Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Orte des Denkens / Places of Thinking

Diese Publikation zitieren

Murat Ates(Hg.), James Garrison(Hg.), Georg Stenger(Hg.), Franz Martin Wimmer(Hg.), Orte des Denkens / Places of Thinking (2017), Verlag Karl Alber, Freiburg, ISBN: 9783495817674

Beschreibung / Abstract

Denken geschieht an einem Ort. Zugleich gilt es zu bedenken, was einen Ort zum ›Ort‹ werden lässt. Offenbar setzt also das Denken, wie auch jedes Sprechen und Handeln, einen Standort bzw. einen Standpunkt voraus, die selbst wiederum zum Thema philosophischer Betrachtung werden bzw. gemacht werden müssen. Dabei kann freilich "Ort" ein Mehrfaches bedeuten, etwa den Körper, die politische Schicht, den sozialen Status, das sozialisierte
Geschlecht, die Sprache, kulturelle Geflechte, Lebenswelten und nicht zuletzt geographische Landschaften sowie geschichtliche Zeiträume. All dies sind – je nach Konstellation – Orte, die das Denken bedingen. Andererseits haben verschiedene Denkweisen in der Geschichte und Gegenwart immer wieder den Anspruch erhoben, universal zu agieren,
d. h. in Unabhängigkeit von allen Milieus, Räumen, Zeiten, Sprachen, Geschlechtern usw. diese überschreiten zu können. Von dieser vielschichtigen Fragestellung ausgehend setzt der vorliegende Band diesseits inter- wie trans"kultureller" Selbstverständigungen an. Anstatt jedoch von einer antagonistischen Gegenüberstellung auszugehen, wonach man sich einer der beiden Diskurslandschaften – wie etwa Universalismus hier, Relativismus/Partikularismus dort – anzuschließen hätte, wird hier vielmehr die Abhängigkeit und Reziprozität beider betont. In diesem Sinne, und dies wäre der Leitfaden dieses Buches, bedeutet "Ort/e des Denkens" zugleich "Denken des Ortes wie der Orte".

Beschreibung

Murat Ates ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes, Lehrbeauftragter am Institut für Philosophie der Universität Wien sowie Redaktionsmitglied der Zeitschrift Polylog.
James Garrison ist Teaching Fellow am Department of Philosophy der University of Bristol und war zuvor wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Universität Wien.
Georg Stenger ist Inhaber der Professor für "Philosophie in einer globalen Welt" am Institut für Philosophie der Universität Wien und Präsident der "Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie" (GIP) mit Sitz in Köln/Deutschland.
Franz Martin Wimmer ist Dozent für Philosophie an der Universität Wien und Professor im Ruhestand.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Foreword
  • Teil I. Eröffnung
  • Georg Stenger: Ort/e – Ortungen – Orientierungen. Einleitende Bemerkungen
  • Murat Ates: Begrenzte Orte und bewegte Welten. Vorspiel im Hinblick auf das Potential einer inter- und transkulturellen Phänomenologie.
  • James Garrison: Intercultural and Interdisciplinary Work: A Statement on Method
  • Teil II. Zum Anspruch inter»kultureller« Philosophie
  • Britta Saal: Der Ort des interkulturellen Denkens als Raum in Bewegung
  • Karin Kuchler: Time and the History of Philosophy: Eurocentrism and the Denial of Coevalness
  • Anke Graneß: Interkulturelle Weisheitsforschung
  • Bruce B. Janz: Elements of Philosophy-in-Place: Learning from African Philosophy
  • Pritika Nehra: Located in the World by Default: Hannah Arendt and Samkya Yoga on Thinking
  • Madeleine Elfenbein: Trees of Liberty and Asiatic Germs: Rethinking Metaphors of Transmission in European and Ottoman Political Thought«
  • Jessica Dömötör: Dominanz als Kategorie in der interkulturellen Philosophie – Eine wirtschaftsethische Perspektive
  • Teil III. Phänomenologien
  • Giuseppe Menditto: Nishidas bashō im Gespräch mit dem griechischen und phänomenologischen Denken
  • Hannah Holme: Orte des Denkens im Werk von Michel Foucault
  • Annika Schlitte: Brücke, Tür und Tempelschwelle – Denkorte bei Simmel, Cassirer und Heidegger
  • Tsutomu Ben Yagi: »Exiled in the Mother Tongue« – Gadamer’s Contribution to the Question of Heimat and Fremde
  • Choong-Su Han: Phänomenologie des Ortes – Heideggersche Beiträge zur interkulturellen Philosophie
  • Eveline Cioflec: Vom ›Weltentwurf‹ und der Verortung des Denkens
  • Teil IV. Das Politische
  • Christoph Dittrich: Exteriorität und Grenze. Der Locus enuntiationis bei Enrique Dussel und Walter Mignolo
  • Karin Hostettler/Sophie Vögele: Gender and Sexuality. Place/s of Imperialism? Thinking Europe as Post_colonial
  • Takashi Ikeda: Das Zuhause als übersehener Ort des Denkens: Eine feministisch-phänomenologische Perspektive zum Thema
  • Christoph Hubatschke: Territorien des Widerstandes. Von Ver-ortung und Ent-grenzung der Demokratie
  • Fabian Steinschaden: Das Denken der Nicht-Orte
  • Oliver Bruns: Der politische Raum als verborgener Grund metaphysischen Denkens. Zum Verhältnis von Politik und Philosophie nach Hannah Arendt
  • Lukas Kaelin: Das politische Denken unter den Bedingungen der medialen Öffentlichkeit
  • Autorenverzeichnis

Mehr von dieser Serie

    Ähnliche Titel