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Schriften zur Literatur 1945-1958

Hans Blumenberg

Diese Publikation zitieren

Hans Blumenberg, Alexander Schmitz(Hg.), Bernd Stiegler(Hg.), Schriften zur Literatur 1945-1958 (2017), Suhrkamp Verlag, Berlin, ISBN: 9783518751039

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

»Der Unterzeichnete hat, obwohl ihm die Gesetzgebung der letzten zwölf Jahre jede publizistische Äußerung wie den Abschluß seines philosophischen Universitätsstudiums unmöglich machte, nicht den Ehrgeiz, um jeden Preis sich gedruckt zu sehen.« Dies schrieb der 25-jährige Hans Blumenberg im November 1945 an den Insel Verlag und fügte einen Aufsatz zu Dostojewskis Novelle »Die Sanfte« bei, deren Veröffentlichung er anregte. Zu der Publikation kam es seinerzeit nicht und auch der Aufsatz blieb ungedruckt. Nun eröffnet er eine Sammlung mit Blumenbergs frühen Texten zur Literatur.


In Rezensionen, Reden und Vorträgen erkundet er die zumeist zeitgenössische deutschsprachige und internationale Literatur, schreibt aber auch über die damals neue Mode der Taschenbücher, Ratgeber und Comics. Seine subtilen Lektüren verfolgen oft Randgänge zwischen Literatur und Philosophie und thematisieren existentielle Fragen. Es sind Texte von zeitloser Brillanz, die zugleich die Nachkriegszeit wie in einem Vergrößerungsglas ansichtig werden lassen.

Beschreibung

<p>Hans Blumenberg wurde am 13. Juli 1920 in Lübeck geboren und starb am 28. März 1996 in Altenberge bei Münster. Nach seinem Abitur im Jahr 1939 durfte er keine reguläre Hochschule besuchen. Er galt trotz seiner katholischen Taufe als ›Halbjude‹. Folglich studierte Blumenberg zwischen 1939 und 1947 mit Unterbrechungen Philosophie, Germanistik und klassische Philosophie in Paderborn, Frankfurt am Main, Hamburg und Kiel. 1947 wurde Blumenberg mit seiner Dissertation <em>Beiträge zum Problem der Ursprünglichkeit der mittelalterlich-scholastischen Ontologie</em> an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel promoviert. Hier habilitierte er sich 1950 mit der Studie <em>Die ontologische Distanz. Eine Untersuchung über die Krisis der Phänomenologie Husserls</em>. Sein Lehrer während dieser Zeit war Ludwig Landgrebe. Im Jahr 1958 wurde Blumenberg in Hamburg außerordentlicher Professor für Philosophie und 1960 in Gießen ordentlicher Professor für Philosophie. 1965 wechselte er als ordentlicher Professor für Philosophie nach Bochum und ging im Jahr 1970 an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, wo er 1985 emeritiert wurde. Blumenberg war Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz (seit 1960), des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Mitgründer der 1963 ins Leben gerufenen Forschungsgruppe »Poetik und Hermeneutik«.</p>

Alexander Schmitz ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstelle »Kulturtheorie und Theorie des politischen Imaginären« an der Universität Konstanz.

<p>Bernd Stiegler ist Professor f&uuml;r Neuere Deutsche Literatur mit Schwerpunkt Literatur des 20. Jahrhunderts im medialen Kontext an der Universit&auml;t Konstanz.</p>

Inhaltsverzeichnis

  • [Cover]
  • [Informationen zum Buch/Autor]
  • [Titel]
  • [Impressum]
  • Inhalt
  • Über Dostojewskis Novelle »Die Sanfte«
  • Jean-Paul Sartre, »Die Fliegen«
  • Ernst Jünger als geistige Gestalt
  • Paul Claudel, »Der seidene Schuh«
  • Das Problem des Nihilismus in der deutschen Literatur der Gegenwart [Vortragsankündigung]
  • Das Problem des Nihilismus in der deutschen Literatur der Gegenwart [Vortrag]
  • Die Krise des Faustischen im Werk Franz Kafkas
  • Graham Greene oder die Zweideutigkeit der Gnade
  • Graham Greene, »Der Ausgangspunkt«. Roman
  • Sartre oder Der Absolutismus der Freiheit
  • Der absolute Vater [Zeitungsartikel]
  • Der absolute Vater [Aufsatz]
  • Utopien - hinterher gelesen
  • Der Antipode des Faust Zum 70. Geburtstag von Franz Kafka am 3. Juli 1953
  • Ballade der kleinen Gerechtigkeit Zum 60. Geburtstag von Hans Fallada am 21. Juli
  • Rebell gegen die Endlichkeit Über Gestalt und Werk Thomas Wolfes
  • Vollsynthetische Bilderwelt Von Macht und Ohnmacht der »Comic-Strips«
  • Eschatologische Ironie Über die Romane Evelyn Waughs
  • Faust - heute
  • Der selbstgemachte Mensch Oder: Die Literatur des großen »Wie«
  • Der Mann, der das Gegenteil war Zum 80. Geburtstag von G.K. Chesterton am 29. Mai
  • Parodie auf den Zerfall? Das neue Buch: Becketts »Molloy«
  • Glanz und Elend des Zuschauers Das Problem der Freiheit im Theater
  • Raub, der Zeit wieder entrissen Zum 2. Band der deutschen Ausgabe des Werkes von Marcel Proust
  • Vier Negerromane: Die Schwelle zwischen Schwarz und Weiß
  • C.S. Lewis, Die böse Macht. Ein Roman.
  • Des Kontrastes wegen Über Romane von Alain Robbe-Grillet und Henry Green
  • Vier Zehntel Gramm Meskalin Eine Droge macht den Alltagsmenschen zum Bruder des Genies - Über einen Versuch des Dichters Aldous Huxley
  • Wollt ihr »Was ihr wollt«?
  • Überholt oder modern? Zum 50. Todestag von Jules Verne am 24. März
  • Ernst Jünger - ein Fazit Zu seinem 60. Geburtstag am 29. März 1955
  • Faulkners amerikanische Mythologie
  • Ins Nichts verstrickt Wird man in zehn Jahren noch von Sartre sprechen?
  • Ein Ruck an der Leine Über den Roman »Wiedersehen mit Brideshead« von Evelyn Waugh
  • Ironie der Weltverbesserung Zu Henry James’ »Prinzessin Casamassima«
  • Zauberberg und geteilte Welt Zum 80. Geburtstag von Thomas Mann am 6. Juni
  • Die endgültig verlorene Zeit Zum dritten Band der deutschen Proust-Ausgabe
  • Das Buch als Markenartikel Wohltat und Plage der Taschenbuch-Reihen - Das »Vollbuch« stirbt nicht aus
  • Die Peripetie des Mannes Über das Werk Ernest Hemingways
  • Rose und Feuer Lyrik, Kritik und Drama T.S. Eliots
  • Mythos und Ethos Amerikas im Werk William Faulkners
  • Anhang
  • Hans Carossa 1938
  • Nachweise
  • Editorische Notiz
  • Namenregister

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