreibung

In dieser Neuausgabe, die um die 70seitige Einleitung zur englischen Ausgabe von 1987 erweitert ist, geht es Elias um die Diagnose und Überwindung der grundlegenden Schwierigkeiten, die wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Soziologie oder der Menschenwissenschaften bisher entscheidend behindern: des eigenen emotionalen Anteils der Forscher an ihren Untersuchungsgegenständen, der sich auf ihre Modelle auswirkt, und der Dominanz der Naturwissenschaften bei der Frage dessen, was als Wissenschaft gelten soll. Die Besonderheiten gesellschaftlicher Zusammenhänge können so nicht adäquat erfaßt werden.
Deshalb entwickelt Elias ein Modell der Gegenstandstypen verschiedener Wissenschaften. Das natürlich-soziale Universum baut sich auf aus verschiedenen Integrationsebenen, auf denen jeweils zusammensetzende Einheiten lockerer oder fester und dann auf mehr und mehr Ebenen zu einer zusammengesetzten Einheit aneinandergebunden sind. Die Soziologie wird ihre Aufgabe als Orientierungsmittel in praktischen Fragen nur erfüllen können, so Elias, wenn sie ihrem Gegenstandsbereich angemessene Modelle und die entsprechenden Methoden entwickelt.

Bislang erschienen
Band 1: Frühschriften
Band 2: Die höfische Gesellschaft
Band 3.1 und 3.2: Über den Prozeß der Zivilisation
Band 4: Etablierte und Außenseiter
Band 6: Über die Einsamkeit der Sterbenden
Humana conditio
Band 7: Sport und Spannung im Prozeß der Zivilisation (mit Eric Dunning)
Band 10: Die Gesellschaft der Individuen
Band 13: Symboltheorie

Beschreibung

Norbert Elias (1897-1990) wurde am 22. Juni 1897 in Breslau geboren, wo er auch seine Kindheit verbrachte und nach dem 1. Weltkrieg Medizin und Philosophie studierte. Er promovierte bei Richard Hönigswald, wechselte bald zur Soziologie und wurde »inoffizieller Assistent« bei Karl Mannheim. 1933 floh er aus Deutschland über Paris nach England. Von 1954 bis 1962 war er Dozent für Soziologie an der Universität von Leicester, ab 1965 nahm er verschiedene Gastprofessuren unter anderem in Deutschland wahr; größere Anerkennung setzte hier aber erst mit der breiten Rezeption von Über den Prozeß der Zivilisation ein. 1977 erhielt er den Theodor W. Adorno-Preis der Stadt Frankfurt am Main. Ab 1984 ließ er sich dauerhaft in Amsterdam nieder, wo er am 1. August 1990 starb.

Inhaltsverzeichnis

  • [Cover]
  • [Titel]
  • [Impressum]
  • Inhalt
  • Einleitung
  • Teil 1
  • Teil 2
  • I. Engagement und Distanzierung
  • Zusätze 1977/78
  • Anmerkungen
  • II. Die Fischer im Mahlstrom
  • Anmerkungen
  • III. Gedanken über die große Evolution. Zwei Fragmente
  • Fragment I
  • Fragment II
  • Anmerkungen
  • Bibliographie
  • Editorische Nachbemerkung
  • Editorischer Bericht
  • Personen- und Sachregister

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