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Konzern und Moderne

Die verbundene juristische Person in der visuellen Kultur 1880-1980

Daniel Damler

Diese Publikation zitieren

Daniel Damler, Konzern und Moderne (2016), Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main, ISBN: 9783465142867

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Seit dem späten 19. Jahrhundert ist zu beobachten, wie in Europa und Nordamerika eine diffuse Angst um sich griff, die Angst vor einer namenlosen, in der Deckung operierenden Supermacht, die das staatliche Gewaltmonopol unterläuft: die verbundene juristische Person. Da ein institutioneller Wandel – anders als ein technologischer – sich der unmittelbaren Anschauung entzieht, müssen dessen Merkmale visualisiert, sinnlich erschlossen werden. Anhand der gebräuchlichsten Sinn stiftenden „Konzernbilder“ lässt sich ein Psychogramm der (Hoch-) Moderne erstellen, das die Ängste, Ambitionen und Visionen der Epoche dokumentiert und den Blick öffnet für verdeckte Denkmuster und Leitbilder in der Gesetzgebung, Rechtsprechung und Wissenschaft des 20. Jahrhunderts.

„Gäbe es einen Nobelpreis für juristische Literatur, Daniel Damler hätte ihn verdient.“ FAZ

Inhaltsverzeichnis

  • Front Cover
  • Impressum
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Prolog: Die zweite Schöpfung
  • 1. Kap.: Der Oktopus
  • 1.I. Rockefellers "Standard Oil"
  • 1.II. Corporate City: Wie New York sein Verkehrssystem modernisierte
  • 1.III. Trustbuster und Muckraker: Aufstieg und Fall des investigativen Journalismus
  • When Law Goes Pop: Die Geburt des Konzerns aus dem Geist des Cartoons
  • Schlangen, Kraken, Spinnen: Die Einheit verbundener Unternehmen avant la lettre
  • 2. Kap.: Der Bastard
  • 2.I. Die unnahbare Schöne: Corporate imagery im 19. und frühen 20. Jahrhundert
  • 2.II. Familienidylle: Verbundene Unternehmen als tugendhafte Gemeinschaft
  • 2.III. Hundert Jahre Zwietracht: Die GmbH & Co KG
  • 2.IV. Fluch der sittlichen Unmöglichkeit: Juristische Personen als persönlich haftende Gesellschafter
  • 2.V. Rebellion des juristischen Formgefühls: Der Kampf gegen die "Grundtypenvermischung"
  • Kap. 3: Das Imperium
  • 3.I. Lenin in Zürich: Quellen und Vorgeschichte einer revolutionären Imagination
  • 3.II. Von der imperial map zum Konzernschaubild: Die visuelle Sensibilität des Sozialismus und ihre Folgen
  • 3.III. Kautskys Einwand: Kritik der Gleichsetzung geopolitischer und korporativer Strukturen
  • Kap. 4: Das Komplott
  • 4.I. Morning Post, 20. August 1918: Der internationale Konzern als Feind in Englands Mitte
  • 4.II. Lex Merton: Die Kontroverse um die Non-Ferrous Metal Bill
  • 4.III. Weltkonzern und Weltverschwörung: Strategien einer Nivellierung
  • Kap. 5: Der Moloch
  • 5.I Flanieren durch Babylon: Die urbane Präsenz der Großkonzerne in den Goldenen 20er Jahren
  • 5.II. Kontrollverlust und Ohnmacht: Die Kritik an den Kapitalgesellschaften im Spiegel anti-urbaner Ressentiments
  • 5.III. Ein lebensfrohes Miteinander: Kleinstadtromantik und "Verpersönlichung" der Aktiengesellschaft
  • Kap. 6: Das Ornament
  • 6.I. Kompexität und Verbrechen: Von der progressiven zur reaktionären Sachlichkeit
  • 6.II. Diktatur der Transparenz nach 1945: Die ordnungspolitische "Glaskultur" des Ordoliberalismus
  • 6.III. Kapitalismus als Häresie der Formlosigkeit: Le Corbusiers Vision einer strahlenden économie coordonnée
  • 6.IV. Lob der Vielfalt und Renaissance des Laisser-faire: J. Jacobs, F.A. von Hayek, M. Friedman
  • 6.V. Verbundene Verträge: Die postmoderne Kapitalgesellschaft
  • Epilog: Leviathans Wiederkehr
  • Quellen- und Literaturverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis
  • Orts- und Personenregister

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