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Pädagogik des Widerstands

Impulse für eine politisch-pädagogische Friedensarbeit

Armin Bernhard

Diese Publikation zitieren

Armin Bernhard, Pädagogik des Widerstands (2017), Beltz Verlagsgruppe, 69 469 Weinheim, ISBN: 9783779946236

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Friedenspädagogik wird als eine Pädagogik des Widerstands gegen organisierten Unfrieden begriffen. Im Zentrum steht die Kritik des Systems gesellschaftlicher Friedlosigkeit und seiner Rechtfertigung.

Friedenspädagogik reflektiert die Grundlagen einer pädagogischen Friedensarbeit unter den Bedingungen des Unfriedens. Ihr zentraler Bezugspunkt ist die Friedlosigkeit, die strukturell in den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen verankert ist. Dieses System gesellschaftlicher Friedlosigkeit, das in innergesellschaftlichem Unfrieden wie in einer Politik der Abschreckung, der Kriegsdrohung und des Militärinterventionismus zum Ausdruck kommt, gilt es auch auf pädagogischem Wege zu bekämpfen. Die vorliegende Rahmenkonzeption knüpft an die Modelle einer kritischen Friedenserziehung der 1970er Jahre an und führt diese weiter. Ziel einer kritischen Friedenspädagogik ist es, die Ursachen von Friedlosigkeit offenzulegen und ihre Rechtfertigungsmuster außer Kraft zu setzen.

Kritik

»Ein Buch wie das von Armin Bernhard müsste als Sachbuch-Bestseller angekündigt werden. Weil das Thema brennt. Weil die Pädagogik des Widerstands hochaktuell ist. Weil Friedensarbeit dringend angesagt ist. Weil kein anderer Autor sich des Themas so energisch und kenntnisreich annimmt.« Rudolpf Bauer, Sozial Extra, 3/2018

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung
  • Kapitel 1: Geschichte und Theorie der Friedenspädagogik
  • 1.1 Zur Vorgeschichte der Friedenspädagogik
  • 1.2 Von der idealistisch-appellativen Friedenserziehung zur kritischen Friedenspädagogik
  • Kapitel 2: Kritische Friedenerziehung – der unvollendete Versuch einer sozialkritisch angelegten Friedenspädagogik
  • 2.1 Erziehung zum Frieden in einer friedlosen Welt? Die Ausgangsfrage kritischer Friedenspädagogik
  • 2.2 Vergesellschaftete Aggressivität – Die Abkehr von rein psychologischen und ethologischen Verständnissen menschlicher Aggressivität in der Friedenspädagogik
  • 2.3 Organisierte Friedlosigkeit und strukturelle Gewalt: Analysekategorien kritischer Friedensforschung und Friedenserziehung
  • 2.4 Friedensfähigkeit als Zielperspektive einer kritischen Friedenserziehung
  • 2.5 Zur Kritik der kritischen Friedenspädagogik
  • Kapitel 3: Ökologie und Kultur als neue Paradigmen – ökologische und kulturologische Friedenspädagogik
  • 3.1 Zur Geschichte der Friedenspädagogik nach der Hochzeit kritischer Friedenserziehung
  • 3.2 Die Renaissance des Kulturbegriffs – Eine vergessene Dimension der Friedensarbeit?
  • 3.3 Erziehung zu einer Kultur des Friedens: Kulturologische Friedenspädagogik als Alternative
  • 3.4 Kritik kulturologischer Friedenspädagogik
  • 3.5 Resümee – Friedenspädagogik als Verfallsgeschichte
  • 3.6 Ein Interimskonzept – Kritische Friedenspädagogik und die Theorie der kritisch-konstruktiven Friedenskompetenz
  • Kapitel 4: Kritische Friedenspädagogik als radikale Kritik des Systems gesellschaftlicher Friedlosigkeit: Zu Anlage, Zieldimensionen und Struktur einer pädagogischen Friedensarbeit
  • 4.1 Zur Ausgangssituation kritischer Friedenspädagogik in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation
  • 4.2 Utopia: Der objektive und der subjektive Aspekt – Frieden und Friedensfähigkeit
  • 4.3 Friedenspädagogik im allgemeinpädagogischen Kontext – Überlegungen zur Verortung der Reflexion pädagogischer Friedensarbeit
  • 4.4 Anlage und Bezugsrahmen einer kritischen Friedenspädagogik
  • Kapitel 5: Pädagogische Friedensarbeit in einer kannibalischen Weltordnung – Zentrale Aufgaben
  • 5.1 Kritik des Systems gesellschaftlicher Friedlosigkeit: gesellschaftsgeschichtliche Aufgabenstellungen
  • 5.2 Auseinandersetzung mit den Rechtfertigungsmustern gesellschaftlicher Friedlosigkeit: ideologiekritische Aufgabenstellungen
  • 5.3 Aggressivität, Angst, Vorurteilsstrukturen und Feindbildkonstruktion: sozialpsychologische Aufgabenstellungen
  • 5.4 Aufarbeitung der Vergangenheit und die Dialektik der Erinnerung: geschichtspädagogische Aufgabenstellungen
  • 5.5 Die Vierte Macht und die friedenspolitische Bildungsarbeit: radikal-medienkritische Aufgabenstellungen
  • 5.6 Pädagogische Unfriedensverhältnisse und Rebarbarisierung: Zur Aufgabe pädagogisch-erziehungswissenschaftlicher Selbstkritik
  • Kapitel 6: Konkrete Utopie – Die pädagogische Komponente friedenspolitischer Bildungsarbeit
  • Schlussbemerkungen
  • Appendix
  • Dokumentation 1 (1999): Legitimationsmuster, Feindbildkonstruktion und Missbrauch von Auschwitz – Politpädagogische Überlegungen zur Durchsetzung des Krieges gegen Jugoslawien
  • Dokumentation 2 (2003): Die Friedlosigkeit der neuen Weltordnung und die Pädagogik – Neun Thesen zur Entwicklung einer pädagogischen Friedensarbeit
  • Dokumentation 3 (2016): Das Feindbild Russland – exemplarischer Gegenstand einer friedenspolitischen Bildungsarbeit
  • Literatur

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