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Die Utopie eines radikalen Ortswechsels der Kirche

Vom Calama-Projekt zur Projektgruppe Industriearbeit Mannheim-Ludwigshafen (1968-1998)

Martin Janik

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Martin Janik, Die Utopie eines radikalen Ortswechsels der Kirche (2016), W. Kohlhammer Verlag, 70565 Stuttgart, ISBN: 9783170319172

Beschreibung

Dr. Martin Janik ist Jugendbildungsreferent im bischöflischen Jugendamt Mainz.

Beschreibung

Die vorliegende Arbeit ist die kirchenhistorische Aufarbeitung der Geschichte der "Calama-Gruppe", einer befreiungstheologisch inspirierten, international agierenden Projektgruppe von Arbeiterpriestern (bzw. Arbeitergeschwistern), die sich in der Rezeption des II. Vatikanischen Konzils (1962-1965) sowie der Beschlüsse der II. Generalversammlung von Medellín (1968) auf die experimentelle Suche nach neuen pastoralen und ekklesiologischen Formen unter der Prämisse der Option für die Armen machte. Dabei entwarf sie eine Methode, wie ein "Ortswechsel" der Kirche an die Seite der gesellschaftlich Marginalisierten gelingen sollte. Die Calama-Gruppe ist verortet in den historischen Kontext der nachkonziliaren Aufbruchstimmung und Experimentierfreudigkeit und damit auch Ausdruck der Pluralisierung innerhalb des Katholizismus.

Inhaltsverzeichnis

  • Deckblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhalt
  • Vorwort
  • 1. Einleitung
  • 1.1 Ziel der Arbeit, Schwerpunktsetzung, Themen- und Fragestellungen
  • 1.2 Zum Namen „Calama“ – Selbst- und Fremdbezeichnungen
  • 1.3 Quellenlage und Art der Quellen
  • 1.4 Veröffentlichungen über die Calama-Gruppe und Forschungslage
  • 1.5 Vorgehen und Aufbau der Arbeit
  • 2. Die Anfänge der Calama-Gruppe (bis 1973)
  • 2.1 Johannes Caminada (*1926–1981)
  • 2.2 Chile in den sechziger und siebziger Jahren – politische und kirchliche Situation
  • 2.3 Die Planung des ersten Calama-Projekts
  • 2.4 Das erste Calama-Projekt (1971/1972)
  • 2.5 Das zweite Calama-Projekt 1973
  • 3. Die Calama-Gruppe nach der Vertreibung aus Chile
  • 4. Ziele, Konzeption und Methode der Calama-Gruppe
  • 4.1 Der Ausgangspunkt: Kirchenkrise und globale revolutionäre Situation
  • 4.2 Die Ziele: Teilnahme an der sozialistischen Revolution und Aufbau einer erneuerten Kirche innerhalb einer neuen Gesellschaftsordnung
  • 4.3 Der Anspruch von Wissenschaftlichkeit und Interdisziplinarität
  • 4.4 Mitgliedschaft und Mitglieder der Calama-Gruppe
  • 4.5 Gruppenstruktur, Institutionalisierung und Zusammenarbeit der Gruppen
  • 4.6 Die dreidimensionale Aktion der Calama-Gruppe: Arbeit, Kommunikation und Reflexion
  • 4.7 Gruppenprozess und Gruppendynamik
  • 4.8 Der Lebensstil der Gruppe
  • 4.9 Orte der Projektdurchführung
  • 4.10 Die Finanzierung der Gruppen
  • 4.11 Frage einer möglichen Gewaltanwendung
  • 5. Karl Rahner und seine Bedeutung für die Calama-Gruppe
  • 6. Die Spaltung der Calama-Equipe 1980 – Ursachen und Folgen
  • 7. Exkurs: Der Tod Caminadas (1981)
  • 8. Die Calama-Gruppe in (West-)Deutschland (ab 1975)
  • 8.1 Die Entstehung der Calama-Gruppe in Westdeutschland (1975–1977)
  • 8.2 Die Mitglieder der deutschen Calama-Gruppe – Herkunft und Profil
  • 8.3 Wahrnehmung und Analyse der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation in (West-)Deutschland
  • 8.4 Wahrnehmung und Analyse der Kirche in (West-)Deutschland
  • 8.5 Aktivitäten und Aktionsformen der Gruppe
  • 8.6 Die spirituelle Kommunikation und Aussagen zur spirituellen Erfahrung
  • 8.7 Ausblick und Tendenzen über die Entwicklung der Gruppe ab 1977
  • 9. Spiritualität, kirchliche und theologische Standortbestimmung der Calama-Gruppe
  • 9.1 Rahners „Zur Theologie der Revolution“ (1970/1972) als Leitfaden des Experiments?
  • 9.2 Die Bezugnahme auf Aussagen der katholischen Soziallehre und des kirchlichen Lehramtes
  • 9.3 Das Konfliktfeld Sozialismus, Marxismus, Kommunismus: Abwehr, Dialog, „strategische Allianz“
  • 9.4 Die Calama-Gruppe und die Arbeiterpriester- bzw. Arbeitergeschwisterbewegung
  • 9.5 Die Calama-Gruppe und die Theologie der Befreiung
  • 9.6 Die Calama-Gruppe und religiöse Gemeinschaften – Calama als Versuch einer Neugründung?
  • 9.7 Der Gedanke einer radikalen Christus-Nachfolge
  • 9.8 Die Kirchlichkeit der Gruppe und ihr Verhältnis zur kirchlichen Hierarchie
  • 9.9 Ekklesiologische Überlegungen der Gruppe
  • 9.10 Das Problem der Eucharistieabstinenz
  • 10. Ergebnisse
  • Anhang 1: Mitgliederzahlen (Statistiken)
  • Anhang 2: Tabellarische Übersicht über verschiedenen Fassungen der Arbeitshypothese
  • Anhang 3: Übersicht über die verschiedenen Fassungen des Methodenpapiers
  • Quellen- und Literatur
  • 1. Ungedruckte Quellen
  • 2. Zeitzeugeninterviews/Auskünfte/Mitschriften (chronologisch)
  • 3. Biographische Nachschlagewerke und Lexika
  • 4. Zeitschriften/Periodika
  • 5. (Gedruckte) Quellen und Literatur
  • 6. Internet
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Personenregister

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