Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

(Wie) Gibt es Diskurse?

Reiner Keller

Diese Publikation zitieren

Reiner Keller, (Wie) Gibt es Diskurse? (2017), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 2195-867X, 2017 #01, S.16

Getrackt seit 05/2018

46
Downloads

Beschreibung / Abstract

Zusammenfassung: Der Beitrag expliziert das Verständnis der Wissenssoziologischen Diskursanalyse als eines rekonstruktiven Ansatzes der Diskursforschung. Mit dem Begriff der Rekonstruktion sind verschiedene Momente impliziert: Ein rekonstruktiver Ansatz muss unterstellten, dass es Diskurse als etwas zu Rekonstruierendes gibt. Er impliziert also die Annahme von "Realität". Wie es diese interessierende Realität (also Diskurse) gibt, und wie sie im Rahmen empirischer Diskursforschung erkundet werden kann, soll im ersten Hauptteil geklärt werden. Um empirische Forschung handelt es sich dann, wenn dieser Gegenstand seinerseits die Möglichkeiten seiner Rekonstruktion beeinflussen, beschränken kann. Wie dies in der WDA gedacht wird, soll im zweiten Hauptteil unter dem Begriff der Ko-Konstruktion verhandelt werden. Dabei wird die These vertreten, dass rekonstruktive Dis-kursforschung ihre Gegenstände nicht verdinglicht (reifiziert), sondern sie ganz im Gegenteil erst durch Rekonstruktion zu Anliegen von allgemeinem Belang (im Anschluss an Bruno La-tour), also ent-objektiviert werden.

Schlagwörter: Rekonstruktion, Dekonstruktion, Methodologie, Forschung, Wissen, Verdingli-chung



Abstract: The following article explicates the understanding of the Sociology of Knowledge Approach to Discourse (SKAD) as a reconstructive approach to discourse studies. The notion of reconstruction implies different aspects: a reconstructive approach needs to assume that there are discourses as an object of reconstruction. It therefore implies the assumption of a "reality". How this reality (understood as disourse) exists and how it can be investigated within the frame of empirical discourse study, will be examined in the first part of the following article. It is about empirical research, if the research object can itself influence and/or confine the possibilities of its reconstruction. How this process is conceptualized with-in SKAD shall be debated in relation to the concept of co-construction in the second part of the article. In doing so I will argue that a reconstructive discourse research does not objectify (reify) its research objects, but contrarily deobjectifies them and thereby allows these objects, via reconstruction, to become objects of general interest (in the sense of Bruno Latour).

Keywords: Reconstruction, Deconstruction, Methodology, Research, Knowledge, Reification

Mehr von dieser Ausgabe

    Ähnliche Titel

      Mehr von diesem Autor