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Figuration, Anschauung, Erkenntnis

Grundlinien einer Diagrammatologie

Sybille Krämer

Diese Publikation zitieren

Sybille Krämer, Figuration, Anschauung, Erkenntnis (2016), Suhrkamp Verlag, Berlin, ISBN: 9783518744680

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

In unserer dreidimensionalen Welt sind wir umgeben von bebilderten und beschrifteten Flächen. Welche Rolle spielt die »Kulturtechnik der Verflachung« in unseren Wissenspraktiken? Worin besteht die kognitive Kreativität von Tabellen, Texten, Diagrammen und Karten, die für Erkenntnis und Wissenschaft unverzichtbar sind? Sybille Krämer untersucht, wie synoptische Anordnungen zu Denkzeugen werden. Sie analysiert die Erkenntniskraft der Linie als Wurzel eines diagrammatischen Denkens, dessen Spuren sich schon in den Erkenntnistheorien von Platon, Descartes, Kant und Wittgenstein sichern lassen. So entstehen die Konturen einer Diagrammatologie, in deren Rahmen sich die Orientierungsleistung und Imaginationskraft sichtbarer, räumlicher Schemata für das Erkennen erforschen lassen.

Beschreibung

Sybille Krämer ist Professorin für Philosophie an der Freien Universität Berlin und Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin.

Inhaltsverzeichnis

  • [ Cover ]
  • [ Informationen zum Buch / zur Autorin ]
  • [ Titel ]
  • [ Impressum ]
  • Inhalt
  • Vorwort
  • 1. »Spielfelder« des Denkens und Erkennens? Eine Hinführung
  • I. Diagrammatik
  • 2. Diagramm-Miniaturen: nicht mehr als ein Album
  • 2.1. Sternbilder
  • 2.2. Zahlenbilder
  • 2.3. Beweisbilder
  • 2.4. Bewegungsbilder
  • 2.5. Datenbilder
  • 2.6. Fehldiagramme, Irrtumsbilder
  • 2.7. Unmögliche Objekte
  • 3. Eine »Grammmatik« der Diagrammatik?
  • 4. Leitidee: ein »kartographischer Impuls«
  • 5. Aisthesis und Erkenntnispotenzial der Linie
  • 5.1. Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit der Linie
  • 5.2. Die Linie als Konstitution oder Konstruktion
  • 5.3. Bewegungslinie und Verbindungslinie
  • 5.4. Abbild und Entwurf
  • 5.5. Kulturtechnische Grundlagen der Linie: Faden und Stab
  • II. Diagrammatologie
  • 6. Platon: Das Denken richtet sich aus. Urszenen des Diagrammatischen
  • 6.1. Das Liniengleichnis (Politeia 509d-511e)
  • 6.2. Die Menon-Szene: Wie ein Sklavenjunge mathematisches Wissen erwirbt (82b-85b)
  • 6.3. Die Dihairesis
  • 6.4. Zur Räumlichkeit des Denkens: über implizite und explizite iagrammatische Dimensionen im Philosophieren Platons. Ein Resümee
  • 7. Descartes: Die Erkenntniskraft der Linie
  • 7.1. Musicae Compendium
  • 7.2. Die Lösung physikalischer Probleme durch geometrische Figuration: Das Beispiel des fallenden Körpers aus den »Cogitationes Privatae«
  • 7.3. Descartes’ Analytische Geometrie
  • 7.4. Meteorologie
  • 7.5. Zur Visualität des cartesischen Erkenntnisprogramms
  • 7.6. Denken und Anschauung beim frühen Descartes. Ein Resümee
  • 8. Kant: Denkorientierung durch Anschauung
  • 8.1. Richtung und Orientierung. Über eine raumphilosophische Entdeckung Kants
  • 8.2. Schema und Schematismus
  • 8.3. Raum, Anschauung, Mathematik
  • 9. Wittgenstein: Grammatik als Diagrammatik
  • 9.1. Ein diagrammatischer Grundzug bei Wittgenstein?
  • 9.2. Von der technischen Zeichnung über die Notation zum Diagramm
  • 9.3. Was bedeutet »Projektion«?
  • 9.4. Von der Abbildung zur »übersichtlichen Darstellung«
  • 9.5. Was heißt »übersichtliche Darstellung«?
  • 9.6. Labyrinth und Orientierung: ein Resümee
  • Literaturverzeichnis

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