Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Moderne Pragmatik

Grundbegriffe und Methoden

Frank Liedtke

Cite this publication as

Frank Liedtke, Moderne Pragmatik (2016), Narr Francke Attempto, 72070 Tübingen, ISBN: 9783823377764

Tracked since 05/2018

260
Downloads

Beschreibung

Pragmatik beschäftigt sich mit der Frage, wie das Verhältnis zwischen einer sprachlichen Äußerung und dem, was mit ihr ausgedrückt wird, beschrieben werden kann. Das Studienbuch bietet eine gut verständliche Darstellung der theoretischen Grundlagen und geht dabei neben den klassischen Bereichen wie Sprechakttheorie und Intentionsanalyse auch auf die Textlinguistik und Gesprächsanalyse ein. Eine zentrale Rolle spielen die neueren Entwicklungen des Fachs, v.a. die teils experimentellen Methoden der modernen Pragmatik. An Anwendungsbeispielen wie z.B. Diskussionsforen im Netz und Sprache in der Politik werden die Grundbegriffe anschaulich gemacht.

Open Access Angabe

Moderne linguistische Pragmatik ist ein Forschungsprogramm, das sich mit der Frage beschäftigt, wie das Verhältnis zwischen einer sprachlichen Äußerung und dem, was mit ihr ausgedrückt wird, beschrieben werden kann. Die Ansätze dieses Programms gehen zurück auf die Einsichten H.P. Grices, der Fälle des ironischen und metaphorischen Sprachgebrauchs systematisch beschrieben hat. Die neueren pragmatischen Forschungsansätze nehmen an, dass das Ausgedrückte auch im wörtlichen Sprachgebrauch mehr umfasst als das Gesagte. Ausgehend von dieser Annahme sollen die theoretischen Grundlagen und teils experimentellen Methoden der modernen linguistischen Pragmatik sowie einige Anwendungsfelder einführend dargestellt werden.

Beschreibung

Prof. Dr. Frank Liedtke lehrt Sprachwissenschaft am Institut für Germanistik der Universität Leipzig.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhaltsverzeichnis
  • 0. Einleitung
  • 1. Ein Gespräch führen
  • 1.1 Etwas sagen – für etwas stehen
  • 1.2 Die Architektur eines Gesprächs
  • 1.3 Multimodalität
  • 2. Eine kommunikative Intention ausdrücken
  • 2.1 Intention und Bedeutung
  • 2.2 Kontextwissen und Sprecher-Bedeutung
  • 2.3 Etablierung von Bedeutung
  • 3. Geronnene Intentionen: Sprechakte und ihre Typen
  • 3.1 Performative Äußerungen
  • 3.2 Lokutionäre, illokutionäre und perlokutionäre Akte
  • 3.3 Äußerungsakte und propositionale Akte
  • 3.4 Illokutionäre Indikatoren
  • 3.5 Eine Taxonomie der Sprechakte
  • 3.6 Performative Äußerungen – die neuere Debatte
  • 4. Die Kunst des Andeutens: Implikaturen
  • 4.1 Konversationelle Implikaturen
  • 4.2 Das Kooperationsprinzip und die Maximen
  • 4.3 Befolgung, Konflikt und Ausbeutung
  • 4.4 Generalisierte konversationelle Implikaturen
  • 5. Konventionelle Implikaturen und/oder Präsuppositionen
  • 5.1 Konventionelle Implikaturen
  • 5.2 Präsuppositionen
  • 6. Implikaturen generalisiert: Über pragmatische Idiome
  • 6.1 Skalare und klausale Implikaturen
  • 6.2 Die sprachliche Arbeitsteilung
  • 6.3 Präsumptive Bedeutung
  • 7. Pragmatische Anreicherung: Explikaturen
  • 7.1 Relevanz und Explikaturen
  • 7.2 Relevanz und Inferenz
  • 7.3 Intention und Ostension
  • 7.4 Lexikalische Pragmatik
  • 8. Implizituren oder Gesagtes?
  • 8.1 Die Nichtwörtlichkeit von Implizituren: Kent Bach
  • 8.2 Die Viefalt des Gesagten: François Récanati
  • 8.3 Was man nicht sieht, was aber trotzdem wirkt: Unartikulierte Konstituenten
  • 8.4 Experimentelle Pragmatik
  • 9. Spracherwerb als kulturelles Lernen
  • 9.1 Gemeinsame Aufmerksamkeit
  • 9.2 Intentionale Angebote von Artefakten
  • 9.3 Früher Spracherwerb
  • 9.4 Theory of Mind – eine Voraussetzung für Kommunikation
  • 9.5 Der Erwerb komplexer Strukturen
  • 9.6 Relativsätze und ihr Erwerb
  • 10. Brücken bauen und Texte verstehen
  • 10.1 Kohäsion und Kohärenz
  • 10.2 Bridging
  • 10.3 Die Rolle von Wissensrahmen
  • 10.4 Aufwand und Ergebnis
  • 11. Kommunikative Gewichtung: Wie wir Informationen verteilen
  • 11.1 Neu und bekannt
  • 11.2 Die Vertrautheits-Skala
  • 11.3 Aktivierungsgrad und referierende Ausdrücke
  • 11.4 Kognitiver Status und Quantitätsimplikaturen
  • 12. Arbeitsteilung zwischen Sprache und Welt: Deiktische Äußerungen
  • 12.1 Allgemeines zur Deixis
  • 12.2 Hier und da, oben und unten
  • 12.3 Das Zeigen auf Zeichen und Nicht-Zeichen
  • 12.4 Jetzt bald
  • 12.5 ich und du
  • 12.6 Deixis und Sprechakte
  • 13. Ein Anwendungsbeispiel: Sprache in der Politik
  • 13.1 Überblick
  • 13.2 Personale Deixis
  • 13.3 Pragmatische Anreicherungen
  • 13.4 Implikaturen
  • 13.5 Präsuppositionen
  • 13.6 Illokutionäre Akte
  • 13.7 Sprecher-Intention
  • 14. Ausblick: Kommunizieren als kultureller Habitus
  • Register

Mehr von dieser Serie

    Ähnliche Titel

      Mehr von diesem Autor