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Nach Gott

Glaubens- und Unglaubensversuche

Peter Sloterdijk

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Peter Sloterdijk, Nach Gott (2017), Suhrkamp Verlag, Berlin, ISBN: 9783518752159

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

In seinem epochemachenden Buch Globen, in dem die Globalisierung von ihren Anfängen bis zur (vorläufigen) Entfaltung Ende des 20. Jahrhunderts beschrieben wird, kennzeichnet Peter Sloterdijk Gott »als schlechthin höchste Quelle von Versicherungsschutz«. Diese in allen (zumindest monotheistischen) Religionen gültige Annahme setzt Paradoxien frei, die vom Mittelalter bis in die Neuzeit verheerende Konsequenzen hatten: der seit der Jahrhundertwende triumphierende Fundamentalismus ist die schlimmste Auswirkung.


Welche Entwicklungen sind jedoch mit dem spätestens seit Ende des 19. Jahrhunderts virulenten Satz »Gott ist tot« verbunden? Ist er ein Philosophem ohne reale Effekte? Ist er die Beschreibung eines Mentalitätswandels? Ist er eine Diagnose des Geschehenden? Ist er als Prognose zu begreifen, die alle interreligiös begründeten Auseinandersetzungen beendet?

Peter Sloterdijk zieht in seinem neuen Buch zum ersten Mal alle Konsequenzen aus dem Satz »Gott ist tot«. Dabei kommen die Bereiche der aktuellen Theologie und Philosophie ebenso ins Spiel wie die mörderische Politik der Gegenwart oder die unmittelbaren kulturellen und wissenschaftlich-technischen Entwicklungen.

Beschreibung

<p>Peter Sloterdijk wurde am 26. Juni 1947 als Sohn einer Deutschen und eines Niederländers geboren. Von 1968 bis 1974 studierte er in München und an der Universität Hamburg Philosophie, Geschichte und Germanistik. 1971 erstellte Sloterdijk seine Magisterarbeit mit dem Titel <em>Strukturalismus als poetische Hermeneutik</em>. In den Jahren 1972/73 folgten ein Essay über Michel Foucaults strukturale Theorie der Geschichte sowie eine Studie mit dem Titel <em>Die Ökonomie der Sprachspiele. Zur Kritik der linguistischen Gegenstandskonstitution</em>. Im Jahre 1976 wurde Peter Sloterdijk von Professor Klaus Briegleb zum Thema<em> Literatur und Organisation von Lebenserfahrung. Gattungstheorie und Gattungsgeschichte der Autobiographie der Weimarer Republik 1918–1933</em> promoviert. Zwischen 1978 und 1980 hielt sich Sloterdijk im Ashram von Bhagwan Shree Rajneesh (später Osho) im indischen Pune auf. Seit den 1980er Jahren arbeitet Sloterdijk als freier Schriftsteller. Das 1983 im Suhrkamp Verlag publizierte Buch <em>Kritik der zynischen Vernunft</em> zählt zu den meistverkauften philosophischen Büchern des 20. Jahrhunderts. 1987 legte er seinen ersten Roman <em>Der Zauberbaum</em> vor. Seit 2001 ist Sloterdijk in Nachfolge von Heinrich Klotz Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe sowie dort Professor für Philosophie und Ästhetik.</p>

Inhaltsverzeichnis

  • [Cover]
  • [Titel]
  • [Impressum]
  • Inhalt
  • 1 Götterdämmerung: »Allen Götterwelten folgt eine Götterdämmerung«
  • 1
  • 2
  • 3
  • 2 Ist die Welt bejahbar?: Über den Wandel der Grundstimmung in der Religiosität der Moderne mit überwiegender Rücksicht auf Martin Luther
  • 1 Die exzentrische Verschärfung
  • 2 Und sie sahen, daß es nicht gut war
  • 3 Die Herkunft der Reformation aus dem Geist der temperierten Verzweiflung
  • 4 Protestantische Entropie
  • 3 Die wahre Irrlehre: Gnosis: Über die Weltreligion der Weltlosigkeit
  • 1 Wo Nag Hammadi liegt
  • 2 Wie die wirkliche Welt endlich zum Irrtum wurde
  • 3 Eine kurze Geschichte der eigentlichen Zeit
  • 4 Gnosis als negative Psychologie
  • 5 Demiurgischer Humanismus – Zur Gnosis der modernen Kunst
  • 4 Mir näher als ich selbst: Theologische Vorschule zur Theorie des gemeinsamen Innen
  • 5 Der Bastard Gottes: Die Jesus-Zäsur
  • 6 Menschenverbesserung: Philosophische Stichworte zum Problem der anthropologischen Differenz
  • 7 Epochen der Beseelung: Vorschläge zu einer Geschichtsphilosophie der Neurose
  • 8 Latenz: Über Verborgenheit
  • 1 Emergenz der Krypta
  • 2 Maximal invasives Operieren
  • 3 Einschachtelung als Latenzerzeugung
  • 4 Zusammenknüllung und Entfaltung
  • 5 Intuitive Integralrechnung
  • 9 Der mystische Imperativ: Bemerkungen zum Formwandel des Religiösen in der Neuzeit
  • 1 Martin Bubers »Ekstatische Konfessionen« als Epochensymptom
  • 2 Religion im Zeitalter des Experiments
  • 3 Weltarena und unmarkierter Raum
  • 10 Absoluter und kategorischer Imperativ
  • 11 Neuigkeiten über den Willen zum Glauben: Notiz über Desäkularisation
  • 12 Chancen im Ungeheuren: Notiz zum Gestaltwandel des Religiösen in der modernen Welt im Anschluß an einige Motive bei William James
  • Editorische Notiz

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