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"Ich kann Niemandem mehr vertrauen."

Konzepte von Vertrauen und ihre Relevanz für die Pädagogik bei Verhaltensstörungen

Thomas Müller

Beschreibung

Vertrauen gilt der (Sonder-)Pädagogik gemeinhin als selbstverständliche Grundlage für Beziehungsaufbau und -gestaltung. Dieses Selbstverständnis wird durch die Verhaltens- und Erlebensweisen verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher immer wieder in Frage gestellt, wenn es sich nicht einstellen will, zerbricht oder entzogen wird. So basal Vertrauen in unterschiedlichen Akzentuierungen für die pädagogische und erzieherische Praxis zu sein scheint, so wenig ist es durch die Sonderpädagogik wissenschaftlich erforscht. Dagegen haben wichtige Bezugsdisziplinen wie Psychologie, Soziologie und Philosophie eine intensive Vertrauensforschung aufzuweisen. Die vorliegende Untersuchung analysiert Konzepte von Vertrauen aus diesen Disziplinen und prüft sie im Hinblick auf ihre Relevanz für die Pädagogik bei
Verhaltensstörungen. Darüber hinaus wurde das Urteil von Kindern und Jugendlichen an Schulen für Erziehungshilfe hinsichtlich ihrer Vertrauenspraxis erhoben und in Beziehung zu relevant erscheinenden Konzepten gesetzt. Dies mündet in die Frage, ob die Pädagogik bei Verhaltensstörungen dem Vertrauen vertrauen kann und ob sie es auch sollte.

Beschreibung

Die Untersuchung analysiert Konzepte von Vertrauen aus diesen Disziplinen und prüft sie im Hinblick auf ihre Relevanz für die Pädagogik bei Verhaltensstörungen.

Inhaltsverzeichnis

  • Thomas Müller „Ich kann Niemandem mehr vertrauen.“
  • Impressum
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • 1 Einleitung und Struktur
  • 1.1 Vertrauen – eine erste Annäherung
  • 1.2 Grundannahmen und Struktur
  • 1.3 Vertrauen im Interesse verschiedener Wissenschaftsdisziplinen
  • 2 Vertrauen als Thema der Pädagogik
  • 2.1 Einleitung
  • 2.2 Rousseau und das Vertrauen
  • 2.3 Pestalozzi und das Vertrauen
  • 2.4 Nohl und das Vertrauen
  • 2.5 Bollnow und das Vertrauen
  • 2.6 Buber und das Vertrauen
  • 2.7 Vertrauen und Pädagogik der Gegenwart
  • 2.8 Vertrauen als Thema von Heil- und Sonderpädagogik
  • 2.9 Zusammenfassung: Vertrauen als Thema der Pädagogik und die Relevanz für die Pädagogik bei Verhaltensstörungen
  • 3 Vertrauen und auffälliges Verhalten – Relevanz eines angenommenen Zusammenhangs
  • 3.1 Neurobiologische Ansatzpunkte zum Zusammenhang von Vertrauen und auffälligem Verhalten
  • 3.2 Psychologische Ansatzpunkte zum Zusammenhang von Vertrauen und auffälligem Verhalten
  • 3.3 Soziologische Ansatzpunkte zum Zusammenhang von Vertrauen und auffälligem Verhalten
  • 3.4 Pädagogische Ansatzpunkte zum Zusammenhang von Vertrauen und auffälligem Verhalten
  • 3.5 Zusammenfassung: Vertrauen und auffälliges Verhalten
  • 4 Exkurs: Negative Wirkungen von Vertrauen – Vertrauensfallen
  • 5 Konzepte von Grundvertrauen
  • 5.1 Psychologische Konzepte von Grundvertrauen
  • 5.2 Begründungstheoretische Konzepte von Grundvertrauen
  • 5.3 Fundamentalanthropologische Konzepte von Grundvertrauen
  • 5.4 Lebensphänomenologische Konzepte von Grundvertrauen
  • 5.5 Zusammenfassung: Konzepte von Grundvertrauen und ihre Bedeutung für die Pädagogik bei Verhaltensstörungen
  • 6 Konzepte von Vertrauen als Einstellung
  • 6.1 Vertrauen und ein Begriff von Einstellung
  • 6.2 Vertrauen – eine Einstellung?
  • 6.3 Vertrauen als praktische Einstellung
  • 6.4 Vertrauen und Misstrauen – unterschiedliche Einstellungen zum gleichen Sachverhalt
  • 6.5 Obligatorische Bestandteile von Vertrauen als Einstellung
  • 6.6 Zusammenfassung: Konzepte von Vertrauen als Einstellung und ihre Relevanz für die Pädagogik bei Verhaltensstörungen
  • 7 Konzepte von Vertrauen und ihre Bedeutung für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen unter den Bedingungen der Moderne
  • 7.1 Problemlagen vorab
  • 7.2 Von der Vormoderne zur Moderne
  • 7.3 Die Rolle von Vertrauen in der Entwicklung von der Vormoderne zur Moderne
  • 7.4 Das Verhältnis von Moderne und Vertrauen
  • 7.5 Zusammenfassung: Vertrauen und das Aufwachsen in der Moderne in seiner Relevanz für die Pädagogik bei Verhaltensstörungen
  • 8 Fremdheit und Vertrautheit – Randphänomene zur konzeptionellen Bestimmung von Vertrauen
  • 8.1 Annäherungen an Fremdheit im Kontext von Vertrautheit
  • 8.2 Auffälliges Verhalten und Verhaltensstörungen im Kontext von Fremdheit
  • 8.3 Annäherungen an das Verhältnis von Vertrautheit und Vertrauen
  • 8.4 Vertrautheit und Fremdheit im Rahmen pädagogischer Praxis
  • 8.5 Zusammenfassung: Fremdheit und Vertrautheit in ihrer Relevanz für die Pädagogik bei Verhaltensstörungen
  • 9 Konzepte von Vertrauen und ihre Messbarkeit
  • 9.1 Überblick über empirische Forschungsbefunde
  • 9.2 Zusammenfassung: Konzepte von Vertrauen, ihre Messbarkeit und ihre Relevanz für die Pädagogik bei Verhaltensstörungen
  • 10 Zur Vertrauenspraxis verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher
  • 10.1 Entwicklung eines Fragebogens zur Vertrauenspraxis verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher
  • 10.2 Beschreibung der Stichprobe
  • 10.3 Ergebnisse auf Einzelitemebene
  • 10.4 Ergebnisse auf Faktorenebene
  • 10.5 resultierende Hypothesenbildung und Zusammenfassung
  • 11 Vertrauen und seine Relevanz für die Pädagogik bei Verhaltensstörungen
  • 11.1 Konzeptionelle Aspekte von Vertrauen für die Pädagogik bei Verhaltensstörungen
  • 11.2 Desiderate für die sonderpädagogische Vertrauensforschung
  • 11.3 Kann die Pädagogik bei Verhaltensstörungen dem Vertrauen vertrauen?
  • 11.4 Soll die Pädagogik bei Verhaltensstörungen dem Vertrauen vertrauen?
  • 12 Literatur
  • P74010_Mueller_USback

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