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Satzinterpretationsstrategien mehr- und einsprachiger Kinder im Deutschen

Jana Gamper

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Jana Gamper, Satzinterpretationsstrategien mehr- und einsprachiger Kinder im Deutschen (2016), Narr Francke Attempto, 72070 Tübingen, ISBN: 9783823390794

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Beschreibung

Obwohl Satzinterpretationsstrategien im Kontext der kognitiven Sprachwissenschaft einen umfassenden Untersuchungsgegenstand darstellen, wurde bisher nicht untersucht, wie mehrsprachige Kinder Sätze im Deutschen interpretieren. Die vorliegende Arbeit widmet sich deshalb der Frage, wie Kinder mit unterschiedlichen Herkunftssprachen (Russisch, Niederländisch) im Vergleich zu einsprachig aufwachsenden deutschsprachigen Kindern semantische Rollenrelationen in transitiven Konstruktionen bestimmen. Untersucht wurde auf der Basis eines kognitiv-funktionalen Ansatzes sowie mithilfe des Competition Models, welche Rolle cues wie die Konstituentenabfolge, Kasusmarker sowie die Belebtheit für sich sowie in Interaktion zueinander bei der Determination semantischer Relationen spielen. Es zeigt sich, dass je nach Ausgangssprache unterschiedliche Interpretationsstrategien zutage treten. Auf Basis dieser Unterschiede wird die These erörtert, dass individuelle sowie gruppenspezifische Interpretationsstrategien einzelne sequentielle Stufen im Laufe der sprachlichen Entwicklung darstellen.

Open Access Angabe

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Kinder mit unterschiedlichen Herkunftssprachen (Russisch, Niederländisch) im Vergleich zu einsprachig aufwachsenden deutschsprachigen Kindern semantische Rollenrelationen im Satz bestimmen. Im Fokus steht die Frage, welchen Stellenwert die Abfolge nominaler Konstituenten, einzelne Kasusmarker sowie die Belebtheit für die Bestimmung semantischer Rollen einnehmen. Die ermittelten Interpretationsstrategien werden im Sinne eines sprachentwicklungssequentiellen Ansatzes diskutiert.

Beschreibung

Jana Gamper ist akademische Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache am Institut für Germanistik der Universität Potsdam. Zu ihren Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte zählen Erst- und Zweitspracherwerbsprozesse, Morphologie und Syntax sowie Deutsch als Zweitsprache.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Dank
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis
  • Tabellenverzeichnis
  • 1 Einleitung
  • 2 Kasusmarker, Wortstellung und semantische Relationen
  • 3 mappings in der Satzverarbeitung und in der sprachlichen Entwicklung
  • 4 Cue strength bei mehr- und einsprachigen Kindern
  • 5 Ergebnisse
  • 6 cue strength im Kontrast: Ergebnisdiskussion und Methodenkritik
  • 7 Ausblick
  • Literatur
  • Anhang

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