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Kriegslust und Fernweh

Deutsche Soldaten zwischen militärischem Internationalismus und imperialer Nation (1770-1870)

Christoph Kamissek

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Christoph Kamissek, Kriegslust und Fernweh (2018), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593437439

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Beschreibung

Auslandseinsätze deutscher Soldaten sind kein neues Phänomen. Bereits im 18. und 19. Jahrhundert waren Offiziere auf den Schlachtfeldern des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, im Osmanischen Reich, in Afrika oder im Kaukasus im Einsatz - als Söldner in Diensten fremder Staaten, als militärische Beobachter oder unter dem Deckmantel von Forschung und Entdeckung. Das Buch beleuchtet diese weitgehend vergessene Vorgeschichte des deutschen Kolonialismus. Es folgt den oftmals abenteuerlichen Reisen und utopischen Planspielen deutscher Offiziere und fragt nach den langen historischen Linien des Zusammenhangs von Gewalt und Globalisierung.

Krieg und Konflikt: Herausgegeben von Martin Clauss, Marian Füssel, Oliver Janz, Sönke Neitzel und Oliver Stoll

Beschreibung

Christoph Kamissek, Dr. phil., studierte Geschichte, Philosophie und Völkerrecht und ist Referent im Auswärtigen Amt in Berlin.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • 1. Einleitung
  • 1.1. Militär und Kolonialismus vom Deutschen Kaiserreich bis zum Nationalsozialismus: Konturen und Engführungen der Kontinuitätsdiskussion
  • 1.2. Ausgangspunkte einer »Archäologie« des deutschen militärischen Imperialismus im »langen 19. Jahrhundert«
  • 1.3. Theorien und Begriffsangebote: Die Verbindung von »Kriegslust« und »Fernweh«
  • 1.4. Aufbau des Buches
  • 2. Militärischer Internationalismus im Weltkrieg der Revolutionsepoche (1776–1815)
  • 2.1. »Unter fremden Fahnen«: Militärische Auslandspraxis deutscher Truppen in der imperialen Sattelzeit
  • 2.2. Antikolonialer Imperialismus: Die militärische Wahrnehmung der ersten Globalisierung vor den Napoleonischen Kriegen
  • 2.3. Von freien Helden zu gedungenen Sklaven: Freiheitsdiskurs und Subsidienverträge zwischen amerikanischer und französischer Revolution
  • 2.4. Formenwandel des militärischen Internationalismus während der Napoleonischen Kriege
  • 2.5. Zwischen imperialer Teilhabe und nationalemBefreiungskampf
  • 3. Die preußische Waterloo-Generation zwischen geopolitischer Restauration und militärischem Imperialismus (1815–1830)
  • 3.1. Demobilisierung und zivile Auswanderungsbewegung
  • 3.2. Militärischer Bellizismus und internationales Gleichgewicht
  • 3.3. Doppelter Militarismus: Richtungskämpfe um Kriegsbild und institutionelle Verfassung des preußischen Militärs nach 1815
  • 3.4. Weltwissen und militante Geographie: Die Erhaltung globaler Kriegsbereitschaft im militärischen Ausbildungsideal
  • 3.5. Das preußische Militär und die Schauplätze der internationalen Mächtekonkurrenz (1820–1835)
  • 4. Informeller Imperialismus: Die Kriegsjugendgeneration der Napoleonischen Kriege
  • 4.1. Kampferfahrung als soziales Kapital: Generationelle Schichtung, Bewährungssehnsucht und imperiale Kultur
  • 4.2. Vermessung globaler Kriegstheater: military intelligence und außereuropäische Militärmissionen (1820–1843)
  • 5. Militärischer Imperialismus zwischen Revolution und Reichsgründung
  • 5.1. Militär, Imperialismus und Nation in Vormärz und Revolution
  • 5.2. Militärische Auslandsmissionen vor den Reichsgründungskriegen (1860–1864)
  • 6. Epilog: Imperiale Netzwerke und selektive Traditionsbildung im Deutschen Kaiserreich
  • 6.1. Moltke-Schule und die Kontinuität imperialer Phantasien gegenüber dem Osmanischen Reich
  • 6.2. Doppelter Imperialismus: Die militärische »Reichsgründungsgeneration« zwischen Osteuropa und Afrika
  • 7. Schichten, Brüche, Konjunkturen: Überlegungen zur »Archäologie des kolonialen Gedankens« im deutschen Militär des 19. und frühen 20. Jahrhunderts
  • Quellen und Literatur
  • Register
  • Danksagung

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